American Express: Die 11 besten Insider-Tipps für deinen Freiflug (auch Business-/First-Class möglich)

Du hast dir also eine American Express Kreditkarte gegönnt – herzlichen Glückwunsch dazu. Wieso ich die American Express Gold selbst besitze und unser Leser Florian damit einen Freiflug in der First Class ergattern konnte, möchte ich hier zeigen – das Beste daran: Du kannst das auch und es ist gar nicht schwierig. Wer eine Goldkarte hat, hat das komplette erste Jahr kostenfrei, um die Vorzüge der AMEX Gold zu testen- und ich möchte dir hier ein paar echte Insider-Tipps und Tricks mitgeben, wie du die Karte optimal einsetzt und deinem (fast) kostenlosen Freiflug (auf Wunsch sogar in Business- oder First-Class) viele Schritte näher kommst. Dabei gibt es nämlich einige Geheimtipps, die man als Otto-Normal-Nutzer sicherlich nicht alle auf dem Schirm hat 🙂

American Express Gold Kreditkarte

Die AMEX Gold war für mich die perfekte Einstiegsdroge ins Punkte sammeln, da sie im ersten Jahr komplett kostenlos ist, dennoch aber eine große Menge an Features mitbringt. Ab dem zweiten Jahr kostet sie übrigens 140€ (oder 12€ pro Monat), aber auch hier gibt es einen Insider-Trick (s. Tipp #5), um die Gebühren auf Null zu senken. Die Goldkarte war zudem erst kürzlich TESTSIEGER Beste Meilenkreditkarte (handelsblatt.com, 04.05.2018). Ver Vollständigkeit halber hier eine Übersicht der verschiedenen American Express Kreditkarten.

Versicherungspaket inklusive

  • Reiserücktrittskosten-Versicherung bei Stornierungen durch Krankheit
  • Auslandsreise-Krankenversicherung für medizinische Hilfe im Ausland
  • Reisekomfort-Versicherung bei Flug- oder Gepäckverspätungen
  • Europaweiter Kfz-Schutzbrief bei Pannen im In- und Ausland
  • Verkehrsmittel-Unfallversicherung bei Invalidität oder Todesfall

Weitere Premiumkonditionen

  • Bonusprogramm Membership Rewards inklusive (Jeder Euro = 1 Punkt) *noch besser mit Turbo*
  • Ausgewählte Sonderkonditionen bei Sixt, für die Golf Fee Card
  • Vergünstigste Gebühr für Priority Pass für mehr als 850 Airport VIP Lounges
  • Fahrzeug Assistance bei Pannen: Kostenübernahme von Reparatur, Abschleppen usw.

Preise/Konditionen

  • kostenlos im 1. Jahr (danach 140€ Jahresgebühr oder 12€ pro Monat)
  • 2% Fremdwährungsgebühr
  • 4% Bargeld-Abhebungsgebühr (mind. 5€)

Weitere Informationen im Preis-/Leistungsverzeichnis (PDF).

Insider-Tipp #1: Mit den „Membership Rewards“ vertraut machen

Tipp Beim Membership Reward Programm gibt es pro umgesetztem Euro eine Rückvergütung namens Membership Reward (MR).

Der erste Schritt in Richtung Freiflug bzw. Meilen sammeln geht über das AMEX „MR“ Programm. „Membership Rewards“ – so nennt sich nämlich das Vorteilsprogramm (Treueprogramm) der American Express Kreditkarten. Ihr kennt das Konzept sicherlich von Payback, im Prinzip geht es dabei um Rückvergütungen. Sobald ihr im Besitz der AMEX Gold seid, seid ihr automatisch für das Membership Reward Programm angemeldet, es kostet für Goldkartenbesitzer keine Gebühren.

Ihr sammelt durch den Einsatz eurer Karte (und das Freunde Werben) Punkte (die sich Membership Rewards, oder kurz MR nennen). Diese Punkte könnt ihr später in Amazon.de Gutscheine, Sachprämien oder Flug/Hotelprämien eintauschen. Die Membership Rewards Punkte haben glücklicherweise im Gegensatz zu anderen Vorteilsprogrammen kein Verfallsdatum, laufen also nicht ab. Solltet ihr die Karte aber schließen/kündigen, dann verfallen die Punkte natürlich.

Als besonderes Highlight dient der Transfer eurer MR zu Payback oder zu verschiedenen Airlines (s. Insider-Tipp #7). So bekommt ihr z.B. die Punkte meistens in dem Faktor 5:4 zu einer Airline transferiert (5 Membership Rewards entsprechen dabei 4 Meilen) oder im Verhältnis 2:1 zu Payback. Mit euren MR könnt ihr dann nach dem Transfer günstige Hotelzimmer, Upgrades oder Business-/First Class Flüge buchen. So konnte ich mir bereits für 100€ Steuern+Gebühren einen Business Class Flug nach New York City sichern mit Singapore Airlines im Airbus A380. Ihr könnt eure MR aber auch zu Payback und weiter zu Miles&More transferieren – mehr dazu unten.

Zum Membership Rewards Programm

Insider-Tipp #2: Turbo-Programm nutzen

Tipp Beim Turbo-Programm bekommt ihr 50% mehr Punkte, also 1,5 Punkte für jeden Euro.

Nach der Aktivierung eurer Kreditkarte und noch vor dem ersten Umsatz solltet ihr zum Telefonhörer greifen und die AMEX Hotline (s. unten) anrufen. Dort sagt ihr, dass ihr eure Kreditkarte gerne für den „Membership Rewards Punkteturbo“ freischalten lassen möchtet.

Was ist der Membership Rewards Turbo?

