[Update] eBay beendet Zusammenarbeit mit PayPal: eBay Payments Beta ab September

Update eBay hat die ersten Verkäufer zu einem Beta-Test des neuen eBay Payments Services eingeladen. Der Testlauf soll im September beginnen, jedoch vorerst wahrscheinlich nur in den USA. Die Vorteile sind laut eBay folgende (hier im Original auf Englisch):

  • Ein Ort zum Verkaufen und Bezahlen: Verwalten Sie alle Ihre Verkaufs- und Zahlungsanforderungen von Ihrem eBay-Konto aus.
  • Einfachere Rechnungen: alle Ihre Gebühren an einem Ort auf Ihrer eBay-Rechnung.
  • Konsolidierte Preise: alle Ihre Gebühren an einem Ort auf einer Rechnung, plus Sonderpreise für Early Opt-In.
  • Tägliche Auszahlungen: direkt auf Ihr Bankkonto. Keine Notwendigkeit, Geld zwischen Konten zu transferieren.
  • Neue Zahlungsmöglichkeiten für Käufer: z.B. mobiles Bezahlen mit Apple Pay.
  • Besserer Schutz: Claim- und Chargeback-Verkäuferschutz von eBay, ein Ort für die Verwaltung von Streitigkeiten.
  • Mehr Kontrolle: Nehmen Sie jetzt Ihre exklusive Einladung an, um einen Vorsprung bei der Anpassung Ihres Unternehmens an den Verkauf und die Bezahlung bei eBay zu erhalten.
  • eBay aktualisiert automatisch alle vorhandenen Angebote, um eBay Payments als Standard-Zahlungsoption hinzuzufügen.

Würdet ihr als Verkäufer an der Beta teilnehmen, falls diese auch irgendwann in Deutschland startet? Was haltet ihr von der Umstellung?

eBay gibt bekannt, die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Tochterunternehmen PayPal Mitte 2020 zu beenden. Bis dahin soll ein eigenständiges Zahlungssystem entstehen, welches in Zusammenarbeit mit dem PayPal-Konkurrenten Adyen entwickelt und umgesetzt wird. Für Verkäufer und Kunden eBays soll dieser Wechsel nur positive Effekte haben. Die PayPal Aktie fiel nach der Meldung um zwölf Prozent während eBays anstieg.

ebay-campus

Was ändert sich für Kunden & Verkäufer?

Bisher war PayPal die am stärksten beworbene Zahlungsmethode bei eBay und übernahm auch alle weiteren Zahlungsprozesse für den Onlinemarktplatz. Dies soll sich nun nach 15 Jahren Zusammenarbeit ändern. eBay will eine eigene Zahlungsinfrastruktur aufbauen und kooperiert daher mit Adyen aus den Niederlanden. Das Unternehmen übernimmt bereits die Zahlungsabwicklung für Netflix, Spotify oder Uber.

Als Vorteile für Kunden nennt eBay einen verkürzten und einheitlichen Bezahlprozess sowie eine größere Auswahl an Bezahlmethoden. Welche Zahlungsdienste und -arten genau angeboten werden, verriet eBay noch nicht. Für Verkäufer werden wiederum verringerte Transaktionsgebühren sowie vereinfachte Preismodelle genannt. PayPal bleibt aber eine der Zahlungsmöglichkeiten, zumindest bis 2023. Ob PayPal auch danach noch nutzbar ist, ist noch nicht bekannt und hängt wahrscheinlich auch von der Popularität PayPals zu dieser Zeit ab.

Für alle, die Angst vor dem möglichen Wegfall von PayPal als Zahlungsmethode haben: Auf der Webseite von Adyen (eBays neuem Partner) werden für Deutschland folgende Zahlungsarten gelistet:

Adyen Zahlungsmethoden

Sollte PayPal bis 2023 also nicht vollkommen an Bedeutung verlieren, ist davon auszugehen, dass es weiterhin als eine von vielen Zahlungsmethoden angeboten wird. Die aktuelle Preisliste für Transaktionen ist für die eBay-Verkäufer unter euch sicherlich auch nicht uninteressant. Es ist allerdings nicht gesagt, dass eBay die Preisstruktur 1:1 übernimmt.

