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Börse Folge #5: Regelmäßiger Vermögensaufbau mit Sparplänen

Wenn du einmalig eine größere Kapitalsumme investieren möchtest, stehen dir zahlreiche aktive (Börse Folge #2: Aktien, Investmentfonds und ETFs im Vergleich) und passive (Börse Folge #3: Passives Investieren mit ETFs) Anlageansätze zur Verfügung. Zu den beliebten Produkten gehören insbesondere ETFs, mit denen wir uns zuvor bereits ausführlich beschäftigt haben (Börse Folge #4: ETFs – Anbieter und Aufbau eines Weltportfolios). Neben Anlegern gibt es in Deutschland allerdings auch eine große Anzahl von Sparern, die nicht einmalig Kapital investieren möchten, sondern Monat für Monat regelmäßig einen bestimmten Beitrag einzahlen wollen. Für diese Kunden sind Sparpläne besonders gut geeignet, denn diese haben mehrere Vorteile und dienen dem kontinuierlichen Kapitalaufbau. Wir möchten uns daher ausführlich mit Sparplänen beschäftigen und dabei besonders auf ETF-Sparpläne eingehen.

Fun-Fact: 42% der Deutschen nutzen auch 2017 noch herkömliche Sparbücher oder Girokonten zur „Geldanlage“ und verbrennen dadurch aufgrund der Inflation ihr Geld. [Quelle]

Welche Sparplanarten gibt es?

Am Finanz- und Versicherungsmarkt gibt es diverse Produkte, die zum regelmäßigen Sparen genutzt werden können. Angeboten werden diese Finanzprodukte meistens von Banken, Versicherungsgesellschaften, Bausparkassen oder Fondsgesellschaften. Grundsätzlich sind es vor allen Dingen die folgenden Finanzprodukte, die du zum regelmäßigen Sparen nutzen kannst:

  • Banksparplan
  • Bausparvertrag
  • Private Rentenversicherung
  • Kapitallebensversicherung
  • Klassischer Fondssparplan
  • Aktiensparplan
  • ETF-Sparplan

Während es sich sowohl bei der Kapitallebensversicherung als auch beim Bausparvertrag um keinen reinen Sparplan handelt, sind die sonstigen Finanzprodukte ausschließlich zum Vermögensaufbau geeignet. In der Vergangenheit haben sich besonders Aktiensparpläne, klassische Fondssparpläne und ETF-Sparpläne als besonders renditestark erwiesen. Da ETF-Sparpläne meistens im direkten Vergleich mit Aktiensparplänen und klassischen Fondssparplänen am besten abschneiden, möchten wir uns im Folgenden insbesondere mit diesen Sparplänen näher beschäftigen, da sie aus unserer Sicht am besten geeignet sind, wenn du regelmäßig in Wertpapiere investieren möchtest.

Welche Eigenschaften besitzen ETF-Sparpläne?

Über Exchange Traded Funds (ETFs) haben wir dich in unseren vorherigen Börsen-Specials bereits ausführlich informiert, sodass du unter anderem die Vorteile der Indexfonds sowie deren Funktionsweise kennst. Nun möchten wir im Speziellen näher auf ETF-Sparpläne eingehen. Während Sparpläne mit ETFs vor rund fünf Jahren noch so etwas wie ein Nischenprodukt waren, gibt es heutzutage zahlreiche Banken und Online-Broker, die eine gute Auswahl an ETF-Sparplänen zur Verfügung stellen. Da bei diesen Sparplänen ETFs erworben werden, sind die Eigenschaften natürlich eng mit denen der Indexfonds verbunden.

