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đŸ€‘đŸ„” Smart heizen mit tado° Heizkörper-Thermostaten – ein Erfahrungsbericht

Bereits seit Ende 2015 nutze ich nun die smarten Heizkörper-Thermostate tado°. In diesem Ratgeber möchte ich nach nach fast 8 Jahren Nutzung einmal einen Blick zurĂŒckwerfen. Was hat sich in dieser Zeit getan, was habe ich gespart und was waren eigentlich die Nachteile der ersten Generation? 

Insgesamt kann ich aber bereits an dieser Stelle den tado°-Support loben. Manchmal hat die RĂŒckmeldung zwar ein paar Tage gedauert, aber selbst nach Jahren wurde mir noch geholfen und auf Kulanz ein „Ersatz“ zugesandt. Das ist nicht alltĂ€glich – doch dazu spĂ€ter mehr. Auf geht’s!

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Was war der Grund fĂŒr die Anschaffung?

Eigentlich kann ich es kurz und knackig ausdrĂŒcken: Ich hatte 2015/2016 mein teures Studium abgeschlossen, hatte einen festen Job und Bock meine Wohnung auf SmartHome umzurĂŒsten. Neben der Netatmo-Wetterstation und den bekannten Hue-Birnen musste dann natĂŒrlich auch die Heizung smart gesteuert werden. HierfĂŒr hatte ich zwar bereits ein Einsteiger-Bluetooth-Modul eines No-Name-Herstellers, doch dieses musste nun weichen.

Neben der smarten Steuerung meiner Wohnung – was damals mal richtig cool war – hatte tado° natĂŒrlich auch weitere Vorteile. Denn ich wollte es ja angenehm warm haben, wenn ich nach hause komme, aber dennoch nicht den ganzen Tag die Heizung auf niedriger Stufe köcheln lassen. Außerdem habe ich regelmĂ€ĂŸig vergessen die Heizung abzustellen, wenn das Fenster im Badezimmer zum LĂŒften geöffnet war. All das sollten ja Dinge sein, die mit tado° der Vergangenheit angehören sollten…

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Die AnfÀnge von tado° in meiner Wohnung

NatĂŒrlich im Angebot – die Bestellung ging Ende November bei tado° ein und Stammuser wissen, was da ist – habe ich mir also das damals 199€ teure Starterkit mit 2 Thermostaten bestellt. Die App war damals eine kleine Katastrophe und entsprechend hat die Einrichtung und Kopplung mehr schlecht als recht funktioniert. Aber mit dem Support hatte ich es nach zweitĂ€gigen WutanfĂ€llen hinbekommen. 

In jedem Thermostat ist ein kleiner versteckter Button untergebracht, der nach dem Anbringen an der Haltevorrichtung an der Heizung gedrĂŒckt wird und somit die Kopplung startet. Manchmal muss man mit einem Zahnstocher oder ein BĂŒroklammer testen, ob die Batterien oder Akkus noch Strom haben. Sollte der Stift nach dem DrĂŒcken nicht herausfahren, sollte eine neue Batterie eingelegt werden.

Die Vorgehensweise zur Anbringung an die Heizung war damals wie heute identisch. Das vorhandene „analoge“ Thermostat abschrauben, den passenden Adapter anschrauben, Batterien einlegen (heute funktionieren bestimmte Akkus auch) und anschrauben. Danach kalibriert sich das Thermostat selbst (der Stift wird einmal ganz raus und wieder reingefahren) und damit ist die Installation abgeschlossen. Vorher muss das EmpfĂ€ngermodul mit einem USB-Anschluss gekoppelt werden und natĂŒrlich der ganze Kram in der App integriert werden. Mittlerweile funktioniert das reibungslos – anfangs war es – wie bereits beschrieben – etwas hakelig. 

Beachtet, dass die Heizung nach dem Abschrauben des alten Thermostates – oder beim Entfernen der tado°-Thermostate – quasi auf höchster Stufe agiert und somit sehr warm wird. Man kann sich da schon ordentlich die Finger „verbrennen“.

Was hat sich ĂŒber all die Jahre getan?

Im Grunde konnte ich ĂŒber die vielen Jahre mehrere positive Entwicklungen beobachten. Diese betreffen dabei die QualitĂ€t der Thermostate, die Verarbeitung der Adapter fĂŒr die Heizung, der Support und natĂŒrlich die Funktionen in der App. Ich hoffe ich bringe noch alle Entwicklungen zusammen… 🙂

  • Die QualitĂ€t

Ich habe noch die beiden ersten tado°-Thermostate im Einsatz. Mittlerweile habe ich aber auch drei weitere neue Module im Einsatz. Hierbei ist mir aufgefallen, dass an den ersten Modellen der Drehring, mit dem die Temperatur direkt am Modul eingestellt werden kann, teils recht locker und billig wirkt. Das hat sich bei den neuen Modellen definitiv gegeben. Außerdem erhalten die neuen Module eine neuere Firmware, bieten Support fĂŒr die Premiumfunktionen und sind mit bestimmten Akkus kompatibel.

