Eine für alle: Die Curve Mastercard vereint Kreditkarten + senkt Gebühren

Wichtig Curve hat am 13.09. einen Blogeintrag veröffentlicht, in dem eine sofortige Umstellung der Transaktionsverarbeitung angekündigt wurde. Leider ist das mit einem großen Nachteil verbunden: Bargeldabhebungen mit eurer Curve Karte werden von den dahinterliegenden Kartenanbietern nun auch als solche erkannt – und diese können dann ihre Gebühren dafür ansetzen, was ja vorher durch Curve umgangen wurde. Auf der anderen Seite hat es den Vorteil, dass Kreditkarten mit Tankrabatt & Co nun also auch über Curve einen Tankrabatt bekommen können. Alles in allem aber eine unschöne Entwicklung, wie ich finde… Ich habe den Beitrag mal entsprechend aktualisiert und die alten Gegebenheiten durchgestrichen.

Zugegeben, ich bin vielleicht ein etwas besonderer Fall: Ich besitze mehrere Kreditkarten und benutze auch fast alle regelmäßig. Wieso braucht ein Mensch so viele Kreditkarten? Zum einen bin ich aktiver Prämien- und Meilensammler, zum anderen brauche ich als Selbständiger auch Firmenkarten. Als mir die Curve Kreditkarte empfohlen wurde, war ich sofort begeistert, denn die Curve Mastercard vereint alle VISA- und Mastercards, die ihr habt, in einer einzigen Karte. Dadurch müsst ihr, wenn ihr unterwegs seid, nicht mehr alle eure Karten mitschleppen, sondern nur die eine. Welche Kreditkarten ihr jeweils über die Curve Kreditkarte belasten wollt, könnt ihr jederzeit in der App entscheiden – und auch rückwirkend von einer Karte zur anderen umbuchen.

Tipp Und das beste: Die Bargeldabhebungsgebühren eurer bestehenden Kreditkarte könnt ihr damit komplett umgehen und sparen und etwaige Auslandseinsatzgebühren (Fremdwährungsgebühren) eurer bestehenden Karten auf 1% reduzieren.

Curve Mastercard + £5 Bonus

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Curve vereint Kreditkarten in einer Mastercard

Multi-Kreditkarte, Meta-Kreditkarte oder wie auch immer man sie nennen mag: Eine einzige Kreditkarte und dahinter stecken gleich mehrere andere Kreditkarten! Für mich eine der spannendsten Entdeckungen auf dem Kreditkartenmarkt. Das Startup Curve aus England macht mit einer einzigen Kreditkarte möglich, mehrere Karten zu verwenden. So kann immer die Kreditkarte für eine Transaktion genutzt werden, die im jeweiligen Fall am günstigsten ist (z.B. beim Bargeld abheben, Bezahlen im Ausland, Bezahlen in Fremdwährung usw) oder auf der noch Guthaben oder Kreditrahmen ist. Nutzen kann man die Curve Kreditkarte mit allen Mastercards und VISA-Karten. American Express Kreditkarten werden leider nicht unterstützt.

Die Vorteile der Curve Card

Über die kostenlose Curve App (Android/iOS) kann ganz einfach ausgewählt werden, welche Kreditkarte beim Bezahlen jeweils belastet werden soll. Dadurch wird immer die Karte genutzt, die ihr gerade nutzen wollt, ohne dass ihr sie selbst dabei haben müsst. Auch die jeweilige PIN ist die der Curve Kreditkarte, d.h. ihr müsst euch auch nicht mehr die einzelnen anderen PINs merken. An Google und Apple Pay-Integration wird gearbeitet und sie soll „in naher Zukunft“ gegeben sein. Folgende Vortreile bietet euch die Curve Kreditkarte:

