Amazon Photo on Delivery: Lieferung mit Beweisfoto

Mit Amazon Key, den hauseigenen Packstationen „Amazon Locker“ und dem Zusteller „Amazon Logistics“ hat der E-Commerce Riese in letzter Zeit schon einiges rund ums Thema Paketzustellung ausprobiert. Jetzt testet man einen neuen Service, der Kunden zeigen soll, dass und wo ihr Paket abgelegt wurde, falls sie nicht vor Ort waren.

Amazon Logistics

Wie funktioniert Photo on Delivery?

Noch gibt es Photo on Delivery nur in ein paar Städten in den USA. Sollte er aber auch in Deutschland eingeführt werden, sähe das volgendermaßen aus: Erste Voraussetzungfür den Service ist, dass das Produkt durch Amazon versendet wird. Ist dies der Fall, muss es auch noch von Amazon Logistics und nicht DHL, Hermes oder DPD zugestellt werden. Dazu müsst ihr im Raum Berlin, Bochum, Mannheim/Frankfurt, Köln und München wohnen, denn nur dort liefert in Deutschland auch Amazon Logistics.

Ist man nun nicht zu Hause und hat im Amazon-Konto einen Ablageort hinterlegt, wird das Paket dort platziert. Dann macht der Paketbote ein Foto, welches euch genau zeigt wie und wo das Paket liegt. Dieses Foto bekommt ihr dann mit einer Benachrichtigung durch die Amazon-App auf euer Handy.

Amazon Photo on Delivery Twitter
So sah ein Foto aus, welches eine US-Kundin von Amazon bekommen hat

Das Foto bleibt dann auch dauerhaft auf der Tracking-Seite der Bestellung einsehbar. Wem das zu sehr in die Privatsphäre eingreift, kann sich einfach von AMZL Photo on Delivery abmelden. Dazu klickt man einfach bei einem Zustellfoto bei „Meine Bestellungen“ auf „keine Zustellfotos aufnehmen„.

Welche Vorteile bietet der Service?

Zwei Vorteile soll der neue Service bieten:

  • Pakete, die „irgendwo“ abgelegt wurden, sind dadurch einfacher zu finden (ich hatte eins in der Papier-Mülltonne, ohne Hinweis darauf)
  • Diebstähle, z.B. durch den Boten selber, sollen so reduziert werden (in den USA wohl ein größeres Problem)

Ob man durch ein Foto wirklich verhindern kann, dass sich jemand das Paket nach der Erstellung des Fotos einsteckt, wage ich zu bezweifeln. Zum Glück ist Amazon ja bekanntlich sehr kulant, was verschwundene Bestellungen angeht. Wirklich gut ist aber, dass man so immer den Ablageort kennt bzw. dass sich der Bote vielleicht eher an den präferierten Ablageort hält, wenn er ein Beweisfoto machen muss.

Amazon Logistics verpasst

Einen Testlauf gab es in den USA schon die letzten sechs Monate lang. Nun können Amazon-Kunden in Indianapolis, Las Vegas, Oregon, San Francisco, Seattle und Nord-Virginia den Service nutzen. Ob und wann Photo on Delivery auch nach Deutschland kommt, ist zurzeit noch unbekannt. Gerade für Hausbesitzer könnte ich mir den Service aber als nützlich vorstellen. So muss nicht mehr der Vorgarten abgesucht werden 😀 . Würdet ihr das Angebot nutzen?

Jule192

28.03.2018, 11:15 Antworten Zitieren #

Ja, nach dem Foto kann der Bote es trotzdem noch mitnehmen, also dieser Grund entfällt ja wirklich. Und direkt vor der Tür ist auch nicht so ideal, kann ja auch ein anderer klauen.

TheKlappstuhl

28.03.2018, 11:40 Antworten Zitieren #

Ich stelle mir das in Städten ein bisschen schwierig vor, gerade in Mehrfamilienhäusern.
Wenn man nicht da ist, kommt der Paketbote entweder gar nicht erst ins Haus oder er muss es beim Nachbarn abgeben. Ob die ihren Wohn- oder Eingangsbereich so gerne fotografiert haben wollen?

bd2610

28.03.2018, 12:23 Antworten Zitieren #

Am Anfang des Artikels steht, dass der Photo on Delivery-Service im Raum Berlin, Bochum, Mannheim/Frankfurt, Köln und München getestet/angeboten wird, am Ende des Artikels steht „Ob und wann Photo on Delivery auch nach Deutschland kommt, ist zurzeit noch unbekannt.“

Irgendwie widerspricht sich das🙈

    DealDoktor

    28.03.2018, 16:38 Antworten Zitieren #

    @bd2610:
    Stimmt, das war ein wenig unverständlich dargestellt von mir. Habe das mal angepasst. Danke dir.

nervebehale

28.03.2018, 13:16 Antworten Zitieren #

Finde ich irgendwie völlig sinnfrei.

passbr

28.03.2018, 13:37 Antworten Zitieren #

Ich höre die deutschen jetzt schon wieder nach Datenschutz und Privatsphäre schreien. Wie damals bei Google Streetview… Von der Idee finde ich es nicjt schlecht. Gerade wenn die blauen Götterboten das Paket irgendwo verstecken und mir in Kyrillisch auf der Benachrichtigungskarte einen Hinweis geben wollen.

Jule192

28.03.2018, 13:46 Antworten Zitieren #

@passbr: bei mir noch nie passiert. Wie auch, wenn man keinen Ablageort angibt. Suchen tu ich nicht danach. Dann ist es wohl nicht vorschriftsgemäß geliefert. Möchte es persönlich annehmen und sehen das nichts beschädigt ist etc.

What.Zid.Tooya

30.03.2018, 23:17 Antworten Zitieren #

Ich würde es nicht testen bzw.haben wollen. Da hole ich mir lieber die Pakete bei der Post ab und habe den Beweis da ich meinen Ausweis vorlegen musste.

eujeujeu666

08.04.2018, 07:21 Antworten Zitieren #

DPD hat ein Paket einfach mal in die Auflagenbox auf Terrasse bei mir verstaut.Ohne Hinweis wo es ist.Noch krasser war Hermes bei meiner Schwester.Da war das Paket in der blauen Papiertonne.Ohne einer Benachrichtigung im Briefkasten.Da finde ich das mit dem Foto schon nicht schlecht.

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