Funkloch-Killer: WhatsApp & Google Maps bald ohne Internet nutzbar dank Satellit
Das ewige Ärgernis mit dem Funkloch im Wald oder auf dem Gipfel könnte bald endgültig Geschichte sein. Während wir in Deutschland oft schon froh sind, wenn LTE stabil läuft, zündet Großbritannien gerade die nächste Stufe: Mobilfunk direkt aus dem All.
Was dort jetzt für gerade einmal 3 Pfund im Monat startet, könnte schon sehr bald die Lösung für alle deutschen „Netz-Niemandsländer“ sein.
Wir verraten euch, wie WhatsApp & Co. bald ohne Funkmast funktionieren und wann wir in Deutschland damit rechnen dürfen.
Der Durchbruch in UK: WhatsApp via Starlink
Der britische Anbieter Virgin Media O2 hat in Kooperation mit Elon Musks SpaceX (Starlink) den ersten „Satellite-to-Mobile“-Dienst in Europa gestartet.
Das Besondere daran: Ihr braucht keine klobige Satellitenschüssel mehr. Ein ganz normales, kompatibles Smartphone reicht aus, um sich direkt mit den Satelliten im niedrigen Erdorbit zu verbinden.
- Preis: Ca. 3 Pfund (etwa 3,60 €) pro Monat zusätzlich.
- Funktionen: Textnachrichten, WhatsApp, Facebook Messenger und Standortdienste.
- Hardware: Aktuell primär für die neuesten Samsung-Geräte verfügbar.
- Abdeckung: Erhöht die Netzabdeckung in UK schlagartig auf fast 95 % der Landesfläche.

Wann kommt der Satelliten-Check nach Deutschland?
Die gute Nachricht: Die deutschen Netzbetreiber schlafen nicht. Tatsächlich wird im Hintergrund bereits fleißig an Kooperationen geschraubt, damit auch ihr bald im tiefsten Schwarzwald oder auf der Zugspitze erreichbar seid.
Die aktuelle Lage in Deutschland:
- Telekom:
Testet bereits intensiv mit SpaceX und Google (Pixel-Modelle). Ein offizieller Starttermin steht noch aus, wird aber für 2026 erwartet. - Vodafone:
Setzt auf den Partner AST SpaceMobile. Hier gab es bereits erste erfolgreiche Tests für Videotelefonie via Satellit mit ganz normalen Handys. - O2 Telefónica Deutschland:
Da die britische Schwester gerade den Vorreiter spielt, ist es sehr wahrscheinlich, dass O2 Deutschland hier zeitnah nachzieht.
Welche Handys sind „Space-ready“?
Nicht jedes alte Handy kann mit den Satelliten flüstern. Ihr braucht ein Gerät mit einem modernen Chipsatz, der die sogenannten 5G-NTN-Protokolle (Non-Terrestrial Networks) unterstützt.
Diese Modelle sind vorne mit dabei:
- Samsung:
Ab der Galaxy S24-Serie (und natürlich das neue S25). - Google:
Das Pixel 9 und Pixel 10 unterstützen bereits satellitengestützte SOS-Funktionen. - Apple:
Ab dem iPhone 14 (bisher nur für Notrufe, aber die Hardware kann mehr).

Fazit: Braucht man das wirklich?
Für den Stadtalltag ist Satelliten-Mobilfunk Spielerei. Aber für Wanderer, Segler oder Bewohner ländlicher Regionen, in denen der Netzausbau seit Jahren stockt, ist es ein echter Gamechanger.
Wenn der Preis in Deutschland ähnlich attraktiv wie in UK ausfällt, ist es die perfekte „Versicherung“ für den nächsten Outdoor-Trip.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
- 🛰️ Brauche ich für Satelliten-Empfang freie Sicht zum Himmel?
- Ja, für eine stabile Verbindung zum Satelliten solltet ihr euch im Freien befinden. In dichten Gebäuden oder tiefen Kellern funktioniert die Technik bisher nicht.
- 💰 Wird das in Deutschland teurer als in UK?
- Genaue Preise gibt es noch nicht, aber Experten rechnen mit ähnlichen Preisen zwischen 3 € und 7 € pro Monat als Zusatzoption zum bestehenden Vertrag.
- 🚀 Kann ich damit auch Netflix im Wald streamen?
- Aktuell ist die Bandbreite noch begrenzt. Textnachrichten und Google Maps funktionieren gut, für hochauflösendes Video-Streaming reicht die Kapazität der Satelliten momentan noch nicht aus.
- 🔋 Zieht die Satelliten-Suche viel Akku?
- Ja, die Kommunikation mit einem Satelliten in hunderten Kilometern Höhe erfordert mehr Energie als die Verbindung zum Funkmast um die Ecke. Nutzt den Dienst also am besten nur, wenn ihr ihn wirklich braucht.
-
1. Launch in Großbritannien (Virgin Media O2 & Starlink)
- Virgin Media O2 Newsroom: „Virgin Media O2 becomes the first UK mobile network to switch on direct-to-device satellite connectivity“ (Februar 2026).
- Reuters: „UK’s O2 launches Europe’s first smartphone satellite service“ (Originalbericht zur Kooperation mit SpaceX/Starlink).
2. Vodafone & AST SpaceMobile (Zentrum in Deutschland)
- Vodafone Group Press: „Vodafone and AST SpaceMobile select Germany for European Sovereign Satellite Operations Centre“ (November 2025).
- ComputerBase: „Deutschland wird Betriebszentrum für Satelliten-Netzwerk“ (Zusammenfassung der Pläne für Videoanrufe via Satellit).
3. Telekom & Google (SMS via Satellit)
- Telekom Medieninformation: „Telekom und Google testen erfolgreich SMS über Satellit auf Google Pixel 9“ (März 2025).
- Connect Magazin: „SMS über Satellit: Telekom und Google testen Direct-to-Handset-Dienst“.
4. Geräte & Hardware (Samsung, Qualcomm & Apple)
- Android Authority: „How satellite SOS works on the Galaxy S25 series“ (Februar 2025).
- Qualcomm News: Bestätigung der Snapdragon 8 Elite Funktionen für Satelliten-Konnektivität (Snapdragon Satellite).
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Klingt nach einem interessanten Feature für die genannten Zielgruppen.
In jedem Fall wird das die Zukunft denke ich.
Finde ich eine geniale Option! Wir sind oft campen und wandern. Wenn sich das per Multi-SIM ins Smartphone integrieren lässt, wäre ich auf jeden Fall Kunde.