 Kostenlos – keine Schufa (selbst über MeineSchufa geprüft)
Nur noch eine Kreditkarte – nur noch eine PIN
 Gebühren sparen (Fremdwährung + Bargeld abheben), auch bei Kreditkarten mit Gebühr! *GENIAL*
Belastung als normale Transaktion (Vorteile bei Casino, Lotto & Co)
 Kontaktloses Bezahlen auch für Kreditkarten, die dies nicht unterstützen
Einfache Art, Geldflüsse zu managen und zu verwalten
 Problemloses umbuchen auf andere Kreditkarte, wenn aus Versehen mit falscher Karte bezahlt wurde („Go back in time“)
 Cashback bei einigen Händlern wir Deutsche Bahn, Spotify, Lidl & Co (leider hauptsächlich UK)

Die Curve Card ist kostenlos. Inzwischen gibt es aber auch eine kostenpflichtige Variante (Curve Black), die £50 Jahresgebühr kostet und ein paar (meiner Meinung nach in Deutschland nicht nennenswerte) Vorteile liefert. Für Deutsche ist die kostenlose Karte absolut ausreichend.

Über die Curve App könnt ihr eure Ausgaben der verschiedenen Kreditkarten im Blick behalten, bei Verlust die komplette Nutzung direkt und mit einem Klick sperren, eure Einstellungen machen (z.B. welche Kreditkarte wann benutzt werden soll) und innerhalb von 14 Tagen von einer Kreditkarte auf eine andere umbuchen, wenn aus Versehen beim Bezahlen die falsche Kreditkarte eingestellt war und belastet wurde (das Feature nennt sich „Go back in time“). Die App bietet aber auch die Möglichkeit, alle Umsätze auf einen Blick zu haben. Außerdem können die Umsätze beim Exportieren je nach Wunsch automatisch oder manuell einer Kategorie zugeordnet werden. Dadurch ist es möglich, auch einen optimalen Überblick über einzelne Ausgabenbereiche zu haben.

Curve Insights und Timeline: Verwaltung der Ausgaben

So habt ihr als Nutzer die Möglichkeit, Privatausgaben von Geschäftsausgaben zu trennen, und diese für die Buchhaltung aufarbeiten zu können. Ihr könnt sogar mit der Curve App direkt den entsprechenden Kassenzettel abfotografieren und zur gerade getätigten Zahlung zuordnen, so dass ihr auch alle Belege direkt digitalisiert und verknüpft habt.

Übrigens: Transaktionen werden den hinterlegten Karten als normale Transaktionen belastet, d.h. insb. auch, dass Ausgaben wie Online Casino, Lotto & Co, wofür bei anderen Karten nochmal Gebühr anfällt, über Curve ohne Gebühren auflaufen sollten!. *WICHTIG* Das ist nun seit 13.09.2018 nicht mehr gegeben (s. Blogbeitrag von Curve)!

Curve Belege einscannen

Mit der Curve Karte könnt ihr überall da kontaktlos zu bezahlen, wo dies möglich ist. Da es immer noch Kreditkarten gibt, welche das Mobile Payment nicht anbieten, kann durch das Nutzen der Curve Mastercard diese Möglichkeit doch noch genutzt werden.

Kostenlos Bargeld abheben mit Curve

Mit der Curve Mastercard ist es möglich, £200 (ca. 220€) im Monat kostenlos abzuheben – genial: Das klappt selbst, wenn eure hinterlegte Kreditkarte eigentlich eine Gebühr dafür verlangen würde, oft bis zu 5€, die ihr euch hier spart. Dieses kostenlose Bargeld abheben wird im Rahmen der Fair Use Policy möglich gemacht. Der Trick dabei: Wenn ihr so Bargeld abhebt, wird der Kreditkarte, die ihr hinterlegt habt und über die Curve Karte nutzt, von Curve „erzählt“, ihr hättet mit eurer hinterlegten Kreditkarte einen Einkauf bei einem Händler getätigt (und bei einem normalen Einkauf können ja keine Bargeldabhebungsgebühren anfallen). Dadurch wird die Gebühr beim Abheben von Bargeld komplett umgangen.

Wichtig Auch hier nochmal: Curve hat am 13.09. einen Blogeintrag veröffentlicht, in dem eine sofortige Umstellung der Transaktionsverarbeitung angekündigt wurde. Leider ist das mit einem großen Nachteil verbunden: Bargeldabhebungen mit eurer Curve Karte werden von den dahinterliegenden Kartenanbietern nun auch als solche erkannt – und diese können dann ihre Gebühren dafür ansetzen, was ja vorher durch Curve umgangen wurde. Auf der anderen Seite hat es den Vorteil, dass Kreditkarten mit Tankrabatt & Co nun also auch über Curve einen Tankrabatt bekommen können.