Aktien Markt

Zunächst einmal ist es – je nach Anbieter – so, dass du in aller Regel ab 50 Euro oder sogar manchmal bereits ab 25 Euro im Monat einen ETF-Sparplan nutzen kannst. Zu den Eigenschaften der ETF-Sparpläne gehört ebenfalls, dass du – wie normalerweise bei allen Fondssparplänen – vom sogenannten Cost-Average-Effekt profitierst. Dieser Effekt besagt nichts anderes, als dass es im Durchschnitt betrachtet günstiger ist, wenn du jeden Monat für einen bestimmten Geldbetrag (in Euro) Fondsanteile kaufst, als wenn du dich beispielsweise entscheidest, Monat für Monat exakt zwei Fondsanteile zu erwerben. Du kaufst so nämlich zu einem günstigeren Durchschnittspreis, sodass der Cost-Average-Effekt im Prinzip eine vorteilhafte Eigenschaft eines jeden ETF-Sparplans darstellt.

Cost-Average-Effekt

Zu den besonderen Eigenschaften der ETF-Sparpläne gehört vor allem, dass sie transparent, einfach und flexibel sind. Der Wert der jeweiligen ETF-Fonds wird an der Börse festgestellt, denn bekanntlich kannst du Indexfonds im Gegensatz zu klassischen Investmentfonds über die Börse handeln. Eine weitere Eigenschaft besteht darin, dass der Kauf der ETFs Monat für Monat automatisch stattfindet. Du musst dich zu Beginn des Sparplans lediglich entscheiden, in welche speziellen ETFs du investieren möchtest. In der Regel kannst du während der Laufzeit jederzeit Fondsanteile tauschen oder dich für andere ETFs entscheiden.

Wie funktionieren Sparpläne mit ETFs?

Da wir auch zahlreiche Leser und Leserinnen haben, die sich bisher noch nicht mit dem Thema Geldanlage & Sparen oder gar einzelnen Finanzprodukten beschäftigt haben, möchten wir in diesem Abschnitt veranschaulichen, wie Sparpläne mit ETFs im Detail funktionieren. Die Grundlage für die Nutzung eines solchen Sparplans besteht zunächst einmal darin, dass du ein Depot bei einer Bank oder einem Onlinebroker eröffnet hast. Die später zu kaufenden ETFs werden nämlich als Bestand in diesem Depot eingebucht. Insbesondere Direktbanken und Online-Broker werben heutzutage aktiv damit, dass du dort eben nicht nur Aktien, Rentenpapiere oder klassische Fonds erwerben kannst, sondern ebenfalls ETFs und ETF-Sparpläne zur Verfügung gestellt werden.

ETFs

Nach der Depoteröffnung kannst du dich für einen ETF-Sparplan entscheiden und musst in dem Zusammenhang mehrere Selektionen vornehmen, nämlich:

  • Welche Indexfonds möchtest du regelmäßig sparen?
  • Für welchen Sparbeitrag möchtest du Fondsanteile erwerben?
  • Ausführungsrhythmus des Sparplans, zum Beispiel monatlich
  • Begrenzte Laufzeit oder unbefristet?

Diese Auswahl musst du jeweils treffen, damit der Anbieter des ETF-Sparplans genau weiß, für welchen Betrag in welchem Ausführungsrhythmus welche ETF-Fonds regelmäßig gekauft werden sollen. Anschließend kannst du noch vorgeben, an welchem Tag im Monat der Sparplan regelmäßig ausgeführt werden soll, beispielsweise immer am 15., nach Eingang deines Gehalts. In der Folge findet alles Weitere automatisch statt, was vor allem beinhaltet, dass die ETF-Fonds Monat für Monat bzw. in dem von dir gewählten Ausführungsrhythmus automatisch erworben und in dein Depot eingebucht werden. Dies geschieht so lange, bis du aktiv Änderungen veranlasst, beispielsweise den Wechsel in andere ETF-Fonds.

Welche speziellen Vorteile haben ETF-Sparpläne?

Möglicherweise fragst du dich an dieser Stelle, warum wir uns dafür entschieden haben, unter den verschiedenen Sparplanvarianten, die am Markt existieren, vor allem ETF-Sparpläne hervorzuheben. Der Grund ist schlichtweg der, dass ETF-Sparpläne im direkten Vergleich mit nahezu allen anderen Sparplanprodukten aus unserer Sicht die meisten Vorteile bieten und sowohl für Profis als auch für Anfänger bestens geeignet sind. Diese speziellen Vorteile möchten wir dir im Folgenden gerne etwas näher erläutern.