Für jeden Einkauf mit der AMEX Gold Karte bekommt ihr standardmäßig pro 1€ Umsatz eine Gutschrift von 1 Membership Reward (1€ = 1 MR). Es gibt allerdings noch einen recht unbekannten Geheimtrick, der von AMEX nirgendwo offiziell beworben wird, aber problemlos möglich ist: Denn registriert ihr euch vorher noch für das Membership Rewards Turbo-Programm, dann gibt es sogar 1,5 Punkte für jeden €. Der Rewards Turbo kostet 15€ pro Jahr

Ab wann lohnt sich der MR Turbo?

Man kann den Wert eines Punktes ganz grob mit 1 Cent abschätzen (mehr dazu in Tipp #11). Meiner Meinung nach ist ein Punkt aber deutlich mehr wert, wenn man ihn geschickt einsetzt (Stichwort: Airline-Transfer). Wenn wir aber mit einem Cent rechnen, lohnt sich der Einsatz der 15€ Gebühr für den Punkteturbo schon ab einem jährlichen Kreditkartenumsatz von 3.000€ – damit bekommt ihr dann nämlich 4.500 Membership Rewards. Allerdings kann man mit dem Turbo maximal 20.000 Extrapunkte (die wären bei 40.000€ Umsatz pro Jahr erreicht) sammeln. Darüber hinaus gibt es wieder 1 Punkte pro 1€ Umsatz, bis das nächste Turbo-Jahr beginnt.

So nehmt ihr am Rewards Turbo teil

  1. Voraussetzung: Eine American Express Karte mit Teilnahme am Membership Rewards Programm
  2. American Express Hotline anrufen (ggf. mit einem Mitarbeiter von Membership Rewards verbinden lassen)
    • Deutschland (Durchwahl zum Rewards Service): 069 9797 – 1515
    • Österreich: 0800 900 900
  3. Wunsch auf Teilnahme am Turboprogramm nennen

Das ganze dauert nur wenige Minuten, ihr bekommt dann noch eine Bestätigung und schon kann es mit dem 1,5-fachen Punktesammeln losgehen. Die Kündigung muss übrigens schriftlich erfolgen (Fax an +49 69 9797 – 1500). Im Internet gibt es bei unseren österreichischen Freunden ein PDF mit den Bedingungen zum Turboprogramm, auf den deutschen Seiten habe ich dazu keine Infos gefunden, die Bedingungen sind aber die gleichen.

Insider-Tipp #3: Vieeeel Umsatz machen

Tipp Mit aktiviertem Rewards-Turbo macht jede Kreditkartenzahlung Spaß 🙂 Zahlt alles was geht mit eurer AMEX Gold

Jetzt gilt es, so viel Umsatz wie möglich mit der Kreditkarte zu machen. Hinterlegt die Karte in euren Online-Shopping Accounts, bezahlt bei euren lokalen Supermärkten mit Kreditkarte und habt sie auch an der Tankstelle immer parat – da wo die großen Umsätze anfallen. Dass ihr den nächsten Urlaub mit der AMEX Gold bezahlt, versteht sich von selbst. Bezahlt, wo immer möglich, mit der Kreditkarte. Ein paar Möglichkeiten, wo American Express akzeptiert wird:

Akzeptanz der American Express Kreditkarten

  • Online: Amazon (einfach als Zahlungsmittel hinterlegen), OTTO, Zalando, MEdia Markt, Saturn, Cyberport, Conrad, H&M…
  • Supermärkte: REWE, Denns Bio, Rossmann, tegut, Marktkauf, Wasgau, ALDI Süd + Nord, Netto
  • Tankstellen: ARAL, Esso, Jet, OMV, Total, AVIA
  • Drogerie: dm Drogeriemarkt
  • Restaurants: Nordsee, KFC, McDonalds
  • Shopping: Dänisches Bettenlager, H&M, Depot, Deichmann, New Yorker, Galeria Kaufhof, C&A
  • Travel: Einige Taxibetriebe, viele Hotels

Disclaimer: Nicht jede Filiale/Niederlassung der hier genannten Unternehmen/Ketten muss zwangsläufig American Express akzeptieren.

Habt eure Kreditkarte immer dabei und fragt überall nach Zahlungsmöglichkeiten. So werden auch mehr und mehr Betriebe dafür sensibilisiert, AMEX ggf. zukünftig zu akzeptieren, sollte das nicht der Fall sein. Insbesondere große Reisen, Hotelübernachtungen und Urlaube bezahlt ihr ab sofort sowieso nur noch mit der AMEX Gold, denn erstens bekommt ihr für viel Umsatz mit dem Punkte-Turbo noch mehr Punkte gutgeschrieben und zweitens habt ihr ja noch die ganzen Versicherungsleistungen für eure Buchungen mit am Start

Insider-Tipp #4: Freunde werben und Rewards sammeln

Tipp Bekommt fette 15.000 Membership Rewards für eine Freundschaftswerbung! Spread the love. Das Gute: Auch der Geworbene bekommt mit ein wenig Umsatz 15.000 MR und die Karte ist im ersten Jahr kostenlos und kann jederzeit gekündigt werden!

Begeistert eure Freunde für die American Express Goldkarte. Eure Freunde gehen kein Risiko ein, denn im kompletten ersten Jahr ist die Karte kostenlos – und eine Kündigung ist jederzeit möglich. Obendrauf bekommen eure Freunde, wenn sie innerhalb der ersten 3 Monate 1.000€ Umsatz schaffen, 15.000 MR als Startguthaben geschenkt. Erzählt ihnen, was sie damit anstellen können, denn:

Das Beste: Für jeden geworbenen Freund bekommt auch ihr ihr auf einen Schlag 15.000 Membership Rewards geschenkt. Das ist richtig genial, denn damit kann man einiges anstellen. Ich werbe euch direkt mal gerne:

Update Einfach über diesen Link (Hinweis: Link klicken, „andere Karte auswählen“, dann „Die Gold Card“ wählen) registrieren, dann bekommt ihr 15.000 Membership Rewards geschenkt (entspricht einem 75€ Amazon.de Gutschein). Voraussetzung: Mindestumsatz von 1.000€ innerhalb der ersten 3 Monate.