Geld abheben Visa

Ihr könnt natürlich auch mehr als £200 (ca. 220€) im Monat abheben, zahlt dann aber 2% Gebühren pro Abhebung. Habt ihr allerdings auch eine Debit-Karte in der Curve App hinterlegt, könnt ihr auch diese zum Abheben nutzen und umgeht damit die 220€-Grenze (nachlesen bei Curve). Pro Monat sind allerdings maximal 10 Abhebungen kostenlos, jede weitere in dem Monat kostet dann £0.50 (~0,56€), egal mit welcher hinterlegten Karte.

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Fremdwährungsgebühren sparen mit Curve

Auch Auslandseinsatzgebühren bzw. Fremdwährungsgebühren sind insb. für Reisende natürlich immer ein Dorn im Auge. Bei vielen Kreditkarten (s. Liste der 8 besten kostenlosen Kreditkarten) werden bei der Nutzung zum Bezahlen in Fremdwährungen oft 1,75% – 2% Auslandseinsatzgebühr fällig. Wer allerdings die Curve Mastercard nutzt, kann auch hier Geld sparen: Denn Curve verspricht, nur 1% Auslandseinsatzgebühr zu berechnen.

Curve Card Reisen

Wichtig Solltet ihr im Ausland unterwegs sein, wo mit einer Währung bezahlt wird, die nicht eurer hinterlegten Karte entspricht, eure Karte selbst aber schon keine Fremdwährungsgebühren verlangen, dann passt auf, denn dann berechnet Curve dennoch seine 1% Gebühr und eure eigentlich fremdwährungsgebührenfreie Karte ist auf einmal mit einer Gebühr von 1% belastet. Mit folgendem Trick umgeht ihr das: Wählt die entsprechende Karte aus, klickt am rechten unteren Rand der Kartenabboldung auf das kleine (i) und dann auf „Change card currency“. Stellt die Währung auf die jeweilige Landeswährung ein mit der ihr bezahlt. dann wird Curve seine 1% Gebühr nicht berechnen, sondern zum Original Kartenanbieter durchschleußen, der dann ja aber auch keine Fremdwährungsgebühren in Rechnung stellt.

Die Curve Smartphone App

Für jeden gebuchten Umsatz auf der Curve Karte gibt es eine Push-Nachricht. Dadurch ist der Besitzer direkt bei Falschbuchungen informiert, hat aber zugleich auch seine eigenen Buchungen im Blick. Wer im Nachhinein merkt, dass er beim Bezahlen aus Versehen die falsche Karte mit der Curve Karte genutzt hat, kann dies mit der „Go back in time“ Funktion in der App innerhalb von 14 Tagen ändern. Dadurch wird der Betrag, der versehentlich von der falschen Kreditkarte gebucht wurde, wieder zurückgebucht, und die richtige Kreditkarte belastet.

Curve Go back in Time
Go back in time: Falsch belastete Kreditkarte rückbuchen

Cashback mit Curve

Ganz am Rande sei noch erwähnt, dass man beim Bezahlen mit der Curve Mastercard auch an einem Cashback Programm teilnehmen kann, das in Deutschland bisher bei 20 Partnern (zur Liste) aktiv ist. Ich habe mich für die drei Retailer „Deutschen Bahn“, „Spotify“ und „LIDL“ entschieden und bekomme nun 90 Tage lang 1% Cashback zurück erstattet, wenn ich bei diesen Anbietern einkaufe. Das funktioniert auch sehr zuverlässig und kann direkt in der App eingesehen werden. Das Cashback Programm ist aber (noch) eher für England gedacht, dort sind sehr viel mehr Partner aktiv. curve card rewards

Die Nachteile der Curve Card

 Kein Suport von American Express (AMEX) Kreditkarten oder EC/Girokarten
 Britisches Startup – was geschieht nach dem Brexit?
 Limits, die ggf. niedriger sind als die der eigentlich hinterlegten Kreditkarten
 Supportanfragen über die App (nicht mehr über bisherigen Kreditkartenanbieter)