Meistens mit Insolvenzschutz

Zunächst einmal besteht ein wichtiger Vorteil darin, dass ETF-Sparpläne einen automatischen Insolvenzschutz beinhalten und somit ein Produkt sind, welches meistens kein Emittentenrisiko beinhaltet. Grundsätzlich sind ETFs zwar Sondervermögen, aber mitunter arbeiten die Anbieter – zum Teil – mit Derivaten. In dem Fall besteht durchaus ein Risiko, weshalb wir empfehlen, dass du dich möglichst für ETFs entscheidest, die zu 100 Prozent mit den entsprechenden Aktien „hinterlegt“ sind. Sollte der Anbieter insolvent werden, würden die ETF-Bestände (aus dem Sparplan) verkauft und du würdest den Gegenwert erhalten.

Im Durchschnitt sehr gute Rendite

Ein – insbesondere im Vergleich mit den meisten anderen Sparplanarten – vielleicht noch größerer Vorteil besteht in der guten Rendite, die ETFs und damit auch ETF-Sparpläne in der Vergangenheit erzielen konnten. Mittlerweile steht fest, dass ETF-Fonds im Durchschnitt eine deutlich bessere Performance als aktiv gemanagte Fonds erzielen, obwohl gerade die klassischen Aktienfonds aufgrund des aktiven Managements eigentlich die spezielle Aufgabe haben, besser als der Marktdurchschnitt abzuschneiden. In der Praxis ist aber häufig genau das Gegenteil der Fall.

Geringe Gesamtkostenquote

Zur durchschnittlich sehr guten Rendite von ETF-Sparplänen tragen natürlich auch die geringen Kosten bei. Wenn man sich einmal die Gesamtkostenquote pro Jahr bei ETFs bzw. ETF-Sparplänen anschaut, so liegt diese in aller Regel fast immer unterhalb von 0,8 Prozent. Bei klassischen Fondssparplänen kannst du hingegen häufig von einer Kostenquote ausgehen, die sich zwischen 1,5 und 3,5 Prozent bewegt. Allein der regelmäßig beim Kauf zu zahlende Ausgabeaufschlag führt häufig dazu, dass mindestens zwei Prozent Kosten pro Jahr anfallen.

Hohe Flexibilität & schnelle Verfügbarkeit

Ein weiterer Vorteil der ETF-Sparpläne besteht in der großen Flexibilität und der jederzeitigen Verfügbarkeit des Kapitals. Du kannst nach der erstmaligen Auswahl der Fonds, die im Rahmen des Sparplans gekauft werden sollen, jederzeit umschichten, einen Tausch oder sonstige Veränderungen, beispielsweise der Sparrate, vornehmen. ETF-Sparpläne sind heutzutage auch deshalb flexibel, weil ein breites Angebot besteht, was die Auswahl der möglichen ETF-Fonds angeht. Manche Anbieter ermöglichen es dir heute, dass du dich zwischen mehr als 100 unterschiedlichen ETF-Fonds aus nahezu allen Bereichen entscheiden kannst. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, dass du dich für ETFs mit Schwerpunkt Deutschland, Europa, Asien, Nordamerika oder auch bestimmten Branchen entscheidest. Ein Pluspunkt ist zudem die Verfügbarkeit, denn die im Depot befindlichen Bestände an ETFs kannst du jederzeit verfügen, also den Verkauf über die Börse veranlassen. Dabei musst du keinerlei Kündigungsfristen beachten und eine Art Gebühr für den Abruf der Bestände ist ebenfalls nicht üblich.

Zusammenfassend sind es demnach die folgenden Vorteile, durch die sich ETF-Sparpläne auszeichnen können:

Sicherheit, meistens kein Emittentenrisiko
Im Durchschnitt sehr gute Rendite
Meistens bessere Performance als klassische Fonds-Sparpläne
Hohe Flexibilität
Jederzeitige Verfügbarkeit des Kapitals
Einfache und transparente Handhabung

Wie einfach und flexibel sind ETF-Sparpläne?

