Tablet mit 11 Zoll, 90 Hz und 9.000 mAh: Was kann das Redmi Pad 2 für unter 100€?
Nach einer ganzen Reihe von Zwischenmodellen wie dem Redmi Pad SE und dem Redmi Pad Pro schickt Xiaomi mit dem Redmi Pad 2 den offiziellen Nachfolger seines ersten Tablets ins Rennen.
Auf dem Papier klingt das Paket attraktiv: 11-Zoll-Display, ein riesiger 9.000-mAh-Akku und ein Prozessor mit dem Beinamen „Ultra“.
Mit dem Code Code wurde kopiert ist die Variante mit 6/128 GB aktuell für rund 88,33€ inkl. Versand aus einem polnischen Lager bei Aliexpress erhältlich.
Regulär zahlt man sonst mindestens 140€.
Technische Daten
- Display: 11″ LCD, 2560×1600, 274 ppi, 90 Hz, 500 Nits
- Prozessor: MediaTek Helio G100 Ultra @ 2,2 GHz (6 nm)
- Grafik: ARM Mali-G57
- Arbeitsspeicher: 4/6/8 GB LPDDR4X
- Speicher: 128/256 GB UFS 2.2
- Hauptkamera: 8 MP (f/2.0) | Frontkamera: 5 MP (f/2.2)
- Akku: 9.000 mAh, 18 W Laden (Power Delivery 2.0)
- Konnektivität: WiFi 5 (ac), Bluetooth 5.3, USB-C
- Audio: 4 Lautsprecher
- System: HyperOS 2 auf Basis Android 15
- Maße / Gewicht: 254,6 × 166,0 × 7,36 mm / 510 g
- Kein Wasserschutz, kein Mobilfunk (nur WiFi)
Display & Verarbeitung
Das 11-Zoll-Display ist der überzeugendste Teil des Tablets und bietet mit einer Auflösung von 2560×1600 und einer Pixeldichte von 274 ppi eine für diese Preisklasse sehr ordentliche Schärfe. Die 90-Hz-Bildwiederholrate sorgt für flüssiges Scrollen, wirkt im Jahr 2026 angesichts der vielen 120-Hz-Konkurrenten aber nur noch durchschnittlich. Das Panel stellt eine Milliarde Farben dar und lässt sich auch mit nassen Fingern bedienen, was im Alltag praktisch ist.
Das Aluminiumgehäuse mit dünnen Rändern und abgerundeten Ecken wirkt wertig, überschreitet mit 510 g aber die 500-Gramm-Marke. Einen Wasserschutz gibt es nicht.
Leistung & Software
Beim Prozessor zeigt sich die enge Verwandtschaft zum Vorgänger, denn der Helio G100 Ultra ist gegenüber dem alten G99 nur ein marginales Upgrade. Der Beiname „Ultra“ ist dabei eher Marketing als technischer Fortschritt, in Benchmarks liegt der Chip nur knapp vor dem Vorgänger. Derselbe Prozessor steckt auch im Redmi Note 14 Pro 4G, was die Einordnung verdeutlicht: Die Leistung reicht für Social Media, Streaming und leichtes Gaming, mehr aber nicht.
Vorinstalliert ist HyperOS 2 auf Android-15-Basis mit den bekannten Interkonnektivitätsfeatures wie Anrufsynchronisation und geteilter Zwischenablage. Zum Update-Zeitraum hat sich Xiaomi bislang nicht konkret geäußert.
Akku, Sound & Ausstattung
Der größte Zugewinn gegenüber dem Vorgänger ist der 9.000-mAh-Akku, der für eine solide Laufzeit beim Medienkonsum sorgt. Die Ladegeschwindigkeit ist mit nur 18 W über Power Delivery 2.0 allerdings enttäuschend, da das Tablet damit sogar langsamer lädt als das erste Redmi Pad. Für die Medienwiedergabe sorgen vier Lautsprecher, die ein für ein Tablet dieser Preisklasse passables Klangbild liefern.
Die Kameras bleiben mit 8 MP hinten und 5 MP vorne reine Zweckausstattung, wobei die Frontkamera für Videoanrufe das relevantere Bauteil ist. Bei der Konnektivität fällt auf, dass nur das ältere WiFi 5 statt WiFi 6 verbaut ist.
Stärken & Schwächen
Pro
- Scharfes 11″ Display mit 2560×1600 und 90 Hz
- Großer 9.000-mAh-Akku für lange Laufzeiten
- Wertiges Aluminiumgehäuse mit dünnen Rändern
- Vier Lautsprecher für ordentlichen Sound beim Medienkonsum
- Ausgereifte HyperOS-2-Software mit Interkonnektivitätsfeatures
Contra
- Helio G100 Ultra nur minimal schneller als der Vorgänger-Chip
- Langsames Laden mit nur 18 W
- Nur WiFi 5 statt aktuellem WiFi 6
- Kein Wasserschutz, kein Mobilfunk-Modul
- Internes Schwestermodell Redmi Pad Pro bietet mehr fürs gleiche Geld
Fazit
Das Redmi Pad 2 ist ein solides, aber unspektakuläres Tablet, das vor allem über den Preis funktioniert. Display, Akku und Verarbeitung gehen für die Einsteigerklasse in Ordnung, doch der kaum verbesserte Prozessor und das langsame Laden zeigen, dass Xiaomi hier auf Nummer sicher gegangen ist.
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