Bei der Curve Mastercard sind die Limits klar begrenzt:

Einkaufslimits

  • Pro Tag können mit der Curve Card maximal £2.000 (~2.330€) umgesetzt werden
  • Pro Monat (30 Tage) liegt das Limit der Kartennutzung auf £5.000 (~5.580€)
  • Pro Jahr sind Transaktionen von insgesamt £10.000 (~11.160€) möglich

ATM Limits

  • Pro Tag liegt das Limit bei £200 (~220€)
  • Pro Monat liegt das Limit bei £3.500 (~3.900€)
  • Pro Jahr sind Bargeldabhebungen bis insgesamt £10.000 (~11.160€) möglich

Da ist es auch egal, wie hoch das Limit auf den Kreditkarten ist, die ihr mit der Curve Karte nutzt. Immerhin ist es möglich, das verbleibende Limit über die Curve App einzusehen. Diese Limits lassen sich aber mit der Zeit und positiver Zahlungshistorie erhöhen, sodass sie nach einiger Zeit so aussehen können:

Erhöhte Limits

  • Einkaufen/Umsetzen
    • Pro Tag können dann mit der Curve Card maximal £3.750 (~4.170€) umgesetzt werden
    • Pro Monat (30 Tage) liegt das Limit der Kartennutzung auf £20.000 (~22.250€)
    • Pro Jahr sind Transaktionen von insgesamt £50.000 (~55.650€) möglich
  • Abheben/ATM
    • Pro Tag liegt das Limit bei £1.000 (~1.110€)
    • Pro Jahr sind Bargeldabhebungen bis insgesamt £50.000 (~55.650€) möglich

Noch ein wichtiger Hinweis bei Reklamationen: Solltet ihr euch bisher immer an euren eigentlichen Kreditkartenanbieter gewandt haben, ist nun Curve für Anfragen verantwortlich. Support anfragen könnt ihr einfach über die App einschicken und auch Bilder etc. anhängen. Bei meinem Test hatte ich innerhalb von 24 Stunden eine Antwort und mein Problem wurde souverän gelöst. Bei komplizierteren Problemen weiß ich natürlich nicht, wie es mit der Kompetenz des Supports steht.

Curve Help

Noch fällt für die Curve Karte keine Jahresgebühr an. Dies könnte sich jedoch eines Tages ändern. Da das Startup Curve Gelder von Investoren eingesammelt hat für die Karte, werden diese auch irgendwann Erlöse sehen wollen. Und Erlöse lassen sich bei Kreditkarten nun mal am besten mit Gebühren erzielen. Niemand kann aktuell sagen, wie es mit Curve weitergeht nach dem Brexit, bzw. wie die Mastercard dann in EU weiter genutzt werden kann. Hier gilt es wohl aktuell nur, abzuwarten, was nach dem 29. März des Jahres 2019, dem Tag des finalen Brexit, passieren wird.

Wichtig Bei der Nutzung der Karte an Bezahlterminals oder ATMs wird oft gefragt, in welcher Währung ihr die Karten belasten möchtet. Da das Startup aus England kommt, wird explizit gefragt, ob ihr in britischen Pfund (GBP) belasten möchtet – tut das nicht! Der entsprechende Wechselkurs ist mehr als ungünstig und es fallen zudem dann noch 1% Auslandseinsatzgebühren an. Bestenfalls stellt ihr, wie oben beschrieben, die hinterlegte Kreditkarte immer auf die Währung des Landes um, in dem ihr seid und zahlt dann auch nicht in GBP, wenn gefragt wird.

Für wen sich Curve eignet – und für wen nicht

Die Curve Mastercard eignet sich für alle, die mehrere Kreditkarten von Mastercard und/oder Visa haben, und diese nicht immer alle mitschleppen wollen. Durch die Curve App kann vor jeder Transaktion die Kreditkarte gewechselt werden, ohne dass man diese physisch parat haben muss. Da American Express Kreditkarten nicht unterstützt werden, lohnt sich diese Karte nicht für die Karteninhaber. Durch das vergleichsweise geringe Limit im Jahr ist die Curve Card nur für Nutzer geeignet, die ein überschaubares Jahreslimit haben. So ist zwar das Tageslimit hoch, das Jahreslimit liegt aber nur bei £10.000 (~11.160€).