15.000 MR sichern

Insider-Tipp #5: Jahresgebühr auf Null reduzieren

Tipp Viel bringt viel: Ab 10.000€ Umsatz könnt ihr um Erstattung der Jahresgebühr von 140€ bitten.

Versucht, sofern möglich, über 10.000€ Umsatz pro Jahr mit der Kreditkarte zu kommen. Einerseits bekommt ihr dann mit Turbo 15.000 MR dafür – andererseits gibt es einen weiteren schlecht dokumentierten aber durchaus realisierbaren Geheimtrick: Ihr könnt per Hotline um Freistellung der Jahresgebühr (bzw. Rückerstattung) bitten, wenn ihr diese magische Grenze erreicht habt. Dies ist allerdings nur eine Kulanzleistung von American Express und kann nicht garantiert werden. AMEX prüft eure Umsätze nach internen Richtlinien und wird euch dann hoffentlich grünes Licht geben und die 140€ (ggf. auch teilweise) erstatten. Macht euch aber sicherheitshalber mal auf ein kleines Gespräch an der Hotline bereit – bei mir hat es aber problemlos funktioniert, ich war aber auch deutlich über der Grenze.

  • American Express Hotline anrufen
    • Deutschland: 069 9797 – 1000
    • Österreich: 0800 900 900

Insider-Tipp #6: Parallel Payback nutzen

Tipp Noch mehr Punkte sammeln: Bezahlt mit der AMEX Gold und nutzt zusätzlich eure Payback-Karte. Die beiden ergänzen sich perfekt und deren Punkte können am Ende sogar kombiniert und gemeinsam eingelöst werden.

Parallel zur Nutzung der AMEX Gold macht es Sinn, bei Einkäufen im Supermarkt (und auch online) eure Paybackkarte vorzuzeigen. Wie wir später noch sehen werden, könnt ihr auch Payback-Punkte in Meilen umwandeln und sammelt mit dieser Kombination sogar doppelt: Bezahlt ihr bspw. im Supermarkt einen 100€ teuren REWE-Einkauf mit eurer AMEX Kreditkarte und legt dabei gleichzeitig noch eure Paybackkarte vor, so bekommt ihr (mit Punkteturbo) dafür 150 Membership Rewards und 50 Payback Punkte.

Die Anzahl der PayBack-Punkte hängt vom jeweiligen PayBack-Partner ab. Bei Rewe erhaltet ihr für einen Einkaufswert von 2€ je einen Punkt. Bei DM bekommt ihr hingegen schon für einen Euro einen Punkt. Bei Aral erhaltet ihr pro 2 Liter einen Punkt.

Bei REWE & Co gibt es aber auch ganz oft Multiplikator-Coupons, die ihr entweder auf Papier bekommt oder per App aktivieren könnt (eCoupons). So gibt es bspw. nicht selten 10-fach REWE Coupons, die euch weitere Extra-Punkte obendrauf sichern. Für euren Einkauf sammelt ihr somit weitere wertvolle Paybackpunkte (= Meilen bei Miles&More). Payback ergänzt sich somit perfekt mit den Membership Rewards, denn diese könnt ihr auch in Payback Punkte umwandeln und dann zu Miles&More transferieren – so kommt ihr mit jedem Einkauf gleich doppelt so schnell an euer Ziel!

Schnelle Tricks für Meilen & Payback Punkte

Payback Booster – auf einen Schlag tausende Payback Punkte/Meilen

Wie wir später noch sehen werden, ist der generelle Wert eines Payback Punktes mit einem Cent gleichzusetzen, beim Einsatz in Meilen aber sogar 3-8 Cent. Sollten euch nun noch ein paar Meilen für euren Flug fehlen, ihr aber demnächst buchen wollt, lohnt es sich daher, Meilen zu „kaufen“. Das kann man sehr günstig über Zeitschriften-Abos tun: Ihr kennt diese Abos, bei denen ihr über Dealdoktor meist einen BestChoice Gutschein dazu kommt – alternativ könnt ihr euch oft nämlich auch für Payback Punkte entscheiden. So könnt ihr mehrere zig-tausend Payback Punkte für um einen Cent kaufen – alles was unter 1,50-2 Cent pro Payback Punkt liegt, ist dabei ein Schnäppchen. Anbei ein paar Beispiele:

Andere Wege für schnelle Payback Punkte bzw. Meilen gehen über Kreditkarten

Insider-Tipp #7: MR zu Airlines übertragen

Tipp Ihr könnt eure Membership Rewards von American Express zu Vielflieger-/Treueprogrammen vieler Airlines und Hotelketten übertragen – und zwar kostenlos. Eure MR bekommen dadurch einen vielfachen Wert.

Egal mit welcher Airline ihr fliegt, American Express hat mit dem Membersship Reward Programm eines der umfänglichsten Transferprogramme weltweit geschaffen. So könnt ihr eure Punkte  zu den Vielfliegerprogrammen fast aller Airlines übertragen und zusätzlich auch eine ganze Reihe von Hotelketten (Hilton, Radisson, Marriott, Ritz-Carlton, Starwood) mitnehmen. Hinter diesen Marken verbergen sich tausende von (Luxus-)Hotels weltweit.