Wann erfolgt der Wechsel?

Bereits dieses Jahr, genauer in der zweiten Jahreshälfte will eBay den Umbau im kleinen Rahmen in Nordamerika beginnen. Ab 2019 soll die Überführung dann ganz anlaufen und Stück für Stück weltweit stattfinden. Bis 2021 will eBay so den „Großteil der Marktplatzkunden“ auf das neue System umstellen. Der Vertrag über die Zahlungsabwicklung mit PayPal läuft offiziell noch bis Mitte 2020, ab dann übernimmt Adyen.

eBay Zahlungsmethoden

Vor 2019 sollte man also auf keinen Fall mit einer Umstellung in Deutschland rechnen und auch dann kann PayPal noch mindestens vier Jahre zur Zahlung genutzt werden. Für Kunden ändert sich also nichts drastisch. Man kann lediglich mit mehr Zahlungsmöglichkeiten bei eBay-Bestellungen rechnen.

Was haltet ihr von eBays Schritt? Glaubt ihr, dass PayPal nach 2023 überhaupt nicht mehr zur Verfügung steht?

  • eBay konsolidiert Zahlungen und Rechnungen auf einem einzigen Konto.
  • Die Auszahlung erfolgt täglich auf Ihr Bankkonto.
  • eBay sucht nach schnelleren Wegen, um mit Partnern bezahlt zu werden.
  • Alle Gebühren werden auf einer einzigen eBay-Rechnung ausgewiesen – dies beinhaltet auch die Zahlungsgebühren.
  • Diejenigen, die an der Beta teilnehmen, erhalten spezielle Preisnachlässe für Early Opt-in
  • eBay aktualisiert automatisch alle vorhandenen Angebote, um eBay-Zahlungen als Standardzahlungsoption hinzuzufügen.

LowLive

18.07.2018, 16:04 Zitieren #

Nutze PayPal immer seltener. Wie oft es in letzterer Zeit passiert. Das die ggf. Erstattung ewig einbehalten. Man ewig diskutiert bis sie es freigeben. Gewerblich ist PayPal sowieso ein Alptraum. Da verzichten wir komplett drauf.

    Mauschler

    18.07.2018, 18:17 Zitieren #

    Als gewerblicher Verkäufer hatte ich noch nie Probleme mit PayPal. Ganz im Gegenteil. Ich war immer höchst zufrieden mit den Abwicklungen. Gebühren sind noch im Rahmen. Auch als Käufer bin ich natürlich immer bestens abgesichert. Ich denke aber, dass es mit eBay Payments tatsächlich noch einfacher wird. Sowohl für Käufer, als auf für Verkäufer, egal ob privat oder gewerblich. Ich bin schon gespannt! 😉

compitech

18.07.2018, 22:44 Zitieren #

@Mauschler: also ich hoffe es auch, aber wenn ich mir das Gebührenmodell von ayden angucke bin ich mir da nicht so sicher. Zu jeder Zahlungsart andere Gebühren. Zahlt der Kunde dort mit PayPal muss ich wohl zusätzlich zu den normalen Gebühren noch 0,10€ Bearbeitungsgebühren mehr zahlen? Da ich jetzt schon mit Artikeln hauptsächlich im VK-Preis Bereich von 1,00-6,00€ arbeite, fände ich das äußerst schmerzhaft. Aber lassen wir uns überraschen wie es in zwei Jahren dann wirklich aussieht.
Unterdessen hat im Übrigen auch eBay seine eigenen Gebühren angehoben (um Fixbetrag erweitert). Also Mal sehen was von den versprochenen niedrigeren Gebühren am Ende wirklich "über" bleibt.

    Mauschler

    18.07.2018, 23:26 Zitieren #

    @compitech:
    Ja in diesem Preis Bereich ist das natürlich problematisch. Das finde ich bei Paypal extrem. Egal ob privat oder nicht. Verkaufst du in diesem Preissegment bleibt nicht mehr viel übrig… Ich hoffe das Ebay die Probleme erkannt hat und eBay Payments dementsprechend angelegt wird. Laut Ebay sollen ja Händler entlastet werden… Aber schaun wir erstmal… 😉

Kommentar verfassen