Curve Mastercard

So oder so: Alleine die Flexibilität und der Fakt, dass Bargeldabhebungs- und Fremdwährungsgebühren gespart werden können, macht die Karte zu einem sehr attraktiven Produkt.

Curve Mastercard + £5 Bonus

Hinweis: Unbedingt den Code UO18K für £5 (ca. 5,60€) Startguthaben benutzen.

Fazit: DealDoktor meint…

Ob sich die Curve Karte wirklich für jeden lohnt? Eher nicht. Zwar ist die Curve Mastercard selbst bislang noch kostenfrei, und bis zu £200 können monatlich kostenfrei mit der Karte abgehoben werden. Aber das vergleichsweise kleine Limit bremst euch als Nutzer wiederum aus, wenn ihr über das Jahr gesehen viel mit euren Kreditkarten umsetzt. Vorteilhaft ist die Curve Mastercard aber definitiv beim Bargeld abheben und der Auslandseinsatzgebühr. Statt wie meist üblich bis zu 5€ pro Abhebung bzw. 1,5% – 2% Gebühr für Fremdwährung umgeht Curve erstere komplett und berechnet für zweitere nur 1%.

Im Urlaub kann dadurch mit der Curve Card Geld gespart werden, wenn sie statt der sonst genutzten Kreditkarten verwendet wird. Da die Zukunft der Curve Karte zur Nutzung in der EU nach dem Brexit bislang ungewiss ist, kann hier noch nicht gesagt werden, wie sich diese Kreditkarte in Sachen Kosten und Nutzung entwickeln wird. Da sie aber kostenlos ist und aktuell noch mit £5 Bonus versehen (wenn ihr den Code UO18K nutzt), habe ich sie für mich bestellt und seit 6 Wochen sehr zufrieden im Einsatz.

Stephan2

23.08.2018, 12:26 Antworten Zitieren #

Ich versteh nicht, wie der Trick des kostenlosen Abhebens funktionieren soll. Bei Bezahlungen etwa im Supermarkt zahlt doch der Verkäufer eine Gebühr.

    DealDoktor

    23.08.2018, 13:28 Antworten Zitieren #

    @Stephan2:
    Beispiel: Du hebst 50€ am Automaten ab. Jetzt sagt Curve deinem Herausgeber der Karte "Stephan hat bei einem Geschäft mit der Kreditkarte für 50€ eingekauft." Da das Bezahlen mit einer Kreditkarte in aller Regel kostenlos ist, zahlst du keine Gebühren, die sonst in Form von Bargeldabhebungsgebühren angefallen wären.
    So kann also mit einer Kreditkarte, die dich sonst beim Abheben extra zur Kasse bittet, kostenlos Geld abgehoben werden.

    "Bei Bezahlungen etwa im Supermarkt zahlt doch der Verkäufer eine Gebühr." – Das stimmt zwar, aber du bist ja in diesem Szenario nicht das Geschäft, sondern der Kunde, der im Geschäft bezahlt.

Sophisticat

23.08.2018, 12:31 Antworten Zitieren #

Super Beitrag. Gut recherchiert und dargestellt.
Leider, wie sooft bei Finanzstartups, nichts für mich. Ich bin halt ein konservativer, alter Knochen. 😎

ghaiss

23.08.2018, 13:38 Antworten Zitieren #

Vielen Dank für den tollen Post.
Ich hätte aber eine Frage dazu und zwar was wird genau auf der KKabrechnung gezeigt, wenn man Bargeld abhebt und einkauft? kann man da einen Unterschied merken?

