Rundfunkbeitrag: Es könnte teurer werden – aber weniger als gedacht 📺
Für viele von euch ist der Rundfunkbeitrag sowieso schon ein Dauer-Reizthema. Jetzt kommt Bewegung rein: Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten, KEF, empfiehlt für 2027 eine Erhöhung – allerdings fällt sie deutlich moderater aus als ursprünglich geplant.
Wie aus der entsprechenden KEF-Pressemitteilung hervorgeht, soll der Beitrag ab 2027 nach aktueller Empfehlung bei 18,64€ pro Monat liegen. Aktuell zahlt ihr 18,36€. Das wären also 28 Cent mehr im Monat. Klingt erstmal überschaubar – vor allem im Vergleich zur vorherigen Empfehlung.
Warum steigt der Beitrag – und warum jetzt weniger?
Vielleicht erinnert ihr euch: Im vorherigen Bericht hatte die KEF noch eine Erhöhung auf 18,94€ (ab 2025) vorgeschlagen. Diese Empfehlung wurde politisch nicht umgesetzt. Nun wurde neu gerechnet – und das Ergebnis fällt niedriger aus.
Warum das so ist, wird in der Meldung auf mehrere Gründe zurückgeführt – so hätten sich die Beitragserträge weiter stabilisiert. Außerdem haben die Rundfunkanstalten der Mitteilung zufolge Investitionen teilweise verschoben, dazu kommen höhere Finanzerträge
Heißt für euch: Die finanzielle Lage hat sich etwas günstiger entwickelt als prognostiziert – deshalb fällt die empfohlene Erhöhung geringer aus.
Ab wann würdet ihr mehr Rundfunkbeitrag zahlen?
Nach der Annahme der KEF könnte die Anpassung zum 1. Januar 2027 kommen. Hintergrund ist, dass die ursprünglich empfohlene Erhöhung aus dem vorherigen Bericht nicht umgesetzt wurde. Deshalb wird jetzt nur noch für die verbleibenden zwei Jahre der laufenden Beitragsperiode neu kalkuliert – also für 2027 und 2028.
Wichtig: Es handelt sich bislang nur um eine Empfehlung.
Rundfunkbeitrag Erhöhung: Wer entscheidet am Ende wirklich?
Die KEF berechnet und empfiehlt – beschließen müssen die Länder.
Der Rundfunkbeitrag ist im Staatsvertrag geregelt. Das bedeutet: Alle 16 Bundesländer müssen zustimmen. Erst wenn die Landesregierungen und -parlamente entsprechend entscheiden, wird die neue Höhe verbindlich.
Von der KEF-Empfehlung abzuweichen ist allerdings rechtlich nur in engen Ausnahmefällen möglich. Und selbst dann nur, wenn alle Länder einvernehmlich zustimmen und dafür nachvollziehbare Gründe liefern.
Was bedeutet das konkret für euch?
Unterm Strich: Wahrscheinlich zahlt ihr ab 2027 etwas mehr – aber weniger als ursprünglich erwartet. Statt einer stärkeren Erhöhung steht aktuell „nur“ ein Plus von 28 Cent pro Monat im Raum.
Aufs Jahr gerechnet wären das 3,36€ mehr. Der Beitrag läge dann bei 223,68€ pro Jahr statt der bisherigen 220,32€. Ob das politisch genauso umgesetzt wird, bleibt abzuwarten. Klar ist aber: Die Empfehlung der KEF ist die maßgebliche Grundlage für die Entscheidung der Länder. Und für euch heißt das erstmal: Keine sofortige Änderung – aber das Thema Rundfunkbeitrag bleibt weiterhin in Bewegung.
Und? Was sagt ihr zu dem Thema? Ist euch der Rundfunkbeitrag generell ein Dorn im Auge? Schaut ihr überhaupt noch klassisches TV? Ärgern euch der Beitrag und die empfohlene Erhöhung?
Lasst es uns gern in den Kommentaren wissen!
Eure Gerrit vom Team DealDoktor
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Ich würde lieber 30 Euro pro Monat bezahlen, wenn dafür die Werbung wegfällt.
Die Werbung wird überall immer mehr und dann wundern sich die Anbieter, dass immer mehr Werbeblocker verwenden. Bei Youtube hatte ich zuletzt bei einem 12 Minuten langen Video 14 (!!) Werbeblöcke mit meistens zwei Spots. Darum schaue ich dort kaum noch.
