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🏡 Miete, Strom und Gas mit Kreditkarte zahlen und Meilen/Punkte sammeln

Ob Meilen, Rewards, Cashback oder Punkte: Viele Kreditkarten ermöglichen mittlerweile das Sammeln von Treueboni durch deren Einsatz. Und da vor einiger Zeit in den Kommentaren das Thema aufkam, ob sich das Sammeln wirklich lohne, will ich hier mal aufzeigen, wie ich mit meiner Kreditkarte sogar die monatliche Miete bezahle und so ganz locker auf vierstellige Umsätze zum Punktesammeln komme.

Punkte/Meilen sammeln mit Kreditkarte: Lohnt sich das?

Meine Meinung kurz und knapp: Ja, das lohnt sich absolut. Allerdings muss man natürlich auch hier entsprechend unterscheiden, um welche Kreditkarte es sich handelt und wie viel Geld monatlich man überhaupt ausgeben kann oder will, um Punkte oder Meilen zu sammeln.

Klar ist: Je mehr Geld man mit der Karte ausgibt, desto mehr Meilen/Punkte kann man sammeln. Freiberufler oder Gewerbetreibende haben es da einfacher, sie können z.B. Werbeausgaben für Google Ads oder Facebook einfach über eine Kreditkarte laufen lassen und sammeln so ganz einfach Punkte.

Privatpersonen können eigentlich nur die alltäglichen Einkäufe über Kreditkarte bezahlen – oder auf ein paar Tricks zurückgreifen, um so z.B. auch Abonnements oder sogar die Miete über Kreditkarte zu bezahlen 🙂

Welche Ausgaben kann ich per Kreditkarte zahlen?

Wir reden hier jetzt nicht von Restaurantbesuchen oder Supermarkteinkäufen. Wir denken größer! Wer eine Kreditkarte zum Punkte oder Meilen sammeln besitzt oder für Umsätze mit seiner Kreditkarte Cashback bekommt, der will natürlich möglichst viele der alltäglichen Umsätze auch über die Kreditkarte laufen lassen – schwierig wird es insbesondere da, wo man normalerweise per Überweisung oder SEPA-Lastschrift bezahlt – denn kein Vermieter oder Fitness-Studio wird sich Miete oder Monatsgebühren per Karte von euch holen – das geht nur über ein Girokonto.

Folgende Fixkosten hat man beispielsweise, die man leider zunächst mal nicht per Kreditkarte bezahlen kann:

  • 🏡 Miete – per Dauerauftrag/Überweisung an den Vermieter
  • 🔌 Strom – SEPA Lastschrift
  • 💥 Gas – SEPA Lastschrift
  • 💪 Fitness-Studio – SEPA Lastschrift oder Dauerauftrag
  • 📞 DSL/Telefon – SEPA Lastschrift
  • 🚑 Versicherungen – SEPA Lastschrift
  • 👨‍👩‍👦 Unterhaltszahlungen – Dauerauftrag/Überweisung an Ex-Partner
  • 💰 Sparpläne und ETFs – SEPA Lastschrift

Insbesondere Mieten von mehreren hundert oder sogar über 1.000€ schlagen natürlich voll rein, wenn man sie mit der Kreditkarte bezahlen könnte. Das funktioniert aber nur mit einem Trick und einem zusätzlichen Bankkonto, das ihr per Karte vorher aufladen müsst.

Trick #1: Miete mit Kreditkarte bezahlen

Konkret geht es darum, so viele Ausgaben wie möglich per Karte und nicht per Dauerauftrag, Überweisung oder Lastschrift zu zahlen. Solltet ihr eure Ausgaben optimieren wollen, kommt ihr um ein neues Girokonto wie das von Revolut nicht herum, von dem zukünftige Abbuchungen und Ausgaben dann stattfinden müssen. 

Das Revolut-Konto als Lösung

Revolut ist ein mobiles Banking-FinTech wie N26. Das kostenlose Revolut Girokonto bietet euch:

  • ein kostenloses digitales Girokonto
    • ✅ keine Schufaprüfung
    • 📱 nur per Banking-App bedienbar
  • ein Multiwährungskonto für den kostenlosen Währungsumtausch (keine Gebühr!)
  • optional eine Prepaid Kreditkarte für kostenloses Bezahlen (150 Währungen)

Revolut Konto holen

Der geniale Trick beim Revolut-Konto ist so einfach wie logisch:

Ihr könnt euer Revolut-Konto kostenlos per Kreditkarte aufladen, also quasi Geld von der Karte aufs Bankkonto einzahlen! Die Miete zahlt ihr dann einfach monatlich per Dauerauftrag vom Revolut Girokonto an eure Vermieter.

Das Aufladen funktioniert mit Mastercards und VISA Kreditkarten – leider nicht für American Express (Amex) Kreditkarten, ich habe da wirklich bereits sämtliche Tricks, auch per Umweg über Paypal, versucht 🙁 Das Aufladen ist kostenlos und geht mit einem Klick, dann (einmalig) Kartendaten angeben und ab dafür. Für die monatlichen Zahlungen dann einfach einen Dauerauftrag einrichten.