Dass sich ETF-Sparpläne unter anderem durch eine hohe Flexibilität als Vorteil auszeichnen, darüber haben wir dich im vorherigen Abschnitt bereits informiert. Trotzdem möchten wir an dieser Stelle noch kurz darauf eingehen und die Frage beantworten, wie einfach und flexibel ETF-Sparpläne in der Praxis tatsächlich sind.

Sehr einfach und leicht verständlich sind ETF-Sparpläne deshalb, weil die du zunächst einmal bereits bei der Selektion der Indexfonds, die du gerne in den Sparplan integrieren möchtest, vom Namen her ableiten kannst, in welche Indizes – und damit indirekt Aktien – du eigentlich investierst. Besonders beliebt sind beispielsweise ETFs, die auf dem sogenannten MSCI World Index basieren. Damit weißt du, dass du indirekt in mehrere Hundert Aktien aus der gesamten Welt investierst, wobei der Index natürlich einen Schwerpunkt auf bestimmten Regionen hat.

ETFs einfach & flexibel

Darüber hinaus kannst du bei nahezu allen Anbietern von ETF-Sparplänen gezielt selektieren, welche ETFs bzw. Indizes für dich infrage kommen, beispielsweise ausschließlich aus dem europäischen Raum oder vielleicht möchtest auch gezielt in Aktien bestimmter Branchen investieren. Hast du dich für einen bestimmten oder mehrere ETF-Fonds entschieden, musst du nur noch den monatlichen Sparbeitrag festlegen und schon wird der Sparplan regelmäßig und automatisch ausgeführt. Leichter geht es kaum! Neben der Einfachheit sind ETF-Sparpläne auch sehr flexibel. Du kannst jederzeit während der Laufzeit unter anderem die folgenden Maßnahmen durchführen lassen:

  • Verkauf des Gesamtbestandes
  • Verkauf eines Teilbestandes
  • Aussetzen des Sparplans
  • Verringerung oder Erhöhung der Sparrate
  • Weitere ETFs hinzunehmen
  • Tausch von ETFs vornehmen lassen

Die Flexibilität von ETF-Sparplänen ist demnach enorm hoch, wiederum insbesondere im direkten Vergleich mit anderen Sparplan-Produkten, wie zum Beispiel dem Banksparplan oder der privaten Rentenversicherung, wo unter anderem eine Änderung der Raten oftmals mit Problemen verbunden ist.

Welche Kosten verursacht regelmäßiges Sparen in ETFs?

Die Kosten sind insgesamt ein Vorteil, von dem du beim regelmäßigen Sparen in ETFs mittels eines ETF-Sparplans profitieren kannst. Sowohl im Vergleich mit klassischen Fondssparplänen, privaten Rentenversicherungen, Lebensversicherungen als auch Aktiensparplänen schneiden die ETF-Sparpläne bezüglich der Kosten in aller Regel am besten ab. Abhängig ist die jährliche Kostenquote insbesondere vom Anbieter. Durchschnittlich kannst du mit Kosten zwischen 0,3 und 0,8 Prozent pro Jahr kalkulieren, was ein sehr günstiger Wert ist. Hinzu kommen eventuell Depotgebühren. Allerdings gibt es mittlerweile zahlreiche Direktbanken und Broker, die das zum Verwalten des ETF-Sparplans notwendige Wertpapierdepot kostenfrei anbieten. Die Ausführung des Sparplans ist abhängig vom Anbieter mal kostenfrei, mal werden Gebühren berechnet.

Regelmäßige Kosten ETF

Ein weiterer Kostenfaktor, der so allerdings in der Regel nur bei den ETF-Sparplänen zum Tragen kommt und nicht bei einem einmaligen Kauf von Indexfonds, sind die sogenannten Ausführungsgebühren. Je nach Anbieter können sich diese Kosten auf bis zu 1,75% vom jeweiligen Gegenwert belaufen. Daher ist es auf jeden Fall empfehlenswert, dass du die Angebote miteinander vergleichst, denn gerade bei den Gebühren bzw. Kosten gibt es noch deutliche Unterschiede.