Egal ob zu Airlines oder Hotelketten: Sind die Punkte transferiert, dann sind sie in der Regel 12-36 Monate lang einlösbar. Ihr solltet also am besten die Punkte erst transferieren, wenn ihr wisst, wie viele Punkte ihr benötigt.

Der Transfer ist von American Express zu den folgenden Vielfliegerprogrammen möglich:

  • Alitalia MilleMiglia – lohnt sich z.B. für innereuropäische Flüge oder Business Class Flüge
  • Asia Miles – lohnt sich z.B. für Flüge nach Asien, Cathay Pacific Airways als eine der weltbesten Airlines ist hier Mitglied
  • British Airways Executive Club (Avios) – lohnt sich besonders für Flüge über London oder in die USA
  • Delta SkyMiles – lohnt sich besonders für Flüge innerhalb der USA
  • Emirates Skywards – lohnt sich besonders für Flüge über das Drehkreuz Dubai
  • Etihad Guest – lohnt sich besonders für Flüge über das Drehkreuz Abu Dhabi
  • Finnair Plus – lohnt sich z.B. für innereuropäische Flüge
  • Flying Blue – lohnt sich z.B. für innereuropäische Flüge und Flüge in die USA, z.B. mit AirFrance über Paris oder KLM über Amsterdam
  • Iberia Plus – lohnt sich z.B. für innereuropäische Flüge und Flüge in die USA
  • Qatar Privilege Club – lohnt sich für Flüge nach/über Qatar (VAE). Beste Business Class der Welt
  • SAS EuroBonus – lohnt sich für Flüge innerhalb Europas
  • Singapore KrisFlyer – lohnt sich besonders für Flüge nach Asien oder in die USA

Im Schnitt dauert ein Transfer zwischen 3-5 Tagen und kann nicht widerrufen werden.

MR Punktetransfer

Insider-Tipp #8: MR -> Payback -> Miles & More

Tipp Ihr könnt eure Membership Rewards von American Express zu Payback (Verhältnis 2:1) und von Payback zu Miles&More (Verhältnis 1:1) transferieren.

Wusstet ihr eigentlich, dass Payback zur American Express Gruppe gehört? Payback habt ihr sicherlich bereits gehört oder seid ggf. sogar selbst fleißige Sammler. Ein Payback-Punkt entspricht dabei generell einem Cent – ein Payback-Punkt kann aber vieeeeel mehr als nur 1 Cent wert sein. Daher auch hier mein Tipp: Nutzt eure Paybackpunkte nicht, um Pfannen zu kaufen oder Supermarkteinkäufe damit zu begleichen.

Ihr könnt nämlich eure Membership Rewards zu Payback schieben und bekommt dabei für 2 MR -> 1 Payback-Punkt.  Eure Payback-Punkte wiederum könnt ihr auch 1:1 zum Vielfliegerprogramm Miles&More transferieren. So wird aus 1 Payback Punkt -> 1 Meile (M). Dort habt ihr dann genau die Punktzahl, die ihr vorher bei Payback hattet, an Meilen – und diese könnt ihr wiederum für Business Class Flüge einlösen, z.B. geht es bei den aktuellen Meilenschnäppchen im September 2018 für 55.000M in die USA.

Lufthansa Meilenschnäppchen

Membership Rewards: Transfer zu Payback

Über den MR Punktetransfer lassen sich die Membership Rewards auch indirekt zu Miles & More umwandeln. Das geht aber nur über den Umweg Payback, denn ihr könnt eure Membership Rewards im Verhältnis 2:1 in Payback Punkte und die dann wieder 1:1 in Miles & More umwandeln. So habt ihr zwar ein nicht ganz so gutes Verhältnis als bei den anderen Meilenprogrammen, aber wenn ihr ohnehin bei Miles & More aktiv seid und dort Punkte sammelt, kann dieser Weg durchaus Sinn machen, da es eben mit Payback-Punkten kombinierbar ist.

Im Endeffekt könnt ihr über diesem Umweg sogar mehr Meilen für Miles & More sammeln als mit den hauseigenen offiziellen Miles & More Kreditkarten – vorausgesetzt ihr nehmt wie oben beschrieben am Turbo Programm teil! Wieso? Das erkläre ich euch in Insider-Trick Nummer 8. 🙂 Hier könnt ihr den Payback Punktetransfer anstoßen. Nach 2 Werktagen sollte der Transfer von American Express zu Payback abgeschlossen sein

MR zu Payback

Payback-Punkte: Transfer zu Miles and More

Der Übertrag von Payback zu Miles & More erfolgt 1:1, also ohne (weiteren) Punkteverlust. Die Umwandlung kann über ein Meilen-Abo zweimal im Jahr (Anfang März und Anfang September) automatisiert übertragen werden oder aber ihr übertragt nur bei Bedarf. So oder so müsst ihr mindestens 200 Punkte übertragen. Ab und zu gibt es auch Angebote, bei denen ihr einen prozentualen Bonus beim Übertrag von Payback zu M&M bekommt, z.B. 10% Bonus ab 4.000 übertragenen Puntken (man würde dann 4.400 Meilen bekommen). Die letzte Aktion dieser Art fand im März 2018 statt – es lohnt sich also ggf. zu warten.

Hier könnt ihr den Transfer anstoßen:

Payback-Punkte zu Miles & More

Insider-Tipp #9: Wieso AMEX Gold die M&M Gold toppt

Tipp Verrückt aber wahr: Mit der AMEX Gold könnt ihr mehr Miles & More Meilen sammeln, als es mit der Miles & More Gold (für Privatkunden) möglich ist.

