ING Girokonto Erfahrungen 2026: Lohnt sich der Wechsel wirklich?
Seid ihr es auch leid, für euer Girokonto monatlich horrende Gebühren zu zahlen, während die Banking-App eurer Filialbank noch aussieht wie aus den frühen 2000ern? Ich habe Anfang 2026 den Schlussstrich gezogen und bin zur ING gewechselt. Nach einigen Monaten im Test – mal als Hauptkonto, mal für die täglichen Ausgaben – teile ich heute meine Erfahrungen mit euch. Spoiler: Es ist nicht alles perfekt, aber verdammt nah dran. ⚡
🚀 Kontoeröffnung & Wechselservice: In Rekordzeit zum neuen Konto
Wer hat heute noch Lust, Termine in der Filiale zu machen? Bei der ING läuft alles komplett digital. Der Eröffnungsprozess war bei mir in etwa 10 Minuten erledigt. Besonders das Video-Ident-Verfahren lief absolut reibungslos (keine ewige Warteschleife!).
Was den digitalen Wechselservice angeht: Die ING scannt auf Wunsch euer altes Konto und erkennt automatisch eure Zahlungspartner (Miete, Strom, Netflix & Co.). Hier muss ich allerdings ein wenig die Euphorie bremsen: Es war nicht ganz so „Plug-and-Play“, wie man es sich erhofft. Während einige Partner direkt per Klick informiert wurden, musste ich bei anderen doch selbst ran – sei es per Mail, Online-Formular oder ganz klassisch per Brief.
Aber: Die ING lässt einen dabei nicht allein. Die automatisch erstellte Checkliste aller Zahlungspartner war eine riesige Hilfe. So hatte ich die volle Kontrolle und habe keinen Dauerauftrag oder Lastschriftmandat im Umzugschaos vergessen. Das spart am Ende trotzdem ordentlich Nerven!
Aktuell haut die ING richtig einen raus. Hier nochmal alle 4 Hammer-Deals auf einen Blick:
📱 Das Herzstück: Die Banking-to-go App
Das Handling der App ist für mich das absolute Highlight und im Vergleich zu vielen Mitbewerbern extrem intuitiv und modern. Die App ist pfeilschnell und die Bedienung fühlt sich einfach „richtig“ an.
- Echtzeit-Push: Mein persönlicher Favorit. Sobald ich im Supermarkt bezahle oder eine Abbuchung reinkommt, vibriert das Handy. So behaltet ihr die volle Kontrolle über eure Finanzen.
- Sicherheit: Freigaben von Überweisungen per Face-ID oder Fingerabdruck machen das lästige Hantieren mit TAN-Listen oder extra Apps komplett überflüssig.
- Übersicht: Das Design ist clean und verzichtet auf unnötigen Schnickschnack.

Absolutes Highlight ist für mich auch das Kleingeld Plus, das ihr in der App mit einem Klick aktivieren könnt. Wenn ihr dann im Geschäft mit der Karte zahlt, wird automatisch auf den nächsten vollen Euro aufgerundet und der Überschusas landet auf eurem verknüpften Tagesgeldkonto. Das ist quasi genau wie das Kleingeld, das früher aus dem Portemonnaie ins Sparschwein kam. Ohne es wirklich zu merken, habt ihr am Ende des Jahres ein kleines Sümmchen zusammen gespart.
💳 Karten & Bargeld: Die Sache mit der Visa-Debit
Standardmäßig bekommt ihr bei der ING die kostenlose Visa-Debitkarte. Das Bezahlen im Alltag funktioniert damit wunderbar, und auch das Geldabheben ist ein echter Pluspunkt: Ab einem Betrag von 50 € könnt ihr an fast jedem Automaten mit Visa-Zeichen kostenlos Bargeld ziehen.
Wichtig zu wissen: Die klassische Girocard kostet mittlerweile 1,49 € im Monat. Ich finde das verschmerzbar, da man sie im Jahr 2026 kaum noch braucht – aber ein kleiner Restzweifel bleibt oft im Hinterkopf.
Braucht man die Girocard noch?
Die Zeiten, in denen die „EC-Karte“ der heilige Gral im Portemonnaie war, neigen sich dem Ende zu. Während Großketten wie Aldi, Lidl oder dm längst auf moderne Standards wie Visa-Debit und Apple/Google Pay setzen, halten sich einige kleine Bastionen – der Traditionsbäcker oder der Friseur um die Ecke – noch hartnäckig an der alten Girocard fest.
Ist das ein Grund, monatlich 1,49 € (knapp 18 € im Jahr) zu investieren?
Ich sage: Eher nicht. Hier ist die Strategie für alle, die sich die Gebühr sparen wollen:
- Der Standard ist heute digital: Die kostenlose Visa Debit, die bei den meisten Konten inklusive ist, wird inzwischen an fast jedem modernen Terminal akzeptiert.
- Bewusstes Verzichten: Ja, es kann passieren, dass man in der Eisdiele mal kurz dumm aus der Wäsche schaut, weil nur „EC“ geht. Aber rechtfertigt dieser seltene Moment eine dauerhafte Grundgebühr?
- Die „Notfall-Zwanni“-Taktik: Statt für eine Plastikkarte zu zahlen, die man nur noch aus Nostalgie mitschleppt, hilft ein einfacher 20-Euro-Schein im Handyfach für die wenigen Orte, die digital noch im Jahr 1995 feststecken.
Ich hatte den Fall in dem halben Jahr mit dem ING Girokono jetzt 3 mal (also dass ich nicht mit der Visa zahlen konnte) – beim Friseur, in der Eisdiele und einer kleinen Bäckerei. Ich werde mir die 1,50€ für die Girocard trotzdem lieber sparen.
⚖️ Fazit: Mein Resümee nach dem Wechsel
Wer eine Bank sucht, bei der man eigentlich nie eine Filiale von innen sehen muss und die eine der besten Apps am Markt hat, ist bei der ING goldrichtig. Einzig der Mindestgeldeingang von 1.000 € (oder ihr seid unter 28 Jahre alt) für die Gebührenfreiheit ist ein Punkt, den ihr auf dem Schirm haben müsst.
Aber mal ehrlich: Das sollte für die meisten kein Problem sein, solange ihr das Konto einfach als euer primäres Gehaltskonto nutzt. Ansonsten ist das Konto für mich ein absoluter No-Brainer und ich bereue den Wechsel keine Sekunde.
Habt ihr auch schon Erfahrungen mit der ING gemacht oder seid gerade am Überlegen zu wechseln? Schreibt es mir in die Kommentare! 🙌
FAQ – Häufig gestellte Fragen
- 📌 Ist das Konto wirklich kostenlos?
- Ja, wenn ihr einen monatlichen Geldeingang von mindestens 1.000 € habt oder unter 28 Jahre alt seid. Wenn ihr das Konto als Gehaltskonto nutzt, erreicht ihr diese Hürde meist problemlos. Ansonsten fallen 4,90 € Kontoführungsgebühren an.
- 🏧 Wo kann ich überall kostenlos Geld abheben?
- Mit der Visa-Debitkarte an fast allen Automaten mit Visa-Logo (das sind ca. 90 % in Deutschland), sofern ihr mindestens 50 € abhebt.
- 📱 Funktioniert Apple Pay und Google Pay?
- Absolut! Die Einrichtung mit der Visa-Debitkarte dauert nur wenige Sekunden.












