Appgesichert per Smartphone: Versicherungsapps im Vergleich

Update Info zu unserem Special: Bei Clark könnt ihr grad bis zu 200€ in Amazon.de Gutscheinen abstauben.

Wenn der Keller unter Wasser steht oder man sich versehentlich auf die Ray-Ban Sonnenbrille des Kumpels gesetzt hat ist es umso besser, die entsprechende Versicherung abgeschlossen zu haben. Doch wo war denn bloß die Haftpflichtversicherung und welche Schäden deckt nochmal die Hausratversicherung ab? Sogenannte Insurtechs schaffen helfen hier weiter. Mittels App kann man kinderleicht Verträge auf dem Smartphone verwalten, Schäden melden und Tarife miteinander vergleichen.

Nachfolgend wollen wir euch einen Überblick zu Versicherungs-Apps geben und die jeweiligen Angebote vergleichen.

Was ist ein Insurtech?

Bei diesem Wort handelt es sich um die Kombination von Versicherungsdiensten (engl. Insurance = Versicherung) und digitaler Technologie. Insurtechs setzen genau wie die Fintechs (moderne Technologien bei Finanzdienstleistern) im Banking-Bereich auf das Smartphone als Werkzeug. Diese Konzepte sollen Versicherungen günstiger und einfacher machen. Bei Insurtechs handelt es sich somit um eine kostengünstige Alternative zu den Maklern vor Ort. Wieso aber für eine vergleichbare Leistung mehr zahlen, wenn man sie auch günstiger haben kann?

Welche Arten von Insurtechs gibt es?

Die verschiedenen Angebote von Insurtechs sind vielfältig. Dem folgenden Cluster kann man die diversen Angebot entnehmen:

Quelle: friendsurance, 2016 (click to zoom)

Contract Management/Brokerage

Dabei handelt es sich um die Grundform von Insurtechs. Auf Basis einer onlinebasierten App, können Kunden die eigene Versicherung verwalten, Verträge einsehen und managen. Zusätzlich werden oft Beratungsleistungen angeboten. Bekannte Anbieter sind WeFox (ehemals Financefox, hier bis zu 200€ Cashback), GetSafeClark (hier bis zu 200€ Cashback) oder Knip.

Peer-to-Peer Insurance

Zusätzlich zu den Angeboten im Contract Management werden bei dieser Form des InsurTechs die Versicherten zu einzelnen Gruppen zusammengeschlossen und Versicherungsbeiträge in einem  gemeinsamen Pool gesammelt. Der Vorteil: Wenn die Gruppe schadensfrei bleibt, reduzieren sich die eigenen Beiträge anteilig. Anbieter ist unter anderem friendsurance.

Spot Insurance

Eine Unfallversicherung nur für einen Besuch im Fußballstadion oder einen Kita-Ausflug abschließen? Das geht! InsurTechs wie RiskEraser und Appsichern bieten solche Kurzzeit-Policen an.

eCommerce Insurance

Ihr wollt euer Handy zusätzlich zur Hersteller-Garantie gegen Wasserschäden, Bruchschäden etc. versichern und sucht eine günstige Alternative zu den Angeboten von MediaMarkt, Saturn und anderen Elektrogeräteanbietern? Dann probiert diese Insurtechs aus. Hier gibt es Handyversicherungen schon ab 1,99 Euro pro Monat. Aktuell gibt es bei  Schutzklick und WeFox eine Gratis Handyversicherung für 12 Monate!

Health Insurance

Besonders beliebt sind in den USA diese Insurtechs für das Gesundheitswesen. Dabei können die Nutzer dieser Apps ihre Symptome oder Gesundheitsbeschwerden beschreiben und sie über eine App mit ihrem Arzt besprechen. Außerdem werden Nutzer für besondere Fitnessleistungen mit Gutscheinen oder anderen Angeboten belohnt. Diese Versicherungen sind auf dem deutschen Markt noch nicht verbreitet.

Usage Driven Insurance

Bei solchen Unternehmen werden auf Basis der Informationen zum Kunden neue Versicherungsangebote berechnet und vorgeschlagen. So können zum Beispiel Kfz-Versicherungen vorgeschlagen werden, die günstiger werden, wenn ein Kunde wenig fährt.

Wie funktioniert eine Versicherungs-App?