Zu den besten Kreditkarten für Meilensammler gesellt sich neben der American Express Gold Karte auch die Miles & More Gold (bzw. Gold Business). Die Karte ist unerlässlich für alle, die ihre Meilen nach 36 Monaten nicht verlieren möchten, denn mit der Karte habt ihr unbegrenzte Gültigkeit der Meilen. In einer aktuellen Sonderaktion gibt es übrigens 15.000 Meilen als Willkommensbonus geschenkt.

Während die AMEX Gold ab dem 2. Jahr aber 140€ kostet, schlägt die M&M Gold „nur“ mit 110€ zu Buche. Warum die AMEX Gold dennoch besser ist, als die M&M Gold für Privatkunden, erkläre ich euch nachfolgend. Kleiner Hinweis am Rande: Die M&M Gold für Selbständige ist allerdings noch besser, wenn es um das Sammeln von Miles&More geht

Mehr Meilen mit der AMEX Gold

Über die Miles & More Goldkarte bekommt ihr als Privatkunden 1 Meile pro 2€ Umsatz. Mit der AMEX Gold und aktiviertem Punkteturbo bekommt ihr 1,5MR pro 1€ Umsatz. Die MR könnt ihr aber wie bereits erwähnt auch über den Umweg Payback zu Miles & More übertragen. Dabei sieht der Weg so aus:

  • AMEX Gold mit Punkteturbo: 1€ Umsatz ==> 1,5 MR ==> 0,75 Payback-Punkte ==> 0,75 Miles & More Meilen

Damit bekommt man bei der AMEX Gold mit Turbo am Ende mehr Meilen raus, als mit der M&M Gold für Privatkunden:

  • Miles & More Gold (Privatkunden):  1€ Umsatz ==> 0,5 Miles & More Meilen

Umgeschlagen ist aber die M&M Gold für Freiberufler und Selbständige (faktisch alle mit Gewerbeschein):

  • Miles & More Gold (Selbständige):  1€ Umsatz ==> 1 Miles & More Meilen

Am Ende bekommt ist also die M&M Goldkarte für Selbständige durchaus eine sinnvolle Ergänzung zur AMEX Gold, die Karte für Privatkunden schneidet leider schlechter ab als die AMEX Gold mit Punkteturbo, weswegen ich als Privatkunde stets die AMEX Gold bevorzugen würde.

M&M Gold (Privatkunden)

M&M Gold (Business)

Insider-Tipp #10: Wieso die M&M Gold dennoch Sinn macht

Tipp M&M Gold + Revolut: Zwei weitere Partner, die sich zum Meilensammeln perfekt ergänzen. Revolut Konto mit M&M Kreditkarte aufladen und davon Miete & Co bezahlen.

Revolut card _ app

Zugegeben, dieser Tipp geht schon sehr tief in die Materie rein. Über Revolut hatten wir ja kürzlich erst geschrieben, es ist ein FinTech Startup vergleichbar mit N26 und Fokus auf Mobile Banking. Der Clou des Kontos ist, dass es – ganz salopp gesagt – eine Art Prepaid Girokonto ist, ihr bekommt also eine normale IBAN und könnt aber nur das ausgeben, was ihr dort vorher aufgeladen habt. Aufladen könnt ihr das Konto über verschiedene Wege – eine Möglichkeit ist das Aufladen mit einer VISA- oder Mastercard Kreditkarte. Und genau hier kommt eure M&M Gold ins Spiel, denn so könnt ihr sogar alle Ausgaben indirekt per Kreditkarte begleichen, die normalerweise nur per Lastschrift zu bezahlen sind. Dazu gehört z.B. auch Miete, Strom, Gas & Co.

Revolut kostenlos eröffnen

Insider-Tipp #11: Was ist ein Membership Reward wert?

Tipp Membership Rewards und Payback Punkte niemals für (Kino-, Amazon,- Kaufhof-, …) Gutscheine einlösen, sondern zu Vielfliegerprogrammen oder Hotel-Treueprogrammen übertragen und somit ihren Wert vervielfachen (3x – 8x)

Sowohl Membership Rewards als auch Payback Punkte haben bekanntermaßen keinen festen Wert. Es kommt immer darauf an, für was man sie einlöst.

Wie viel ist ein Payback Punkt wert?

Bei Payback Punkten wird allgemein hin mit 1c pro 1 Payback Punkt gerechnet. Viele nehmen bspw. ihre Payback Punkte und lösen sie beim nächsten Supermarkt-Einkauf an der Kasse ein – und bekommen dann den Einkauf entsprechend günstiger. Dabei hat dann ein Punkt den Wert eines Cents. Auch im Payback Prämienshop sieht das nicht viel besser aus. Ein WMF Messerblock für 5.999P, also knapp 60€ – so viel kostet das Ding auch etwa im Preisvergleich. WMF Wok Party 28 cm für 3.999P – oder 40€ im Preisvergleich. Taschen, Pfannen, Gutscheine, Koffer, Tupperware – alles etwa im Verhältnis 1:1.

Wie genial wäre es denn jetzt aber, wenn ihr für einen Payback Punkt nicht einen Gegenwert von einem Cent, sondern einen Gegenwert von 3-8 Cent bekommen würdet? Ihr hättet damit euer Guthaben auf einen Schlag vervielfältigt. Transferiert ihr eure Payback Punkte zu Miles & More und löst diese für Economy-, Business Class- oder sogar First-Class Flüge ein, so haben eure ehemaligen Payback Punkte in ihrem neuen Leben als Meile ihren Wert vervielfacht, denn gemessen an den Normalpreisen für z.B. einen Business Class Flug bekommt ihr hier einen riesigen Mehrwert.

Wie viel ist ein Membership Reward wert?

