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🕯 Teelichtofen – Sinnvolle Alternative zur Heizung oder gefährliche Deko?

Der Winter kommt, heizen wird immer teurer und es wird sich fleißig nach Alternativen umgesehen. Eine alternative Heizidee ist der sogenannte Teelichtofen

Doch was bringt diese selbstgebaute Heizung wirklich? Und ist es so eine Teelichtheizung am Ende nicht einfach nur gefährlich? Wir haben den Test gemacht.

Das Internet ist aktuell voll von Anleitungen, wie man einen Teelichtofen für die Wohnung bauen kann. Also ab in den Baumarkt und das notwendige Material kaufen. 

Das brauchst du für einen Teelichtofen

Bauteile für einen Teelichtofen
Man braucht Tontöpfe, einen Untersetzer eine Gewindestange sowie Unterlegscheiben und Muttern
  1. 2x Tontöpfe
    • ein großer Tontopf
    • ein kleinerer Tontopf
  2. 1x Unterteller
  3. 1x Gewindestange
  4. 6x Muttern & 4x Unterlegscheiben
  5. Kerzen bzw. Teelichter

Ausgegeben habe ich im Baumarkt dafür etwa 5€.  Eventuell wäre noch eine Bohrmaschine sinnvoll. 

Bauanleitung für Teelichtofen

Wichtig ist, dass der Unterteller ein Loch in der Mitte hat. Wenn dies nicht der Fall ist, dann heißt es bohren. Achtet hier darauf, dass ihr die Mitte trefft (hat so semi-gut geklappt bei mir). 

Teelichtofen Bauanleitung
Loch in den Unterteller bohren & Gewindestange mit Hilfe von zwei Muttern am Unterteller befestigem.

Befestigt zunächst die Gewindestange mit Hilfe von 2 Muttern am Unterteller

Im Anschluss müsst ihr die beiden Tontöpfe zusammen bauen. Schiebt zunächst die Gewindestange durch den kleineren Tontopf und fixiert den Topf mit je einer Unterlegscheibe + Mutter außen und Innen. Der Topf sollte nun fest auf der Stange stecken und das Loch verschlossen sein. 

Teelichtofen_Anleitung_
Den kleinen Tontopf auf der Gewindestange befestigen.

Bevor ihr jetzt den zweiten und größeren Topf auf die Stange und in den größeren Topf schiebt, solltet ihr eine Mutter auf die Gewindestange drehen – damit und mit einer weiteren Unterlegscheibe fixiert ihr den großen Topf über dem kleinen.

Als letztes den großen Tontopf über dem kleinen festschrauben.

 Auf dem Teller stehen am Ende eure Teelichter. Also solltet ihr hier auf einen ausreichenden Abstand zu den Tontöpfen denken – ca 7cm sollten ausreichen. 

So funktioniert der Teelichtofen

Zwei Tontöpfe und vier Teelichter – mehr ist es im Prinzip also nicht. Durch die Teelichter steigt warme Luft in die Tontöpfe, zirkuliert dort in dem Zwischenraum und die Wärme wird vom Ton gespeichert. Erreicht werden dabei, je nach Anzahl der Teelichter und Größe des Ofens, etwa 50 °C bis 70 °C. 

Funktioniert der Teelichtofen?

Naja, der Teelichtofen wird schon warm und man kann sich sicherlich die Hände oder Füße wärmen, wenn man nah genug ran geht. Einen ganzen Raum kann die Teelichtheizung aber niemals erwärmen. Die Wärmeleistung der Flamme der kleinen Teelichter ist einfach zu gering und kann mit einer herkömmlichen Leitung auf keinen Fall mithalten. Erreicht wird hier nämlich nur eine Heizleistung von 30 – 40 Watt. 

Außerdem brennen normale Teelichter nur 4 Stunden lang – ihr bräuchtet also eine ganze Menge Teelichter und an sich auch eine ganze menge Teelichtöfen, um einen kompletten Raum aufheizen zu können.

So gefährlich sind Teelichtöfen

drei Teelichter

Es handelt sich der dem Teelichtofen um eine offene Flamme und die sollte man nicht unbeaufsichtigt lassen. Gleiches gilt auch bei der Teelichtheizung. Es ist wichtig, dass ihr immer ein Auge drauf habt. 

Platziert den Ofen immer auf einem festen und sicheren Untergrund, so dass er nicht umkippen kann. Haltet brennbare Materialen fern.

Stellt nicht zu viele Teelichter unter die Tontöpfe und achtet auf ausreichend Abstand. Hat euer Untersetzer einen Durchmesser von 20cm, dann sollten 2 – 3 Teelichter ausreichen. Achtet hier auf einen Abstand von ca 5 cm zwischen den Kerzen und auch zum Rand. Ansonsten besteht die Gefahr eines Wachsbrandes und der ist ähnlich einem Fettbrand in der Küche. 

Achtung: Wenn es zu einem Wachsbrand kommen sollte, dann dürft ihr den niemals mit Wasser löschen!! Im Zweifel solltet ihr eine Löschdecke bereit legen!

Außerdem entziehen die Kerzen dem Raum Sauerstoff – je mehr Kerzen aufgestellt werden, desto schneller geht das. 

Fazit: Ist der Teelichtofen eine Alternative zu Heizung?

Ein klares NEIN! Es hat Spaß gemacht, den Ofen zu bauen und hübsch anzuschauen ist er auch, wenn die Kerzen brennen. Aber mehr als die Hände, wenn man sie nahe an den Tontopf hält, kann die Teelichtheizung nicht erwärmen. 

Und es ist auch keine Alternative, nun gleich mehrere Teelichöfen zu bauen und im Raum zu verteilen – dafür ist die Gefahr eines Wachsbrandes oder ähnlichem zu groß.

Als gemütliche Deko absolut in Ordnung, aber als Alternative zur Heizung leider unbrauchbar. 

Seid ihr auch schon dem Trend gefolgt und habt einen Teelichtofen gebaut? Wie sind eure Erfahrungen? Ab damit in die Kommentare!

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