Die Maklervollmacht

Im Folgenden möchten wir euch beispielhaft erklären, wie Apps im Spektrum „Contract Management“ funktionieren! Basis einer Versicherungs-App ist bei allen Anbietern ein Maklerauftrag und eine Maklervollmacht, die der Kunde ausstellt.

§69 Versicherungsvertragsgesetz (VVG):
„Der Versicherungsvertreter gilt als bevollmächtigt, … Anträge auf Verlängerung oder Änderung eines Versicherungsvertrags … und sonstige das Versicherungsverhältnis betreffende Erklärungen sowie die … zu erstattenden Anzeigen vom Versicherungsnehmer entgegenzunehmen und … zu übermitteln.“

Auf dieser Rechtsgrundlage darf das Insurtech den Kunden in allen Versicherungsfragen beraten. Er klärt auf Wunsch dessen offene Punkte zu bestehenden Versicherungen mit den jeweiligen Versicherungsgesellschaften ab. Somit ist ein Insurtech dem Versicherungsmakler gleichgestellt. Das heißt, alle Versicherungen, die der Kunde über die App einholt, werden vom bestehenden Versicherungsvertreter – sofern dieser sich überhaupt bisher aktiv darum gekümmert hatte – auf das Insurtech als Makler übertragen.

Das Herzstück: Die App

Alle Anbieter stellen dem Kunden über eine bedienerfreundliche App eine Übersicht zu allen bestehenden Versicherungen zur Verfügung. Auf dieser Basis können dann die Versicherungen überprüft, verglichen und bei Bedarf neu abgeschlossen werden.

clark App-Screenshot

An den Konditionen und Versicherungsbeiträgen der bestehenden Versicherungen ändert sich nichts für den Kunden. Ziel von Insurtechs ist es, passende Versicherungen zu finden, die billiger sind. So wirbt Clark damit, mit der App bis zu 50% geringere Beiträge zu zahlen als bei einem üblichen Versicherungsmakler.

Was passiert im Schadensfall?

Bei einem Schadensfall ist das Insurtech der erste Ansprechpartner, der im weiteren Schritt die Meldung an die Versicherungsgesellschaft vornimmt. Die Schadensmeldungen werden durch E-Mail, Chat oder telefonisch aufgenommen. Einige Apps bieten zudem die Möglichkeit, einen Schaden direkt durch Hochladen eines Fotos zu melden.

Verwaltungs-Apps (Contract Management) im Vergleich

Firma FinanceApp AG Knip (Deutschland) GmbH GetSafe GmbH Clark Germany GmbH
Gründung  2014  2013  2014 2015
App-Downloads 10.000+ 100.000+ 50.000+ 500.000+
 Bewertung (Playstore)* (3,7)  (2,8)  (3,4)  (3,1)
 Funktions-umfang  12 Monate kostenlose Handyversicherung bei Hochladen von Policen

 keine Verwaltung mehrerer Familienmitglieder

 Policen des Lebenspartners können mit aufgenommen werden  Policen sind als PDF hinterlegt

 Policen des Lebenspartners können mit aufgenommen werden

 Bewertung aller eingetragenen Versicherungen

 Prämie an Makler wird immer offengelegt

Leistungs-angebot über 200 Versicherungen  rund 120 Versicherungen  rund 100 Versicherungen  rund 160 Versicherungen
Bedienung der App Direktes Hochladen von Arztrechnungen, falls nicht direkt abgerechnet werden können

keine Desktopversion

Eingabe von Policen vor finaler Einrichtung der App

keine Desktopversion

 Über Desktopversion nur Informationen zu Krankenversicherungen Nutzung des vollen Funktionsumfangs auch als Desktopversion
Service  bester Service und umfangreichster FAQ-Bereich  Schaden melden durch Bild hochladen  Schadensmeldung durch Mitarbeiterrückruf Bedarfs-Check ohne Maklermandat
mgl. Ersparnis bis zu 100€ pro Jahr keine Aussage hierzu durchschnittlich 120€ pro Jahr bis zu 600€ pro Jahr
Maklermandat  ohne Mandat nutzbar  ohne Mandat nutzbar  ohne Mandat nicht nutzbar  ohne Mandat nicht nutzbar (nur Bedarfs-Check)
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*Stand: Februar 2017