Auch eure MR könnt ihr direkt in Amazon- oder BestChoice-Gutscheine umtauschen. Das ist einfach und schnell und man kann sofort wieder konsumieren. So bekommt ihr beispielsweise für 5.000 MR einen 25€ Amazon.de Gutschein. Das entspricht einem Wert von 0,5 Cent pro MR. Ein denkbar schlechter Wert. Denn in die meisten Vielfliegerprogramme könnt ihr eure MR im Verhältnis 5:4 übertragen, das hieße aus 10.000 MR würden 8.000 Vielflieger-Meilen. Bei Delta ist das Verhältnis mit 3:2 etwas schlechter und bei Miles & More über den Umweg Payback leider nur bei 2:1 und damit noch etwas schlechter.

Habt ihr aber eure Punkte in einem Vielflieger Programm, sind sie ein Vielfaches Wert.

Beispiel 1: Business Class nach New York

Ich fliege im Dezember mit Singapore Airlines in der Business Class von Frankfurt nach New York. Der Flug würde mich normalerweise 1.495€ kosten:

Stattdessen habe ich 100.000 MR zum Vielfliegerprogramm von Singapore Airlines (KrisFlyer) übertragen und (nach Umrechnung im Verhältnis 5:4) dafür 80.000 KrisFlyer Meilen bekommen, mit denen ich den Flug komplett bezahlen konnte. Der Aufpreis an Steuern und Gebühren kostete nur rund 100€. Dividiere ich nun also die 1.495€ durch 80.000, so habe ich den Wert eines MR für meinen Fall: 1,87 Cent pro MR. Das ist fast eine Vervierfachung des Wertes gegenüber der Einlösung als Amazon-Gutschein.

Beispiel 2: First Class nach London

Unser Leser Florian schrieb uns: Er hat die AMEX Gold abgeschlossen durch eine Freundschaftswerbung und dafür 15.000 MR bekommen. Er gibt überdies für den Lebensunterhalt jeden Monat etwa 1.000€ über die Kreditkarte aus und sammelt so mit der Gold Card und dem Turboprogramm stattliche 18.000 Punkte pro Jahr. Darüber hinaus hat er seinen Vater für die American Express Gold Card geworben (s. Insider-Tipp #4) und nochmal 15.000 MR erhalten. Am Turbo-Programm (Insider-Tipp #2) nimmt er sowieso teil. Es ergibt sich für ihn also im ersten Jahr folgendes Bild:

15.000 MR + (1.000€ * 12 Monate * 1,5 (Turbo) = 18.000 MR) + 15.000 MR = 48.000 MR.

Das entspricht rund 225€ Amazon.de Guthaben oder eben 38.400 Flugmeilen, da er die Punkte wie oben beschrieben im Verhältnis 5:4 zu British Airways übertragen hat. Nun hat er noch ein wenig weiter gesammelt und sich später dann einen First Class Flug für 84.000 Punkte (+ 300€ Steuern) gegönnt, welcher regulär im Schnitt wahnsinnige 5.000€ kosten würde. Rechnen wir wie oben den Wert pro MR dafür aus, landen wir bei sagenhaften 5,95 Cent pro MR. Zum Vergleich:

Wichtig Das ist etwa 12x besser als die Einlösung in einen Amazon.de Gutschein

DealDoktor meint…

Wow… Das war vermutlich echt viel Input, aber ich muss sagen, seit ich mich tiefer ins Meilensammeln eingelesen habe und das mittlerweile auch lebe, macht mir jeder Samstagseinkauf und jeder Kreditkartenumsatz wieder Spaß. Ich weiß genau, dass ich auf ein Ziel hinarbeite und mir davon mal was gönnen kann – auch wenn man mal 2-3 Jahre sammelt, es muss ja nicht jedes Jahr ein Langstrecken-Business-Class-Flug sein :). Insbesondere die vielen Kombinationsmöglichkeiten (Membership Rewards + Turbo + Payback) und „Hintertürchen“ (M&M Kreditkarte + Revolut für Miete, Strom & Co) kosten zwar initialen Aufwand, machen aber langfristig Sinn.

Mit der American Express Gold habe ich für mich den perfekten Begleiter gefunden, zumal mit aktiviertem Turbo so sogar mehr Miles & More rumkommen als mit der hauseigenen Miles & More Kreditkarte für Privatkunden (bei Selbständigen gilt das nicht). Ein Nachteil ist, dass die Karte zwar offline nicht die gewohnte Akzeptanz von VISA und MasterCard hat, aber online kann man sie regelmäßig einsetzen und sich so die wertvollen Punkte sichern.

Ich bin überzeugter Meilensammler und habe ein kleines Hobby daraus gemacht. Wie seht ihr das? Zu viel Aufwand? Zu kompliziert? Oder steckt ihr auf tief drin und gönnt euch hier und da mal Freiflüge? Erzählt mir und der Community mal bitte von euren Erfahrungen und was ihr euch schon alles gönnen konntet.

Klaus45

24.09.2018, 19:05 Zitieren #

Sehr interessante Infos. Gerade mit der Meilennutzung. Nur der normale Sammler kündigt die goldene Amexco i.d.R. vor Ablauf des 1. Jahres. Mal eben so 100.000 MR bekommt man dann auch nicht so leicht zusammen. Gerade bei Kreuzfahrten und vielen Reiseveranstaltern geht Amexco nicht oder man zahlt einen saftigen Aufschlag, Den Bestpreis bekommt man dann nur per Lastschrift oder Überweisung. Alles schon erlebt.
Das mit den Business Class Flügen liest sich ganz nett aber den wirklich erhöhten Nutzen aus den MR oder umgewandelten paybacks hat man doch nur, wenn man sonst sowieso Business Class fliegt. Das Beispiel mit dem New York-Flug umfasst doch nur den Hinflug. Ich möchte aber auch zurück. Dann muss ich doch dann den teuren one-way-Flug in der Holzklasse beim Rückflug buchen, oder? Wenn man bedenkt, dass man für weniger als 300 Euro hin + zurück nach NY auch mit guten Airlines wie Lufthansa fliegen kann, so hat man bei dem Beispiel oben einen Weg in BC geflogen (100 Euro für Steuern/Geb.) und zurück wieder in der Holzklasse oneway vielleicht 500 Euro bezahlt. So hat der Trip doch in Summe 600 Euro gekostet. Doppelt soviel wie ein reguläres Holzklasseticket. OK, man ist hin dann sehr komfortabel und bequem geflogen, aber beim Rückflug holt einen die Realität wieder ein.