Miete per Kreditkarte mit Revolut [Klicken zum Vergrößern]

Und da ihr bei Revolut monatlich bis zu 200€ kostenlos abheben könnt, könnt ihr sogar nach entsprechenden Aufladungen auch am Geldautomaten wieder Geld abheben und somit sogar bei jedem Bierchen indirekt noch Punkte sammeln 😉

Kleine Nachteile

  • Revolut sitzt nicht in Deutschland und somit eine IBAN, die mit LT beginnt. Das könnte den ein oder anderen Arbeitgeber, Vermieter oder Fitness-Studio-Betreiber verwirren, wenn ihr euer Lastschriftmandat einreicht – aber die Funktionalität des Revolut-Kontos ist natürlich gegeben
  • Mit der Miles & More Business Kreditkarte, die doppelt so viele Meilen bringt wie die private, kann es bei der Aufladung mit Revolut zu Gebühren kommen. Das wird dir dann angezeigt, manchmal klappt es, manchmal nicht. Muss man ggf. mehrfach probieren oder eine private Karte einsetzen. Ich setze meine Hilton Honors Kreditkarte ein, sammle damit Hilton Hotelpunkte und habe keinerlei Gebühren beim Aufladen.

Trick #2: Geld per Paypal versenden

Dieser Trick klappt gottseidank auch mit Amex Karten!

Eine weitere Möglichkeit, eure Karte zu belasten, um damit Punkte zu sammeln ist Paypal. Bei Paypal könnt ihr Kreditkarten als Zahlungsmittel hinterlegen. Hinterlegt also einfach eine entsprechende Karte bei Paypal und wenn ihr jetzt mal wieder Freunden Geld schuldet, z.B. weil ihr einen gemeinsamen Urlaub geplant  habt und der Freund/die Freundin alles vorgestreckt hat, dann könnt ihr statt einer langweiligen Überweisung natürlich nun das Geld per Paypal senden und dabei einfach die passende Mastercard, VISA oder Amex belasten.

So geht ihr vor

Überprüft doch einfach mal eure Ausgaben auf die größten Posten. Einige Beispiele habe ich euch ja eingangs schon genannt, bei mir sind das z.B. ETF Sparpläne und Miete. Aber auch wer Unterhalt bezahlen muss, kann so wenigstens versuchen, das Positive aus der Sache rauszuziehen und dabei gleichzeitig Punkte sammeln. Shiftet eure kompleten Ausgaben auf euer Paypal- oder Revolut-Konto und lasst eure Lastschrifteinzüge über Revolut laufen bzw. befreundete Geldendungen über Paypal. So einfach ist das 🙂

Die Risiken

Ich will an dieser Stelle unbedingt noch auf die Risiken hinweisen, denn ich übernehme natürlich keinerlei Garantie für diese Vorgänge. Es ist sicherlich nicht im Sinne der Anbieter, dass Nutzer auf diesem Wege (übermäßig viele) Punkte oder Meilen generieren.

Natürlich ist es hochgradig verführerisch, monatliche tausende von Euro aufzuladen und sich das Geld zurück zu überweisen. Aber seid gewarnt: Revolut ist eine lizenzierte Bank und dementsprechend schnell sollten da die Alarmglocken angehen, wenn man es übertreibt. Die Konsequenzen wären dann z.B. gesperrte Kreditkarten oder gekündigte Konten (Revolut, Paypal).

Auch gilt es hier explizit zu sagen, dass ich diese Möglichkeiten nicht für alle Kreditkarten getestet habe. Ich zahle lediglich meine Miete und meinen ETF Sparplan mit Kreditkarte über den Revolut-Umweg. Hilton Honors und Miles & More haben bei mir schon wunderbar funktioniert, aber meine Miete ist auch nicht all zu üppig, die genannten Krditkarten kosten Geld und ich übertreibe es sicherlich auch nicht.

Kreditkarten zum Punkte sammeln

Vorab sollten wir mal klären, welche typischen Kreditkarten zum Punkte sammeln es gibt und welche Besonderheiten sie haben.

Kreditkarte Punkte-Art Einlösbar z.B. für… Verhältnis
Amazon VISA Kreditkarte (gibt es nicht mehr) Cashback Rabatte bei Amazon 3% Cashback bei Amazon (Prime), 0,5% außerhalb
Miles & More Kreditkarte (Mastercard) Meilen (Miles & More) Flüge, Hotels, Sachprämien 1€ = 1 Meile (Selbständige), 1€ = 0,5 Meilen (Privatkunden)
Hilton Honors VISA Kreditkarte Hilton Bonuspunkte Übernachtungen 1€ = 1 Punkt
American Express (Amex) Kreditkarten Membership Rewards Gutscheine, Flüge, Payback 1€ = 1 Membership Reward, mit Punkteturbo 1€ = 1,5 MR
Payback American Express (Amex) Kreditkarte Payback Punkte Geld, Haushaltsgüter 1€ = 0,5 Payback Punkte + Payback vom Händler

Es gibt hier natürlich noch viele weitere mögliche Kreditkarten zum Sammeln, welche nutzt ihr?

Trick #3: Fixkosten wie Miete mit American Express bezahlen (+ Gebühren)

Wer vor Gebühren nicht zurückschreckt, der kann seine Fixkosten auch über einen der folgenden Anbieter abwickeln. Das klappt auch mit American Express Kreditkarten, kostet aber leider um die 3% Gebühren.

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