FinanceFox

Das Schweizer Unternehmen punktet vor allem im Thema Leistungsangebot. Mit über 200 Versicherungsgesellschaften als Kooperationspartner stellt FinanceFox den Primus der Insurtechs dar. Des Weiteren bietet der schweizer Anbieter gute Einstiegsangebote an, darunter eine kostenlose Handyversicherung oder 20€ Amazon.de-Gutscheine für jede eingetragene Versicherung. Ebenfalls bietet FinanceFox an, nach alternativen Versicherungsangeboten zu suchen. Das Insurtech wirbt damit, bis zu 1000€ pro Jahr einsparen zu können. Ein Schwachpunkt der App ist, dass die Policen von Familienmitgliedern nicht in einer Übersicht zur Verfügung stehen.

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Knip

Diese App bringt wortwörtlich bares Geld, denn Knip ist holländisch und bedeutet „Geldbörse“. Bei Knip handelt es sich – nach App-Downloads – um das größte Insurtech in der Vergleichsgruppe. Die App wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Fintech Award 2016. Knip bietet zwei Modi an. Wer will kann Knip eine Vollmacht zur Verwaltung der Versicherungen geben, so kann schnell und einfach auf Vertragsänderungen reagiert und stets die günstigste Alternative gewählt werden. Wer das nicht will kann die App auch nur zur Darstellung der eigenen Policen – ohne Maklermandat – nutzen. Ein Minuspunkt der App ist die noch geringe Anzahl von Kooperationen mit Versicherungsgesellschaften.

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GetSafe

Bei GetSafe handelt es sich um die App, die gemessen an Google Play Store Bewertung am besten abschneidet. Insgesamt 60.000 Versicherungen verwaltet GetSafe derzeit. Die App wurde vom TÜV Saarland mit der Zertifizierung „Geprüfter Datenschutz“ ausgezeichnet. Großes Plus ist, dass die Policen als PDF in der App zur Verfügung stehen und ausgedruckt werden können. Allerdings steht bei GetSafe ohne Maklermandat keine Funktion zur Verfügung. Außerdem bietet die Desktopversion des Insurtechs zu wenige Inhalte um sich als potentieller Kunde vorher ausreichend zu informieren.

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Clark

Das Insurtech verspricht Einsparungen bis zu 600€ durch den Vergleich der bestehenden Versicherungen. Dabei hilft ein eigens entwickelter Robo-Advisor, der die aktuellen Versicherungsverträge auf Sparpotential untersucht und dem Nutzer entsprechende Alternativen vorschlägt. Großer Vorteil von Clark ist die hohe Transparenz. So steht ein Bedarfs-Check offen zur Verfügung, ohne Anmeldung und Maklermandat. Für das Managen von Versicherungen erhältst du bei Clark Amazon.de-Gutscheine von bis zu 200€.

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Was sind allgemein die Vorteile einer Versicherungs-App?

  •  Alle Policen von unterschiedlichen Versicherungsgesellschaften in einer App im Überblick
  •  Schäden müssen nicht schriftlich eingereicht werden, sondern können bequem papierlos gemeldet werden. In einigen Fällen genügt das Hochladen von Bildern des entsprechenden Schadens.
  •  Terminvereinbarungen und Fragen können ganz einfach über die App gestellt werden
  •  Insurtechs sind bei der Empfehlung von neuen Produkten unabhängiger, da sie aus einer großen Auswahl von Versicherungsgesellschaften das passende Produkt auswählen können. Klassische Versicherungsmakler dagegen sind oft an eine Versicherungsgesellschaft gebunden
  •  Mitarbeiter von Insurtechs werden nicht auf Provisionsbasis bezahlt, sondern erhalten ein Festgehalt

Wie verdient ein Insurtech Geld?

Mit der Zustimmung des Maklermandats für das Insurtech erhält das Unternehmen die Provisionen, die vorher der bisherige Versicherungsvertreter erhalten hat. Zu unterscheiden sind hier grundsätzlich Abschluss- und Bestandsprovision. Die Bestandsprovision fällt jährlich – also regelmäßig – für die Betreuung der Versicherung an. Dabei geht es darum dem Versicherten als Ansprechpartner u.a. bei allgemeinen Rückfragen und Schadensfällen zur Verfügung zu stehen. Dagegen handelt es sich bei der Abschlussprovision um eine einmalige Gebühr. Sie entsteht nur dann, wenn eine neue Versicherung vermittelt wird.