    DealDoktor

    25.09.2018, 10:50 Zitieren #

    @Klaus45:
    Bei den Lufthansa Meilenschnäppchen bekommst du z.B. aktuell für 55.000 Meilen Hin- und Rückflug in der Business Class in die USA (Miami, Chicago & Co). Ich find das ziemlich geil…

evafl21

02.10.2018, 14:55 Zitieren #

Interessante Einblicke, Danke!

Hubertus

02.10.2018, 15:02 Zitieren #

Noch ein kurzer Hinweis zum Kfz-Schutzbrief, den diese Karte beinhaltet:

Dieser greift nach den Vertragsbedingungen nur, wenn man ab 50 km vom Wohnort entfernt eine Panne hat, also auf Reisen ist!
Bei einer Panne in und um seinen Wohnort hilft dieser also nicht.
Daher sollte man einen zusätzlichen Kfz-Schutzbrief bei der Kfz-Versicherung besser nicht deswegen kündigen.

romek

02.10.2018, 15:52 Zitieren #

Hallo Deal Doktor,

toll Berichte. Ich bin auch anfänger. ich habe auch die Karte von Amex Gold und Planitum und M&M Gold .

Frage an dich: ich habe gestern 1x die transferwise über Miete und Co. bezahlt über M&M Gold Karte abgebucht. Vorteil ist die Deutsche Iban Nr. Hast du vielleicht vergessen zu berichten oder nicht bewusst? Bei revolut ist die Iban aus England!
revolut ist die Gebühr (glaube höher als ) Transferwiese. Glück,dass ich gestern umsonst gebühr bezahlt habe.

Gibt es auch M&M Gold für turbo Punkte?(Miles and More)

es wird immer verrückt mit Finanzen:-)

Was passiert,wenn die Empfänger zurück überwiest? oder Konto ist ungültig?

    DealDoktor

    05.10.2018, 18:32 Zitieren #

    @romek:
    Es gibt meines Wissens nach keinen Turbo bei M&M. Wenn zurück überwiesen wird oder eine Transaktion nicht zustande kommt, werden üblicherweise auch die Punkte wieder abgezogen

space1

11.10.2018, 10:07 Zitieren #

Hey 🙂 Super Seite! Ich habe vor ca. 4 Wochen die Platinum erhalten und musste feststellen, dass das MR-Turbo-Programm immer nur für eine Karte "freigeschaltet" ist. Um also in den "Genuß" der 1,5-fachen Punkte zu kommen, sofern man teilnimmt, reicht dann aber eine email über den Kundenkontakt, einige Tage später ist dann auch die zweite Karte freigeschaltet (immer inclusive der Zusatzkarten). Anrufen geht natürlich auch, ist dann schneller. Viel Spaß beim Sammeln!

Joche

11.10.2018, 21:33 Zitieren #

Sehr informativer Artikel, vielen Dank! Ich habe noch einige Frage:
Wieso sollte man als reine Punktekarte Gold nehmen und nicht grün?
Wieso sollte man M&M Golf und nicht einfach Amex Green mit Revolut – weil nur Visa oder Mastercard zum Aufladen geht?
Wie kommt die "neue" Amazon Prime Kreditkarte mit den verbesserten Punkten im Vergleich weg?
Vielen Dank, Jochen

krofisch

29.11.2018, 14:54 Zitieren # hilfreich

@DealDoktor:

Bitte Änderungen durch den Brexit evtl. einarbeiten:

Hallo …,

wir informieren Sie hiermit darüber, dass bestimmte Teile des europäischen Geschäfts von American Express zur Vorbereitung auf den Brexit von American Express Services Europe Limited (eine britische juristische Person) (AESEL) an American Express Europe S.A., eine spanische juristische Person und zugleich eine Tochtergesellschaft von AESEL, übertragen werden.

Infolgedessen ändert sich Ihr Kartenaussteller mit Wirkung ab dem 1. Februar 2019 von American Express Services Europe Limited, Zweigniederlassung Frankfurt am Main in American Express Europe S.A. (Germany branch). Es handelt sich lediglich um eine Änderung in der Person, die Ihr Vertragspartner ist und die Karte herausgibt. Sie können weiterhin Ihre bestehende(n) Karte(n) einsetzen. Auch Ihre Kartenleistungen bleiben ebenso wie die Art der Kontaktaufnahme zu uns unverändert.

Da diese Änderung zugleich eine Änderung der Mitgliedschaftsbedingungen (MGB) mit sich bringt, haben Sie die Möglichkeit, diese Änderung bis zum oben genannten geplanten Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens abzulehnen, indem Sie uns Ihre Ablehnung in Textform an unten genannte Adresse oder E-Mail-Adresse senden. Sie sind auch berechtigt, den Kreditkartenvertrag mit uns vor dem Wirksamwerden der Änderungen kostenfrei und fristlos zu kündigen. Ihre Zustimmung zu den Änderungen und der Vertragsübertragung auf die American Express Europe S.A. (Germany branch) gilt als erteilt, wenn Sie uns keine Ablehnung bis zu dem Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung mitteilen oder den Vertrag bis dahin nicht kündigen.