    DealDoktor

    23.08.2018, 14:30 Antworten Zitieren #

    @ghaiss:
    Du erkennst bei der hinterlegten Kreditkarte auf der Abrechnung nur anhand der Beschreibung, dass das ein ATM Withdrawal war, indem du halt weißt, dass "SK Vorderpfalz" (s. Screenshot) die Sparkasse ist, an deren Geldautomat ich Geld abgehoben hatte. Bei allen Transaktionen steht das Kürzel "CRV" für Curve davor und "LONDON GB" danach (Sitz von Curve).

    Kommentarbild von DealDoktor

      ghaiss

      23.08.2018, 15:51 Zitieren #

      @DealDoktor: @ghaiss:
      Du erkennst bei der hinterlegten Kreditkarte auf der Abrechnung nur anhand der Beschreibung, dass das ein ATM Withdrawal war, indem du halt weißt, dass "SK Vorderpfalz" (s. Screenshot) die Sparkasse ist, an deren Geldautomat ich Geld abgehoben hatte. Bei allen Transaktionen steht das Kürzel "CRV" für Curve davor und "LONDON GB" danach (Sitz von Curve).

      Danke für den Screenshot.
      Ich bin aber immer noch bezweifelt, weil ich einmal mit Paypal bei Mybet bezahlt habe, wo meine KK als Zahlungsmittel da hinterlegt ist.
      Die Bank hat aber von der Beschreibung "PAYPAL *P.E.I. LTD. / xxxxxxxxx" (P.E.I. LTD.) als Wettbüro erkannt und deswegen auch Gebühren erhoben.
      Eine Beschwerde, dass PP der Empfänger hier ist und nicht direkt das Wettbüro, hat leider nix gebracht.

      DealDoktor

      23.08.2018, 16:19 Zitieren #

      @ghaiss: Die Bank hat aber von der Beschreibung "PAYPAL *P.E.I. LTD. / xxxxxxxxx" (P.E.I. LTD.) als Wettbüro erkannt und deswegen auch Gebühren erhoben.

      Das ist krass. ich bin mir da auch nicht sicher, das ist Theorie, deswegen schreibe ich "über Curve ohne Gebühren auflaufen *sollten*." – denn genau so funktioniert es ja auch bei den ATMs, käme wohl auf einen Versuch an.

Mingara

23.08.2018, 13:47 Antworten Zitieren #

Cashback gibs bei Aldi lidl ikea Saturn Media Markt mvg netflix usw. Also garnicht so wenig.

Tom12

23.08.2018, 13:53 Antworten Zitieren #

Ich verstehe nicht, wie die Fremdwährungsgebühren komplett entfallen sollen? Wenn ich z.B. einen Kauf in USD tätige, muss der Betrag entweder von Curve oder von meinem Kartenanbieter in EUR umgerechnet werden. Curve berechnet dafür 1%, meine Bank x %. Meines Erachtens kann das nur funktionieren, wenn mein Kartenanbieter keine Fremdwährungsgebühr berechnet.

    DealDoktor

    23.08.2018, 14:34 Antworten Zitieren #

    @Tom12:
    Du stellst eine deiner in Curve hinterlegten Karten wie oben erklärt auf USD um. Dann zahlst du mit Curve in USD, was wiederum in USD auf die Karte gebucht wird, die du ja auf USD umgestellt hast. Da wird nichts mehr umgerechnet.

      Tom12

      23.08.2018, 14:44 Zitieren #

      @DealDoktor: @Tom12:
      Du stellst eine deiner in Curve hinterlegten Karten wie oben erklärt auf USD um. Dann zahlst du mit Curve in USD, was wiederum in USD auf die Karte gebucht wird, die du ja auf USD umgestellt hast. Da wird nichts mehr umgerechnet.

      Mal ganz konkret: Ich nutze die Visa der Landesbank Berlin. Diese möchte ich hinterlegen, die Karte wird in EUR abgerechnet und monatlich meinem deutschen EUR-Bankkonto belastet, das kann ich nicht ändern. Wenn ich nun in der Curve APP einstelle, dass die Kartenwährung USD ist, werden die Umsätze von Curve der VISA Karte in USD belastet. In diesem Fall stellt mir die Landesbank aber dann die Fremdwährungsgebühr in Rechnung.

