Änderungen, Neuerungen und Reformen – Was ändert sich 2023?!

Zu Beginn eines jeden Jahres stehen auch immer ein paar Änderungen, Neuerungen und Reformen an. Die wichtigsten Beschlüsse der Ampel-Regierung für 2023 stellen wir euch hier einmal kurz vor.

Die Liste ist lang und nicht jede Neuerung ist für jeden relevant. Wir fokussieren uns deshalb auf ein paar Aspekte, die für die meisten interessant sein könnten. 

Energie

Strom- und Gaspreisbremsen

Die steigenden Energiekosten sind zum großen Thema 2022 und zur Belastung vieler Gas- und Stromkunden geworden. Jetzt die gute Nachricht. Ab März sollen nun die geplanten Preisbremsen starten, die eine Obergrenze auf den Strom- und Gaspreis und auch auf Fernwärme festlegt. 

Pro Kilowattstunde wurde festgelegt:

  • Gas: 12 Cent
  • Strom: 49 Cent
  • Fernwärme: 9,5 Cent

Der sogenannte Basispreis gilt dann für 80% des Vorjahresverbrauchs, für alles weitere wird der (teurere) Vertragspreis des Anbieters fällig. 

Übrigens sollen die Vergünstigungen auch für Januar und Februar greifen.

Energiepauschale für Studierende

Nach Arbeitnehmern und Rentern sollen in diesem Jahr auch Studierende die Energiepauschale erhalten. 200€ werden an etwa 2,96 Millionen Studenten und Studentinnen ausgezahlt, die zum 1. Dezember an einer Hochschule in Deutschland immatrikuliert waren. 

Wohnen & Mieten

Wohngeld

600.000 Haushalte erhalten aktuell im Durchschnitt 180€ Wohngeld. In diesem Jahr sollen rund 1,4 Millionen Wohngeld-Haushalte dazukommen. Außerdem wird der staatliche Mietzuschuss auf rund 370€ im Monat erhöht. 

Klimaabgabe fürs Heizen

Ihr wohnt zur Miete in einem alten Haus und müsst deshalb eine hohe Klimaabgabe zahlen? Das hat nun ein Ende, denn ab sofort wird der CO2-Preis nach einem Stufenmodell zwischen Mieter und Vermieter aufgeteilt. Es gilt: Je klimaschädlicher das Haus, desto mehr muss der Vermieter zahlen. 

Frist für Grundsteuererklärung

Jetzt aber wirklich! Noch bis Ende Januar haben Haus- und Wohnungsbesitzer Zeit, ihre Grundsteuererklärung abzugeben. Ursprünglich war als Frist Ende Oktober 2022 gesetzt.

Hier gibt’s mehr Geld

Bürgergeld

Hartz-IV ist jetzt Bürgergeld und wird um mehr als 50€ im Monat erhöht. Die meisten Änderungen treten aber erst Mitte des Jahres in Kraft.

Rentenerhöhung

Auch für Rentnerinnen und Rentner soll es Mitte des Jahres mehr Geld geben: In Westdeutschland sollen die Renten um rund 3,5 Prozent steigen und in Ostdeutschland um gut 4,2 Prozent. 

Kindergeld

Schön für alle (werdenden) Eltern: Das Kindergeld steigt auf 250€ pro Monat und Kind. Somit gibt es künftig für die ersten beiden Kinder 31€ mehr, für das dritte immerhin 25€ mehr.

Hier müsst ihr mehr zahlen

Tabaksteuer

Auch das Rauchen wir wiedermal teurer: Für Packungen mit 20 Zigaretten soll künftig 18 Cent mehr gezahlt werden. 

Und sonst?

49-Euro-Ticket

Schon im vergangenen Jahr wurde der Nachfolger des 9-Euro-Tickets beschlossen, doch es ist immer noch unklar, wenn das 49-Euro-Ticket startet. Vermutlich wird es März oder April werden.

Atomausstieg

Mitte April gehen Isar 2, Neckarwestheim 2 und Emsland vom Netz und somit dann auch die letzten aktiven Atomkraftwerke in Deutschland.

Mehrwegpflicht

Durch Einwegbesteck, Geschirr und Becher entsteht nach wie vor zu viel Müll. Deshalb sieht die Bundesregierung jetzt auch Restaurants, Lieferdienste und Caterer in der Pflicht, Mehrwegbehälter als Alternative für Essen und Getränke anzubieten. Kleinere Imbisse mit höchstens 5 Beschäftigten sind von der Regel ausgenommen – sie müssen allerdings mitgebrachte Gefäße der Kunden akzeptieren. 

Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Ab sofort gilt für alle die Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU). Ärzte sind demnach verpflichtet, die Krankmeldungen digital an die (gesetzlichen) Krankenkassen zu übermitteln. Arbeitgeber müssen die elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ab diesem Zeitpunkt direkt bei den Krankenkassen abrufen.

Welche Änderung gefällt euch am besten und worauf hättet ihr getrost verzichten können?

Eure Heike vom DealDoktor-Team

 

pit69

03.01.2023, 20:28 #

Betrifft : Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Jobcenter "Können" eAU" erst ab 2024 .
aber was geht da schon reibungslos.

    dealomat

    08.01.2023, 19:50 #

    @pit69:
    jau, da denkste alles so über den Account tätigen, klasse bequem vom Sofa, ja schei…e, gibts nur Rückfragen da die es nicht gebacken bekommen die Anträge, Formulare, Hinweise, Erklärungen richtig zuzuordnen und zu verarbeiten.

bd5166

03.01.2023, 22:09 #

Strom 40 Cent, nicht 49!

StephanieBy

03.01.2023, 22:39 #

Klasse Service, danke! 🙂

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