Wer bietet gute ETF-Sparpläne an?

Wie wir in einem der vorherigen Abschnitte bereits erwähnt haben, ist das Angebot an ETFs und vor allem an ETF-Sparplänen in den letzten Jahren enorm gewachsen. Mittlerweile bieten die meisten Direktbanken und Online-Broker solche ETF-Sparpläne an. Daher ist es durchaus wichtig, dass du dich etwas näher über die Anbieter informierst, damit du anschließend weißt, wer besonders gute und günstige ETF-Sparpläne zur Verfügung stellt und vielleicht auch eine besonders große Auswahl an wählbaren ETFs offeriert. Wir möchten dir daher im Folgenden einige, aus unserer Sicht, gute ETF-Sparplan-Anbieter nennen und kurz wichtige Daten und Zahlen zum jeweiligen Anbieter aufführen.

Consorsbank comdirect ING-DiBa
  • Ab 25 Euro monatlich
  • ETFs von Lyxor und ComStage ohne Ausführungsgebühr
  • 1,50% Ausführungsgebühr für weitere ETFs
  • Laufzeit und Sparrate jederzeit änderbar
  • Über 220 ETFs zur Auswahl
  • Mehr als 250 sparplanfähige ETFs
  • 90 ETFs für 3,90 Euro pro Kauf und ohne Orderentgelt im Sparplan
  • Mit ETF-Informer und ETF-Selector zur gezielten Auswahl
  • Gesamtkostenquote (TER) von 0,07 bis 0,95%
  • 55 ETF-Sparpläne auf die wichtigsten Indizes weltweit
  • ETF-Sparplan ab 50 Euro im Monat
  • 1,75 % Orderprovision vom Kurswert
  • Änderungen jederzeit kostenfrei möglich

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Tipps & Tricks zum Thema ETF-Sparpläne

Zwar handelt sich bei ETF-Sparplänen um sehr einfache Finanzprodukte mit zahlreichen Vorteilen, aber dennoch kannst du das regelmäßige Sparen durchaus noch optimieren, denn es gibt einige Tipps & Tricks.

ETF Tipps & Tricks

Tipp 1: Cost-Average-Effekt nutzen

Einen Tipp haben wir zuvor bereits angesprochen, nämlich dass du auf jeden Fall innerhalb des Sparplans festlegen solltest, dass monatlich für einen bestimmten Euro-Betrag Anteile erworben werden. Manche Anbieter von ETF-Sparplänen stellen ohnehin nur diese Variante zur Verfügung, während du bei anderen Banken und Brokern selektierten kannst, ob du monatlich für einen bestimmten Euro-Betrag sparen möchtest oder eine festgelegte Anzahl von ETFs erwerben willst. Aufgrund des bereits erläuterten Cost-Average-Effekts ist hier der monatliche Euro-Betrag fraglos zu bevorzugen.

Tipp 2: Auf Sonderangebote (für Neukunden) warten

Ein weiterer Tipp besteht darin, dass du – wenn du nicht zwingend sofort mit dem Sparen beginnen musst – auf Aktionen und vorübergehende Sonderangebote wartest, die es von Zeit zu Zeit bei zahlreichen Direktbanken und Brokern gibt. So verzichten manche Banken und Broker beispielsweise vorübergehend auf Ausführungskosten oder du kannst ein Jahr lang kostenlos den ETF-Sparplan nutzen. Es ist durchaus lohnenswert, besonders natürlich als Neukunde, auf solche Aktionen zu warten, denn dadurch kannst du Kosten sparen und dementsprechend die Rendite steigern.

Nicht zuletzt gibt es ja auch Depotaktionen in unseren Bonus Deals, z.B. 100€ Amazon.de Gutschein für kostenloses Consorsbank Depot oder 55€ Amazon.de Gutschein für kostenloses comdirect Depot (leider beide vorbei).