Erst fĂŒr die VA02 Heizkörper-Thermostate (ab 2019 erhĂ€ltlich) und Smarte Heizkörper-Thermostate Basic sind die wiederaufladbaren Panasonic Eneloop AA 2000 mAh NiMH Batterien möglich. Ich selbst nutze aber nur noch Eneloop in allen meinen GerĂ€ten und entsprechend zeigen meine Thermostate noch dauerhaft einen niedrigen Batterieladestand an. Trotzdem funktionieren diese problemlos.

  • Die Adapter fĂŒr die Heizung

Eigentlich gehört das Thema noch zur QualitĂ€t, dennoch möchte ich es gerne separat ausfĂŒhren, da mich das wirklich Nerven gekostet hat. Hintergrund ist, dass ich regelmĂ€ĂŸig eine Sauna hatte und das Thermostat wahlweise hinter der Couch, irgendwo in der KĂŒche oder auch mal in der Badewanne (natĂŒrlich gefĂŒllt mit Wasser) lag. Ich konnte mir das einfach nicht erklĂ€ren und habe dann gesehen, dass der Adapter fĂŒr die Heizung grau und nicht weiß (wie bei den neuen Modellen) war. Ich habe daraufhin den Support kontaktiert und umgehend neue Adapter erhalten. Diese funktionieren deutlich besser und mir ist seither kein Modul mehr abgefallen! 

  • Der Support

Klar, anfangs war tado° noch ein Startup und es gab entsprechend wenige verkaufte Module. Da war der Support natĂŒrlich noch recht flott. Ich habe schnell eine Antwort erhalten, die tado°-Community war gerade im Entstehen und es gab noch viele Bugs. Mittlerweile ist das Thema natĂŒrlich viel grĂ¶ĂŸer und auch professioneller geworden. Aber: Ich bin weiterhin richtig zufrieden mit dem Support. Man bekommt im Forum schon schnelle Hilfe, kann ggf. eine Mail versenden und erhĂ€lt innerhalb weniger Tage eine rasche und gute Lösung. 

  • die App

Oha – wenn ich mir die ersten Screenshots der Basis-App anschaue, muss ich manchmal schon noch schmunzeln. Diese orientierte sich natĂŒrlich noch am skeuomorphistischen Design von Apple. Die Funktionen waren aber bereits enthalten. Mittlerweile gibt es natĂŒrlich eine Vielzahl an weiteren GerĂ€ten (Wandthermostate, Klimasteuerungen, Basis-Thermostate, etc.) und Premium-Features in der App. Als User der ersten Stunde kann ich diese Features noch kostenlos nutzen, neue User können ein Abo abschließen. 

Wieviel konnte ich sparen?

Eine berechtigte und gute Frage betrifft natĂŒrlich die Einsparung durch die smarten Thermostate, denn die Anschaffungskosten sind ja nicht gerade gering. Laut App-Auswertung kann ich in den Wintermonaten ca. 10-15% einsparen. Allerdings kann ich es euch gar nicht genau sagen, denn insgesamt muss man hier natĂŒrlich immer die UmstĂ€nde betrachten. Kurz zu meinen Facts:

  1. 68 qm Wohnung  – gut gedĂ€mmt (2008 kernsaniert)
  2. nie offene TĂŒren – VorhĂ€nge, wenn die Katzen durchschlĂŒpfen sollen
  3. nur Wohnzimmer, GĂ€stebad und Masterbad werden beheizt
  4. Einstellung auf max. 22°C (eher weniger)
  5. FernwÀrme ist primÀrer EnergietrÀger

Ich habe die Thermostate so programmiert, dass diese mich tracken und bei AnnĂ€herung an die Wohnung langsam hochfahren. Ansonsten sind sie auf 15° respektive 18°C eingestellt. Ein „Vergessen“ ist ja nicht mehr möglich (man kann ja stets von unterwegs die Heizung ausschalten) und entsprechend habe ich bisher noch nie Nebenkosten nachzahlen mĂŒssen. Ich zahle derzeit ca. 2,50 pro qm (inkl. Hausmeister und co.) und habe selbst fĂŒr 2022 noch 250€ RĂŒckerstattung erhalten. Ich bilde mir also ein, dass ich ĂŒber die vielen Jahre die Anschaffung locker amortisiert habe.

Homekit, Alexa, IFTTT und co.

Schon frĂŒh war die Integration von tado° in Homekit und IFTTT gegeben. Entsprechend konnte man auch viele Funktionen testen – die mit der Zeit aber wieder deaktiviert worden. 😀 Mittlerweile nutze ich natĂŒrlich noch gelegentlich Siri fĂŒr die Abfrage der Temperatur oder fĂŒr das Einstellen der Heizung. Aber auch IFTTT habe ich wieder aktiviert, denn ich habe mit Fensterkontakte von Aqara besorgt und diese ĂŒber eine Schnittstelle zur Deaktivierung meiner tado°-Thermostate programmiert. Denn ich wollte bei geöffneten Fenster die Heizung grundsĂ€tzlich ausgeschaltet lassen und nach beispielsweise 30 Minuten eine gegen die eindringende KĂ€lte kĂ€mpfende Heizung haben. 