Außerdem stört mich, dass das Angebot recht stark eingeschränkt ist, damit andere Anbieter mit ihrem teilweise an Schrott erinnernden Angebot bessere Chancen haben. Nicht dass bei den öffentlich-rechtlichen alles super ist, aber zumindest machen die weniger Clickbait.
Youtube Premium du zahlst und wir haben Ruhe😉
Ich schau noch immer öffentlich rechtliches Fernsehen!
@Nawuduwe:
Wir auch. Na klar, warum auch nicht?
Zum Titel: Es müsste nicht teurer werden – könnte einfach mal mehr gespart werden.
Verschlanken (alle ARD Sendeanstalten zusammenlegen) und so manchen Spartensender einfach einstampfen. Dann könnten die Gebühren sogar gesenkt werden!
Billiger würde es dann trotzdem nicht werden….
Ich wünsche mir gleiche Bedingungen wie in Norwegen, Finnland, Spanien, Niederlande etc
Die Abschaffung der Zwangsgebühren!
Wie bei Netflix und Co. wer es will soll dafür bezahlen und gut ist. Ausserdem sollten die lieber mal schrumpfen und Kosten einsparen, anstatt immer mehr zu verlangen.
28 Cent im Monat klingt nicht viel, ja stimmt, aber rechnet man das auf 20 Millionen Zahler hoch, sind das 5,6 Mio € pro MONAT mehr und für was ? Das die sich da oben die Taschen füllen können. Was bringt mir dieser Zwangsbeitrag? Nichts.
Wenn ich etwas sehen will in der heutigen Zeit dann zahle ich dafür. Ich schaue ARD /ZDF und wie sie alle heißen nicht, weil es uninteressant für mich ist. Wenn ich etwas sehen möchte schaue ich die Privaten Sender, wenn da auch nichts kommt, schaue ich Prime etc.pp
Diese Zwangsgebühr steigt immer und immer wieder und es tut sich einfach nichts.
Ich zahle für etwas, was ich nicht nutze.
Es gab mal so einen schönen Spruch:
„Ich beantrage jetzt Kindergeld.
Ich habe zwar keine Kinder, aber das Gerät dafür“
Wenn man ein normales Alter erreicht (…) summiert sich diese Abgabe (…) zu einer fünfstelligen Summe, welche man im Laufe seines Lebens dafür bezahlen durfte.
@Ron77: dir ist klar, dass du mit jedem cent steuer ebenfalls für irgendwas zahlst, das du nicht nutzt? wenn jemand studiert, aber nicht mit öffis fährt, weil er direkt neben der uni wohnt oder ein eigenes auto hat, zahlt er ebenfalls für etwas, das er nicht nutzt. wenn ich mein netflix-abo laufen lasse, aber seit drei monaten nichts mehr konsumiert habe, habe ich ebenfalls für etwas gezahlt, das ich nicht nutze. wenn ich seit 10 jahren mangels bedarf kein einziges mal beim arzt war, habe ich eine fünfstellige summe für etwas ausgegeben, das ich nicht nutze.
schon klar, mancher vergleich hinkt etwas. und klar kann sowohl die zwangsabgabe per se als auch die abgabenhöhe durchaus hinterfragt werden. nur beschränke deinen ärger vielleicht nicht nur auf die rundfunkgebühren. oder besser: ärgere dich nicht.
Ja, ich verstehe auch deinen Einwand.
Wenn ich kein Auto fahre, kann ich das Auto abmelden.
Wenn ich mein Netflix nicht mehr haben möchte, kann ich kündigen.
Wenn ich kein ARD/ZDF etc.pp anschaue, kann ich nicht kündigen / zurücktreten. Zahlt man nicht, kommt der Mahnbescheid. Reagiert man dann nicht, kommt der Mann mit dem Kuckuck 😉
Soziale Abgaben kannst du nicht mit der Rundfunkgebühr vergleichen, das sind 2 ganz verschiedene Felder.
Zumal der Rundfunktbeitrag ein Zwang ist, denn man hat keinen Vertrag unterschrieben, es ist einfach ein Betrag den man zahlen muss. Und nein, ich reg mich nicht auf oder ärgere mich nicht darüber ….. is halt nur mein Gedanke, meine Meinung.
Das könnte man jetzt stundenlang diskutieren, auch Themenfremd …. aber dafür ist das Thema hier nicht gemacht 😉