Damit entstehen bei einem bloßen Wechsel zum Insurtech keine neuen Kosten für den Versicherten, erst beim Abschluss neuer Versicherungen. Allerdings ist das Ziel der Beratung von Insurtechs alte, teure Versicherungen gegen neue, günstigere Versicherungen zu tauschen. Dabei wird darauf geachtet, dass der Effekt der einmaligen Abschlussprovision durch eine im Zeitablauf günstigere Bestandsprovision ausgeglichen wird.

Quelle: clark.de

Wer seine Versicherungen über Freunde oder Verwandte bezieht, sollte vorher nachfragen, damit niemand verärgert wird 🙂 Aber keine Sorge, viele Insurtechs wie beispielsweise FinanceFox bieten Ihre App-Lösung als Partner für klassische Makler an (siehe Vergleich). Wer seinen Makler behalten möchte, schließt einfach keine Maklervollmacht ab – das ist nämlich keine Voraussetzung für die Anmeldung. Viele Apps bieten eine Verwaltung ohne Maklermandat an.

Kann ich dem Ganzen trauen?

Etablierte Versicherer haben in der Gesellschaft einen Vertrauensbonus beim Kunden, das ist richtig. Allerdings traut ein Großteil aller Verbraucher den Insurtechs zu, von dessen alternativen Produkten profitieren zu können.

Versicherungs-Apps sind dabei schon lange kein unbeschriebenes Blatt mehr. FinanceFox hat mittlerweile 80.000 Kunden in Deutschland. Das Insurtech findet auch auf der Investorenseite großen Anklang. So erhielt die App im Jahr 2016 satte 28 Millionen Euro als Finanzierung von außen. Auch in die App Clark flossen vergleichbare Investitionen, zuletzt 13,2 Millionen Euro. Dies zeigt wie ernst und profitabel die Idee und das Geschäftsmodell der Versicherungs-Apps gesehen wird.  Ebenso haben GetSafe und die Tochter der Frankfurter Sparkasse, 1822direkt, eine Partnerschaft geschlossen. Ziel ist die Einbindung der App auch für Bankkunden in das Onlinebanking. Demnach sollen die Kunden auch den eigenen Versicherungsschutz digital verwalten können.

Auch klassische Versicherungsgesellschaften interessieren sich vermehrt für die mobilen Lösungen und gehen bewusst Kooperationen mit Insurtechs ein. Die R+V, Versicherungsgesellschaft für Volksbanken lässt momentan von einem IT-Unternehmen eine App entwickeln, mit der Unfälle künftig erfasst werden können. Die Allianz kündigte 2016 die Zusammenarbeit mit Simplesurance an. Hinter dem Firmennamen Simplesurance steht in Deutschland die Marke Schutzklick, die Spot Insurance anbietet (siehe Kapitel „Welche Arten von Insurtechs gibt es?“). Weiter ist die Axa zu nennen, die einen Investmentfonds angelegt hat, welcher bereits mehr als 20 Startups unterstützt. Dies ist nur eine exemplarische Auflistung von vielen weiteren Kooperationen in der Versicherungsbranche.

DealDoktor meint

Insurtechs bieten einen vollumfänglichen Service, von der Versicherungsverwaltung bis hin zur Schadensmeldung. Wer lediglich seine Versicherungen in einer App verwalten möchte und dabei auf alle anderen Services verzichten will, kann dies mit FinanceFox oder Knip tun. Daneben bietet GetSafe die unserer Meinung nach übersichtlichste App an. Für die Zaghaften gibt es bei Clark die Möglichkeit ganz unverbindlich einen ersten Bedarfs-Check zu absolvieren. Des Weiteren bieten viele Insurtechs über Gutscheine und kostenlose Versicherungen einen idealen Start in den digitalisierten Policenordner an. Falls ihr weitere Fragen habt steht euch der DealDoktor natürlich immer gerne für Rat zur Seite.

Jens Otto B.

28.02.2017, 23:44 Antworten Zitieren #

Mega, Vielen Dank! Ich wusste gar nicht was für Möglichkeiten es auf dem Themengebiet alles gibt!