Die tado°-Thermostate erkennen anhand einer raschen TemperaturverĂ€nderung, dass ein Fenster oder eine TĂŒr geöffnet ist und fahren fĂŒr eine vorab in der App definierte Zeit die Heizung herunter.

Fazit

Kaum ein smartes Devise hat mich ĂŒber die Jahre so sehr ĂŒberrascht, wie die tado°-Thermostate. Mit der Zeit wurden stetige Verbesserungen vorgenommen und die initialen Anschaffungskosten habe ich lĂ€ngst wieder amortisiert. Entsprechend hoffe ich, dass euch mein kleiner Erfahrungsbericht gefallen hat. Schreibt uns doch gerne in die Kommentare, ob ihr Ă€hnliche Erfahrungen gesammelt habt. Wann seid ihr eingestiegen in das smarte Business? 😀

Euer Steven

Kommentare (15)
    • 12.10.2023, 13:10

    klingt interessant. Muss nicht damit unbedingt mal nĂ€her befassen. Danke fĂŒr den Beitrag

    • 12.10.2023, 15:13

    sind die zusĂ€tzlichen Artikel wirkich notwendig oder ist es ausreichend benutzerfreundlich die Thermostate ĂŒber die App zu steuern?

    • 16.10.2023, 18:26

    Moin, das Einsparpotential ist sicherlich in einer Mietswohnung bzw. einem Mehrparteienhaus gegeben wo ich selber keinen Zugriff auf die Regelung des WĂ€rmeerzeugers habe. Das geschieht dann aber auch zum Teil auf Kosten der anderen Bewohner, die nĂ€mlich fĂŒr meine kĂ€lteren RĂ€ume mitheizen mĂŒssen. Bitte immer die gesamte HĂŒlle eines GebĂ€udes betrachten. Das ganze elektronische Geraffel rausschmeissen (bzw. gar nicht erst anschaffen), alle Thermostate voll öffnen und durchheizen mit niedrigerer Vorlauftemperatur ist am Ende deutlich effizienter und sparsamer fĂŒr alle und damit auch besser fĂŒr die Umwelt. 😉

      • 02.11.2023, 20:29

      @tirreG: Jeder Mieter sollte auch mal seine Vermietung kontaktieren und nach der Vorlauftemperatur sparen. Dann kann man auch fĂŒr die anderen Mieter mit sparen, wenn diese deutlich zu hoch ist. Das hatten wir auch schon in einem Ratgeber geschrieben. 🙂

    • 26.10.2023, 15:36

    Warum soviel Technik fĂŒr die Heizung,wenn es auch kostengĂŒnstiger geht ?
    einfach AVM FRITZ!DECT 302 Funk-Heizkörperthermostat (20002961)
    FĂŒr 57,15€ plus 4,90€ Versand einmalig im okluge Shop kaufen, und auch komplett smart ĂŒber die fritzApp alles steuern.
    Macht bei 4 Thermostaten 233,80€ und vollkommen rundum-sorglospaket.
    tado Thermostate Basic quattro fĂŒr 256€ in der Aktionswoche.
    Also preislich ist fritz gĂŒnstiger und genauso gut 👍

    • 26.10.2023, 17:30

    ich habe eins vom Umstellung vom Stromtarif, aber war nach nur 4 Monaten defekt, ich kam heim und war die Wohnung auf 40c aufgeheizt
jetzt ein neuer Versuch zum Herbst/ Winter hin, ich berichte 😉

  • habe gestern 1 vom Stromanbieter wechsel im Bad installiert, bin gespannt wie lange die Batterie hĂ€lt.

  • Interessanter Erfahrungsbericht.

    • 27.10.2023, 17:50

    Ich hatte den ersten tado Thermostat auch vom Stromanbieter, wie bd37774, und war sehr schnell ĂŒberzeugt.
    Das beste ist die Übersicht in der App, das leichte Einstellen und dass ich nicht im ganzen Haus rumrennen muss, um die Heizung runterzudrehen, wenn ich mal durchlĂŒften will. Insgesamt hat’s schon was gekostet bei der Anschaffung; immerhin 11 StĂŒck brauchte ich von den Teilen – also minus den ersten. Aber glĂŒcklicherweise waren die damals bei Amazon im Angebot, da hat es sich schon gelohnt.
    Bin super zufrieden damit, und brauche auch wirklich nur die Thermostate, keine ExtragerÀte und auch keine kostenpflichtigen Skills.

    Einschalten, ausschalten und auf Temperatur halten. Das ist alles, was ich will, und das macht tado echt gut.

  • ich finde es gibt Vorteile und auch Nachteile.
    Vorteile kann ĂŒber Smartphone alle Heizungen steuern ( ich habe im Moment einen Thermostat) mit Uhrzeit Einstellungen finde ich super.
    Der Nachteil was vermutlich bei allen Smarten Heizreglern der Fall sein wird:
    funktionierende Internetverbindung.
    ( Ohne wird man vermutlich die Heizung nicht steuern können)

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