      DealDoktor

      23.08.2018, 15:22 Zitieren #

      Tom…. du hast komplett recht. Ich hatte da einen absoluten Denkfehler, ich habe den Beitrag angepasst.
      Für alle: Leider kann Curve die Fremdwährungsgebühren nicht komplett umgehen, sondern nur auf 1% reduzieren. Sorry für meinen fahrlässigen Fauxpas.

Nite

23.08.2018, 14:25 Antworten Zitieren #

Mir macht der Sicherheitsaspekt hier eher Bauchschmerzen. Wenn Curve quasi meine kompletten Kreditkartendaten INKLUSIVE der entsprechenden PINs hat, dann kämen Hacker natürlich auch gleich an sämtliche dieser Daten und würden sämtliche Kreditrahmen der hinterlegen Karten ausschöpfen.
Jetzt können die natürlich sagen "ist alles extrem sicher", aber mit dieser Aussicht sind sie zumindest mal ein sehr lukratives Ziel für Hacker.

    DealDoktor

    23.08.2018, 14:32 Antworten Zitieren #

    @Nite:
    Curve kennt nicht die PIN der hinterlegten Kreditkarten, lediglich die Daten, die du beim Onlinepayment auch angibst: Kreditkartennummer, Ablaufdatum, Prüfnummer

Camper77

23.08.2018, 14:52 Antworten Zitieren #

Curve ist Klasse. Möchte die Karte auf keinen Fall mehr missen.
Wer Interesse an einer Curve Karte hat kann gerne meinen Code verwenden. 5£ für uns beide gibt es dann.
LF663 ist mein Einladungscode.

Wolfsoul

23.08.2018, 16:24 Antworten Zitieren #

Wie sieht das eigentlich bei einem "No Deal Brexit aus?"

toskoman

23.08.2018, 17:00 Antworten Zitieren #

@Camper: Habe Deinen Promocode genutzt. Das ist ja echt ne geile Sache.
Übrigens: Mein Promocode ist FILHY. 5 Pfund für jeden 😉

Camper77

23.08.2018, 19:32 Antworten Zitieren #

@toskoman: ach du warst das😉 freut mich.

MrFoley

23.08.2018, 20:15 Antworten Zitieren #

Habe CURVE auch seit einigen Wochen im Einsatz (bisher nur DE) und bin zufrieden.
Im Auslandseinsatz muss sie sich noch beweisen, da steht aktuell aber auch keine Reise zwecks Test an.

Interessant wird in der Tat das Thema Brexit. Da es hierzu jedoch auf politischer Ebene noch kein Verhandlungsergebnis gibt, wird weiterhin nicht ganz klar sein, was dies für die Nutzung von CURVE bedeutet.

Wer 5 GBP abstauben möchte darf auch gerne den Promocode ZZT8V nutzen 😉

toskoman

23.08.2018, 20:55 Antworten Zitieren #

Was mir gerade einfällt:

Was ist denn wenn ich meine Karte Verlierer? Welche Karte sperre ich denn da?

    DealDoktor

    23.08.2018, 20:58 Antworten Zitieren #

    @toskoman:
    Du sperrst die Curve Karte in der App. Das geht mit einem Klick. Dann kannst du mit Curve keiner der hinterlegten Karten mehr nutzen

Bernd Freudinger

23.08.2018, 23:47 Antworten Zitieren #

Aber nicht geeignet für geschäftliche Zwecke. Denn die 10.000 € pro Jahr sind ein Witz, wenn man z.B. durchschnittlich 10.000.-€ und mehr pro Tag umsetzt auf Grund einer guten Geschäftsidee. Ausnahmsweise werden hier mal von Cuve die Reichen bzw Besserverdienende benachrichtigt. Aber vielleicht könnte sich das zukünftig ändern, wenn man diese Einkommenskategorie nicht ausgrenzen oder auf diese Personenkreis verzichten will.

    Michaeel

    24.08.2018, 14:36 Antworten Zitieren # hilfreich

    @Bernd Freudinger:
    The sky is the limit… Ich bin jetzt bei 300k£ Limit / Jahr, da ich sehr viele hohe Ausgaben habe. Also erst informieren, dann meckern 😉

Imhoteph

24.08.2018, 08:36 Antworten Zitieren #

Ich sehe keine Möglichkeit den Gutscheincode einzugeben . Wie & wo muss ich das tun?