Pflanze5001

01.03.2017, 17:50 Antworten Zitieren #

@Doc: Kann nicht in der App geöffnet werden

01.03.2017, 18:19 Antworten Zitieren #

Lieber DD, jetzt bin ich mit den Versicherungsmaklers raus. Rendite ist gut, verstehe ich, aber was zuviel ist, ist zuviel.
Halte mich jetzt lieber an Hunkemöller und Eis.de.

Yoghurtsan

07.03.2017, 10:24 Antworten Zitieren #

Nein liebes DD-Team, einen Maklerauftrag einfach so an einen fremden ausstellen?
Hier reden wir nicht von einem Handyvertrag, sondern davon an einen nicht persönlich erlebten Makler (Maklerbüro) sämtliche persönlichen Daten, inklusive Gesundheitsdaten, auszuhändigen. 😱

Das ihr das so ungeniert und unreflektiert pusht? Ein Schelm der dabei Böses denkt. 🤑

    DealDoktor

    07.03.2017, 17:40 Antworten Zitieren #

    @Yoghurtsan:
    Pffft 🙂 Du bist doch der Herr deiner Daten – niemand zwingt dich zu etwas. Was wir hier tun ist nichts anderes als das transparente Vorstellen, Erklären, Aufklären und Vergleichen verschiedener Anbieter, die es nun mal am Markt gibt. Sei doch froh, dass wir hier transparente Hintergrundinformationen liefern und sich jeder selbst ein Bild von der Sache machen kann. Deine Gesundheitsdaten musst du doch nicht preisgeben, keiner zwingt dich, deine Krankenversicherung hier anzugeben – zudem sind sie bei deiner Krankenkasse ja auch allen möglichen Mitarbeitern zugänglich – und kennst du die persönlich?

Yoghurtsan

07.03.2017, 21:32 Antworten Zitieren #

@Dealdoktor
Ich bin halt vorsichtig und eine Maklervollmacht impliziert halt, das derjenige einfach meine Versicherungen wechseln und kündigen kann. Auch ohne mit mir Rücksprache zu halten.
Ich bin auch lang genug auf der Welt, um zu wissen, das viele Start-ups schneller verschwinden als mann bis 10 zählen kann. Egal was die versprechen.
Also laufe ich halt Gefahr, das die bei mir alles durcheinanderbringen und ggfs. Pleite gehen. Weiß ich wo meine Daten dann verbleiben? Vlt. in der Nachfolgefirma?
Mann muss nicht jedem vermeintlichen Trend hinterherlaufen.

Das mit einem gestandenem Unternehmen zu vergleichen ist genauso lächerlich wie die AFD in die Regierungsverantwortung bringen zu wollen. (zumindest zum jetzigen Zeitpunkt)
Sorry DD

    DealDoktor

    08.03.2017, 14:11 Antworten Zitieren #

    @Yoghurtsan:
    Vorsichtig zu sein ist ja auch gut, auch wenn ich deine Sorgen nicht teile! Ohne deine Zustimmung alles durcheinander zu bringen, wie du es formulierst, würde von krimineller Energie zeugen. Zudem habe ich niemals hier mit „gestandenen Unternehmen“ verglichen, sondern nur entsprechende Versicherungsapp-Anbieter untereinander. Den Vergleich mit der AfD lass ich mal komplett unkommentiert, Politik hat hier nun wirklich nichts verloren.