Eine Übersicht der wesentlichen Änderungen der MGB haben wir für Sie direkt nach diesem Anschreiben zusammengefasst. Wir haben in unseren MGB zugleich die Regelungen zur Begleichung von Bargeldauszahlungen an ATM sowie die Kündigungsklausel an die bestehenden Prozesse angepasst. Näheres hierzu ebenfalls unterhalb dieses Anschreibens.

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ZUSAMMENFASSUNG DER ÄNDERUNGEN

Die Wichtigen Hinweise für Verbraucher bei Vertragsabschlüssen im Fernabsatz und außerhalb von Geschäftsräumen sowie die Mitgliedschaftsbedingungen und Versicherungsbedingungen ändern sich daher ab dem 1. Februar 2019 in folgenden Punkten:

IDENTITÄT DES UNTERNEHMENS/LADUNGSFÄHIGE ANSCHRIFT:
American Express Europe S.A. (Germany branch)
Theodor-Heuss-Allee 112
60486 Frankfurt am Main
Registergericht Frankfurt am Main, HRB 112342
Geschäftsleitung Deutschland: Sonja Scott (Vorsitzende), Fabiana Mingrone
Telefon: 069 9797-1000, Telefax: 069 9797-1500
www.americanexpress.de

Zweigniederlassung einer Aktiengesellschaft (Sociedad Anónima) nach spanischem Recht mit Sitz in Madrid, Spanien, Registro Mercantil de la Provincia de Madrid, Hoja M-257407, Tomo 15348, Folio 204. Direktoren: Rafael Marquez Garcia (Vorsitzender), Carlos Carriedo de Maria y Campos, Juan Orti Ochoa de Ocáriz, Juan Castuera Perez, Tomás Fernandez Salido, Diego Rodriguez Sacristan.

American Express Europe S.A. hält eine Erlaubnis der Banco de España mit Sitz in Spanien zur Erbringung von Zahlungsdiensten gemäß den Vorschriften über die Erbringung von Zahlungsdiensten; Referenznummer 6.837.

Anstelle der in Teil 2, Ziffer 26 genannten Financial Conduct Authority (FCA) ist ab dem 1. Februar 2019 eine der zuständigen Aufsichtsbehörden die:
Banco de España
Calle Alcalá 48
28014 Madrid
Spanien
Telefon: +34 91 338 5000
Telefax: +34 91 531 0059
https://www.bde.es

Im Übrigen gilt:
Alle Verweise auf die American Express Services Europe Limited, Zweigniederlassung Frankfurt am Main, und auf ‚American Express‘, ‚wir‘, ‚uns‘ und ‚unsere‘ oder ähnliche Begriffe bezeichnen ab dem 1. Februar 2019 die American Express Europe S.A. (Germany branch).

Bei Fragen besuchen Sie bitte www.americanexpress.de/neueRechtsform

ÄNDERUNGEN MGB
Teil 2, Ziffer 22 der MGB (Beendigung Ihres Vertrages) wird im 2. Absatz dahingehend geändert, dass Sie zukünftig nicht mehr jederzeit, sondern nur noch mit einer Frist von einem Monat kündigen können.
Teil 2, Ziffer 2 der MGB (Bargeldauszahlung am ATM): Da der Prozess zur Begleichung der Bargeldauszahlung an ATM aus rechtlichen Gründen zum 27. März 2019 umgestellt wird und derartige Kartentransaktionen wie sonstige Kartentransaktionen auf der Abrechnung erscheinen, wird in dieser Ziffer 2 im Abschnitt a. der Unterpunkt IV. gestrichen. Abschnitt b. dieser Ziffer wird so weit gestrichen, dass nur noch der Unterpunkt II. sowie der generelle Hinweis am Ende von Abschnitt b. erhalten bleiben. Der Rest des Abschnitts b. entfällt.

VERSICHERUNGSBEDINGUNGEN
Außerdem möchten wir Ihnen mitteilen, dass Anfang dieses Jahres Chubb (der Anbieter der Versicherungsleistungen Ihrer Karte) die juristische Person auf die gleiche Weise geändert hat. Dies hat jedoch keine Folgen für die Versicherung, die wir Ihnen bereitstellen. Chubb wurde in eine Societas Europaea, die durch die Bestimmungen des französischen Versicherungsgesetzes geregelt wird, mit der Registrierungsnummer 450 327 374 RCS Nanterre umgewandelt und wird am 1. Januar 2019 nach Frankreich umziehen. Chubbs neue registrierte Adresse ist La Tour Carpe Diem, 31 Place des Corolles, Esplanade Nord, 92400 Courbevoie, Frankreich. Chubb wird von der Autorité de contrôle prudentiel et de résolution (ACPR) 4, Place de Budapest, CS 92459, 75436 PARIS CEDEX 09 beaufsichtigt. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite von Chubb chubb.com/Brexit. Zudem sind auch die Datenschutzinformationen der Versicherungsbedingungen angepasst worden. Diesbezüglich entnehmen Sie bitte ausführliche Datenschutz- und Auskunftsinformationen Ihren aktuellen Versicherungsbedingungen unter „Was gilt für den Datenschutz?“.

Unser Versicherungspartner AXA Assistance Deutschland GmbH ist umgezogen, und damit ändert sich sowohl die Adresse und die Fax-Nummer als auch Ihr telefonischer Kontakt für die Leistungsabteilung und 24-Stunden-Notrufzentrale. Bitte entnehmen Sie hierfür die Daten Ihren aktuellen Versicherungsbedingungen.

www.americanexpress.de/versicherungsbedingungen

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