Henriette

24.08.2018, 13:22 Antworten Zitieren #

Ich muss mal dumm Fragen… Wenn ich die Bestandskarten bei Curve hinterlegt habe… Kann ich die einzelnen karten trotzdem normal weiter nutzen oder funktionieren die dann nur noch über die Curve Karte?

    DealDoktor

    24.08.2018, 13:35 Antworten Zitieren #

    @Henriette:
    Ja, du kannst die Karten weiterhin ohne Einschränkung nutzen. Du hinterlegst die Karten ja nur wie beim Onlinepayment mit Kreditkartennummer, Ablaufdatum und Prüfnummer. Deine eigentliche Bank und deren Konditionen usw. werden davon absolut nicht beeinflusst.

Michaeel

24.08.2018, 14:33 Antworten Zitieren #

Guter Artikel, aber ein paar Korrekturen:
Limit: geht bis 5k£/Tag
Brexit: kein Nachteil, da Card issuer aus München ist.
Chargebacks:
Sogar noch easier, da super schneller Support vs langes abarbeiten bei den normalen Banken

    DealDoktor

    24.08.2018, 14:54 Antworten Zitieren #

    @Michaeel:
    Richtig, die Karte wird von Wirecard, einem deutschen (Bald-DAX) Unternehmen, herausgegeben. Ob das problemlos durch den Brexit geht, wenn die Mutterfirma, die das alles aber betreut, noch in UK sitzt, kann ich nicht voraussagen.

Antros85

24.08.2018, 20:15 Antworten Zitieren #

Klingt gut, wie ist das mit einer Kreditkarte mit Tankrabatt? Woher erkennt der ursprüngliche Kartenherausgeber, dass es sich bei einer Zahlung um eine Zahlung an einer Tankstelle handelt?

    DealDoktor

    27.08.2018, 10:41 Antworten Zitieren #

    @Antros85:
    Das ist eine sehr gute Frage – ich könnte mir vorstellen, dass der Tankrabatt dann nicht gewährt werden kann – aus dem gleichen Grund, wieso auch ggf. Gebühren für Lottoanbieter *nicht* anfallen. Das dahinterliegende Institut kann die Zahlungen nämlich vermutlich nicht eindeutig zuordnen. Das kann ich aber nicht mit Garantie sagen.

ChelleSocial

15.09.2018, 12:27 Antworten Zitieren # hilfreich

Der Trick kostenfrei mit Curve Geld abzuheben, wenn die eigentliche Kreditkarte Gebühren verlangt hätte, ist nun leider Geschichte: https://blog.imaginecurve.com/introduction-of-new-technology-for-transaction-processing/
Ganz unten im Artikel steht's.

    DealDoktor

    17.09.2018, 12:35 Antworten Zitieren #

    @ChelleSocial:
    Ja, das ist ja verdammt unschön…. Mal schauen, ob sich daran nochmal etwas ändern wird, ich habe den Beitrag soweit mal aktualisiert, danke für den Hinweis.

ghaiss

17.09.2018, 19:32 Antworten Zitieren #

Vorsicht auch bei einem Einsatz im Ausland (nicht EU):
Viele Kreditkarten berechnen immer egal mit welcher Währung man eig. am Ende zahlt eine Auslandseinsatzgebühr.
Mit den neuen Richtlinien von Curve kann es sein, dass die Bank solche Transaktionen jetzt als Auslandseinsatz erkennen kann und trotz einer Belastung von Curve in Euro dann entsprechende Gebühren dazu berechnet.

Also um ehrlich zu sein, der einzige Vorteil jetzt bei Curve ist nur noch eine einzige Karte anstatt mehrere in der Portmonnaie zu haben, die man schnell von der App sperren/entsperren kann.

Kurze Frage, hat jemand seit der letzten Update getestet, ob jetzt auch z.b. N26 bz.w Revolut (Debit) Bargeldabhebungen mit Curve erkennen und dann diese von der gesamten monatlichen Verfügung abziehen?

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