Podcast: Die Jägerin – Eine wahre Geschichte der Journalistin Meron Estefanos aus Eritrea

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Dieses ist eine wahre Geschichte der Moderatorin und Journalistin Meron Estefanos. In einem Podcast versucht sie über Menschenhändler und libyschen Foltercamps zu informieren.

Es ist kein Hörspiel, wie Ihr es sonst von mir kennt. Aber das Thema hört sich so interessant an, dass ich es Euch vorstellen möchte.

Zitat:

Einer einzelnen Frau ist gelungen, woran die Weltgemeinschaft, bzw. mehrere Regierungen und Behörden, gescheitert sind. Die Journalistin Meron Estefanos hat mit unglaublicher Ausdauer und mit sehr viel Mut den Kampf gegen international agierende Menschenhändler aufgenommen und Erfolge erzielt.

Als die aus Eritrea stammende Radiomoderatorin 2011 das erste Mal von libyschen Foltercamps hört, ist sie entsetzt und überzeugt: Die Weltgemeinschaft muss von den Verbrechen erfahren und wird dann handeln. Afrikanische Flüchtlinge werden auf dem Weg nach Europa als Geiseln gehalten und misshandelt, um Lösegeld zu erpressen. Sie sendet die Berichte der Gefangenen im Radio, um Aufmerksamkeit für das Geschäft mit dem Leid zu bekommen, gibt der Polizei Hinweise. Doch die westlichen Regierungen und Behörden schweigen. Also beschließt sie, die Menschenhändler und Folterer selbst vor Gericht zu bringen. Und stellt fest: Die Mittelsmänner leben unbehelligt mitten in Europa, auch in Deutschland.

Ich hoffe, ich habe damit Euer Interesse geweckt. Es werden auch Originalaufnahmen abgespielt (mit Übersetzung)

Teil 1: Wie alles begann

https://download.deutschlandfunk.de/file/dradio/2022/07/26/die_jaegerin_14_dlf_20220726_1915_02f7ae62.mp3

Inhalt:

Im Jahr 2011 wird die eritreische Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Meron Estefanos am Telefon Zeugin unfassbarer Verbrechen: Flüchtlinge auf der ägyptischen Halbinsel Sinai rufen sie aus Folterkellern an. Sie werden dort von Beduinen gefangen gehalten, die sie grausam misshandeln und zwingen, von ihren Familien im Ausland tausende Dollar Lösegeld zu erbetteln.

Estefanos beschließt, die Anrufe der Geiseln live in ihrer Radiosendung zu übertragen, damit die Welt erfährt, was im Sinai passiert. Doch niemand scheint sich für den Menschenhandel zu interessieren. Bis Estefanos herausfindet, dass einige der Täter in Europa leben.

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Teil 2: Die Folterer

https://download.deutschlandfunk.de/file/dradio/2022/07/26/die_jaegerin_24_dlf_20220726_1940_c2fa7bff.mp3

Inhalt:

Auch nachdem die Foltercamps auf dem Sinai im Jahr 2013 zerstört werden, hören die Anrufe bei Meron Estefanos nicht auf. Sie kommen nun aus Libyen und von sinkenden Booten auf dem Mittelmeer. Immer mehr Geflüchtete berichten ihr außerdem von Foltergefängnissen in Libyen, die von ehemaligen Schmugglern betrieben werden. Einer der Brutalsten: Der Eritreer Kidane.

Endlich beginnen auch die europäischen Behörden gegen die Menschenhändler zu ermitteln, doch die Ermittlungen enden in einem Desaster. Endgültig enttäuscht von den Behörden beschließt Estefanos, selbst Jagd auf die Menschenhändler zu machen, um sie eines Tages vor ein Gericht zu bringen. Kann das gelingen?

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Teil 3: Der Prozess

https://download.deutschlandfunk.de/file/dradio/2022/07/29/die_jaegerin_eine_frau_gegen_die_brutalsten_menschenhaendler_dlf_20220729_1435_ccd7b2dc.mp3

Inhalt:

Mit Hilfe ihrer Informantinnen verfolgt Meron Estefanos den Menschenhändler Kidane über Landesgrenzen hinweg. Sie reist dafür nach Äthiopien. Doch bevor sie zuschlagen kann, nimmt die äthiopische Polizei ihn plötzlich fest. Ein Opfer hat ihn auf der Straße erkannt und angezeigt.

Mit Estefanos Hilfe können die Ermittler weitere Menschenhändler festnehmen. Anstatt sie auszuliefern, eröffnet die äthiopische Staatsanwaltschaft jedoch selbst den Prozess – ohne internationale Hilfe.

Dann verschwindet Kidane plötzlich aus dem Gerichtssaal. Was ist passiert?

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Teil 4: Doch noch Gerechtigkeit?

https://download.deutschlandfunk.de/file/dradio/2022/08/02/die_jaegerin_44_dlf_20220802_1940_0fff78db.mp3

Inhalt:

Nach ihrer Rückkehr nach Schweden stürzt Meron Estefanos in eine schwere Depression. All ihr Engagement über die Jahre scheint nichts gebracht zu haben. Kidane konnte entkommen, das Foltergeschäft in Libyen geht weiter. Und während sich die Corona-Pandemie in Europa ausbreitet, wird Estefanos finanzielle Situation immer unsicherer.

Doch dann kommt eine Nachricht, die in der eritreischen Community für viel Aufregung sorgt: Die Niederlande setzen Kidane auf eine internationale Fahndungsliste, Interpol sucht nach ihm.

Kommt doch noch der große Prozess vor einem internationalen Gericht, auf den Estefanos immer gewartet hat?

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