Tipp 3: Beim Vergleich alle Kosten beachten

Die Kosten eines ETF-Sparplans sind nicht bei jedem Anbieter leicht verständlich und transparent dargestellt. Daher ist es wichtig, dass du alle möglichen Kostenarten kennst und bei einem Vergleich auch alle anfallenden Kosten beachtest. Dazu gehören beispielsweise Depotkosten, Ausführungsgebühren und Fondskosten.

In der Summe gibt es allerdings relativ wenige Tipps & Tricks zum Thema ETF-Sparpläne, was schlichtweg daran liegt, dass das Produkt als solches bereits zahlreiche Vorteile beinhaltet und sich demzufolge auch ohne das Beachten von Ratschlägen sehr gut eignet, wenn du regelmäßig sparen möchtest.

Fazit zum Thema Sparpläne

Wenn du gezielt und über einen längeren Zeitraum hinweg Vermögen aufbauen und regelmäßig sparen möchtest, kommst du im Prinzip an Sparplänen nicht vorbei. Als besonders renditestark haben sich in der Vergangenheit Wertpapiersparpläne erwiesen, zu denen Aktiensparpläne, klassische Fondssparpläne und ETF-Sparpläne gehören. Im direkten Vergleich können sich insbesondere ETF-Sparpläne durch die meisten Vorteile auszeichnen, wie zum Beispiel einer guten Performance, einer ebenso guten Rendite, geringen Kosten und einer hohen Flexibilität.

Aktuell würden wir daher aus unserer Sicht den meisten Sparern zu einem ETF-Sparplan raten, auch wenn es natürlich bei der Berücksichtigung individueller Faktoren auch einmal der Aktiensparplan oder die Kapitallebensversicherung sein kann, die das geeignetere Produkt darstellen. Wichtig ist vor allem, dass du den Sparplan findest, der am besten auf deine individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

DealDoktor Börsen-Special

Nächste Woche gibt es noch ein Special zu Robo Advisorn. Aber auch das Thema Börse und ETFs gibt viel mehr her und wir haben in diesen vier Folgen bisher nur an der Oberfläche gekratzt. Wollt ihr noch tiefer einsteigen? Was interessiert euch konkret, welche Fragen habt ihr? Schreibt es uns gerne in die Kommentare, wir schauen, was wir daraus machen können.

Kommentare (5)
  • Toller Beitrag. Habe erst neulich mir auch einen Sparplan bei der Comdirect angelegt! Das einzige was ich nun doof finde, ist das die TOP Preis ETF von Comstage ab 2018 nicht mehr kostenfrei angeboten werden. Dealdoktor, weißt du zufällig welche Kosten auf einen zukommen, wenn man die ETF der Comstage dann verkaufen will und neue TOP Preis ETF erwerben möchte?

      • 15.12.2017, 12:46

      @Lucy2000: Mein Tipp: Einzahlungen dort parken und warten. Das Geld wird dort ja nicht „schlecht“ und ist gut angelegt. Eventuell werden sie zu späteren Zeitpunkten wieder kostenlos in einem Sparplan angeboten.

      Ab 01.01. dann einen anderen kostenlosen Sparplan (Comdirect führt ja z.B. Vanguard ETFs ein) wählen und besparen. Hier lohnt sich auch ein Blick zu z.B. der Consorsbank. Dort gibt es auch viele kostenlose Sparpläne.

      LG der Doc

    • 12.01.2018, 22:57

    ist eigentlich der Beitrag zu den Robo Advisorn schon erschienen? Finde leider nichts…

    Habe bisher alle Artikel gelesen und war wirklich eine super Serie 🙂

      • 25.04.2018, 13:55

      @bulioist eigentlich der Beitrag zu den Robo Advisorn schon erschienen? Finde leider nichts…

      Habe bisher alle Artikel gelesen und war wirklich eine super Serie 🙂

      Dem schließe ich mich an. Würde auch gerne mehr über Robo Advisor lesen 🙂

      • 17.10.2019, 22:54

      Ich frage auch mal nach wegen der Robo-Advisor?

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