Tom

08.03.2017, 06:50 Antworten Zitieren #

Ich kann mich Deiner Meinung nur anschließen. „Was wir hier tun ist nichts anderes als das transparente Vorstellen, Erklären, Aufklären und Vergleichen verschiedener Anbieter, die es nun mal am Markt gibt. Sei doch froh, dass wir hier transparente Hintergrundinformationen liefern“ Was ihr hier tut ist auf eine andere Weise als auf der Startseite Produkte oder Dienstleistungen verkaufen zu wollen. Meine Krankenkasse, da kann fast jeder Mitarbeiter meine Daten sehen, auch möchte meine Krankenkasse Geld verdienen, die Mitarbeiter arbeiten aber nicht auf Provisionsbasis und haben keinen Druck wie ein Makler o.ä. und verfolgen daher auch ganz andere Ziele bzw. arbeiten in einer anderen Art und Weise. Der Vergleich passt gar nicht.
Bei der Recherche liest man immer wieder Zeilen wie „Dürfen Versicherungs Apps für mich Verträge abschließen?
Knip, Clark, GetSafe, simplr, asuro, treefin, TED oder FinanceFox sind gerade voll im Trend. Zumindest könnte man diesen Eindruck bekommen, denn täglich wird man im Fernsehen, in sozialen Netzwerken wie Facebook und auf Plakaten mit diesen neuen Versicherungs Apps konfrontiert. Herausgeber dieser Apps sind sogenannte FinTech Unternehmen. FinTech ist ein Kunstwort und zusammengesetzt aus den beiden Worten Financial Services (Finanzdienstleistungen) und Technology (Technologie). Aber was genau steckt eigentlich dahinter? Was viele nicht wissen: bevor es losgehen kann, verlangen die meisten Apps erst einmal, dass Sie dem Unternehmen eine Maklervollmacht erteilen. Damit kann das Unternehmen dann Ihre Verträge in Ihrem Namen verwalten. Also auch küdigen und neue abschließen! Überlegen Sie sich also gut, ob Sie dieses Novum an eine FinTech Firma abgeben möchten, dessen Mitarbeiter Sie nicht kennen bzw. noch nie gesehen haben. Vielen ist dies gar nicht bewusst und hätten sonst wohl die App direkt wieder gelöscht.“ Was sagt ihr dazu? Im Artikel stehen typischerweise keine Kritiken oder Warnhinweise, nur, wie so oft, wie toll das doch alles sein kann. Angereichert mit einem Amazongutschein, um noch mehr zu locken.

Yoghurtsan

08.03.2017, 20:21 Antworten Zitieren #

@DealDoktor
Wenn meine Sorgen nicht geteilt werden, dann hat das vlt was mit fehlender Lebenserfahrung oder auch einem fehlenden Bewusstsein für den Markt zu tun. ;-).

Menschen sind nicht immer das, was Sie vorgeben zu sein und speziell unter Druck (rein provisionsabhängige Bezahlung) passiert allzu häufig Mist. Hat sich zigfach in der Vergangenheit bewahrheitet.
Siehe die damals „innovativen“ Strukturvertriebe. AWD oder MLP würden auch mit „Preisen“ überhäuft. Was die bei Ihren Kunden hinterlassen haben, ist ja eh ne Sache für sich.
Kritik gilt aber auch den normalen Commerzbank oder Volksbank Bänkern, die in den Abteilungen Druck bekommen unbedingt bestimmte Fonds oder Altersvorsorgeprodukte mit bestimmten Quoten an den Kunden zu bringen.

Wenn ich dann noch lese, das Finanzkräftige Investoren in solche Unternehmen einsteigen, dann wird mir noch mulmiger. Jedem sollte klar sein, was diese erwarten und welchen Einfluss Sie vorallem in kleinen Unternehmen zwangsläufig haben. Maschmeier lässt Grüßen.

Wenn man sich dann auch noch die Möglichkeit nimmt, jemanden persönlich einschätzen zu wollen bevor man diesem eine Maklervollmacht ausspricht, dann kann ich mich nur angesichts dieser Arglosigkeit nur am Kopf packen.

Aber Hauptsache da wird in den Medien wieder was neues…Nie dagewesenes und trendiges vorgestellt… Like dalassen…

Vielleicht wird es jetzt ein wenig klarer, warum ich mich mitunter so gegen Maklervollmachten sträube.
Vielen sind die Konsequenzen schlichtweg nicht bewusst.

Naja. bzgl. der „gestandenen Unternehmen“ bezog ich mich auf dein Gleichnis mit den Mitarbeitern einer Krankenkasse. Und das ist schon weit hergeholt.

Politik ist ein anderes Thema.

Ich mags aber auch grundsätzlich nicht, wenn einem für komplexe Themen scheinbar einfache Lösungen präsentiert werden.
Auch wenn ich eure Arbeit ansonsten sehr schätze, in diesem Bereich übe ich halt an euch Kritik.

Der Ex

08.03.2017, 20:24 Antworten Zitieren #

Vollste Zustimmung, ich hätte es nicht besser ausdrücken können. 👍

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