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Smhaggle insolvent: Keine Auszahlungen mehr für Cashback-Nutzer

Wer beim Wocheneinkauf im Supermarkt den Kassenbon eingescannt hat, um nebenbei ein paar Euro Cashback mitzunehmen, dürfte das grüne Logo der App Smhaggle bestens kennen. Doch die Spar-Party hat ein jähes und bitteres Ende genommen: Die Betreiberfirma (my-valueshopping Germany GmbH) hat officially Insolvenz angemeldet. Für euch und hunderte weitere Nutzer bedeutet das leider nichts Gutes, denn sämtliche Guthaben und Auszahlungen wurden vorerst eingefroren. 

Was ist passiert? Der Stand bei Smhaggle

In den vergangenen Monaten häuften sich die Beschwerden von Usern massiv: Auszahlungen dauerten nicht mehr die gewohnten paar Tage, sondern verzögerten sich über Monate oder blieben schlichtweg komplett aus. Der Support reagierte meist nur noch mit automatisierten Standardnachrichten oder gar nicht mehr. Auf Plattformen wie Trustpilot, Instagram sowie im Google Play Store hagelte es negative Bewertungen.

Zuletzt ging die Website und App-Infrastruktur vom Netz. Geschäftsführer Sven Reuter begründete dies zunächst mit technischen Problemen und angeblichen Cyberangriffen. Nun schaffte die Meldung über den vorläufigen Insolvenzantrag traurige Gewissheit: Das Unternehmen ist zahlungsunfähig. Reuter räumte gegenüber den Medien inzwischen ein, dass das Geschäftsmodell, welches auf das Sammeln von Konsumdaten und den Aufbau einer großen Preisdatenbank abzielte, ein Zuschussgeschäft war. Da das Unternehmen schon in den Vorjahren hohe Verluste schrieb und es nicht gelang, neue Investoren zu finden, war der Gang zum Amtsgericht unausweichlich.

Was passiert jetzt mit euren Auszahlungen & Guthaben?

Das ist die Nachricht, die alle Betroffenen am meisten schmerzt: Sämtliche Auszahlungen sind aktuell gestoppt. Die Erfolgsaussichten, das angesparte Geld auf dem eigenen Bankkonto wiederzusehen, stehen denkbar schlecht. Das betrifft eine gewaltige Menge an Menschen, denn die App verzeichnete laut Betreiber über eine Million Nutzer.

  • Vorläufiges Verfahren: Aktuell prüft ein vorläufiger Insolvenzverwalter die Finanzlage der Gesellschaft. In diesem Stadium dürfen keine Alt-Schulden an euch ausgezahlt werden.
  • Forderungsanmeldung: Sollte das reguläre Insolvenzverfahren eröffnet werden, müsstet ihr eure ausstehenden Beträge schriftlich beim Insolvenzverwalter anmelden.
  • Bittere Realität (Insolvenzquote): Selbst wenn ihr eure Forderung anmeldet, erhalten Kleingläubiger meist nur eine prozentuale Quote – und das oft erst nach Jahren. Da es sich bei den meisten Guthaben um Beträge zwischen 10 € und 50 € handelt, übersteigt der bürokratische Aufwand meist den Ertrag. Der vorläufige Insolvenzverwalter dämpfte die Hoffnungen bereits und teilte mit, dass Nutzer im Falle einer Verfahrenseröffnung „allenfalls mit einer Quote auf ihre Ansprüche rechnen“ können.

Transparenz & DealDoktor-Community

Bei uns auf DealDoktor ist es um Smhaggle schon seit längerer Zeit ruhig geworden – schlichtweg, weil es vom Anbieter seit geraumer Zeit keine neuen Aktionen oder Deals mehr gab.

Die parallelen Rückmeldungen aus der Community über schleppende Support-Antworten und ausbleibende Auszahlungen haben dieses Bild leider schon länger getrübt. Dass sich dieser negative Trend nun so drastisch bewahrheitet hat und viele von euch auf offenem Guthaben sitzen geblieben sind, bedauern wir sehr.

Welche Alternativen gibt es zum Cashback-Sammeln?

Auch wenn das Aus von Smhaggle ein Rückschlag für die Schnäppchenjagd beim Lebensmittel-Einkauf ist, gibt es weiterhin verlässliche Möglichkeiten, wie ihr beim Shopping Geld sparen könnt:

  • Prospekt- & Hersteller-Cashback: Portale wie Couponplatz, Scondoo, Marktguru oder direkte Cashback-Aktionen namhafter Markenhersteller (z. B. „Gratis Testen“-Aktionen).
  • Supermarkt-Treueprogramme: Digitale Kundenkarten wie PAYBACK oder die herstellereigenen Apps (Lidl Plus, Kaufland Card), bei denen Rabatte sofort an der Kasse abgezogen werden.
  • DealDoktor Bonus Deals: Wer beim Online-Shopping, bei Girokonten, Versicherungen oder Stromtarifen richtig Guthaben abstauben möchte, sollte regelmäßig in unseren DealDoktor Bonus Deals vorbeischauen. Hier prüfen wir alle Partner gründlich auf Zuverlässigkeit!

FAQ

Warum hat Smhaggle Insolvenz angemeldet?
Aufgrund anhaltender finanzieller Schieflage, Problemen bei der Monetarisierung des Geschäftsmodells sowie technischer Störungen konnte der Betrieb nicht mehr wirtschaftlich aufrechterhalten werden.

Gibt es schon ein Aktenzeichen und einen Insolvenzverwalter?
Ja. Das vorläufige Insolvenzverfahren wurde am 02.09.2026 beim Amtsgericht Wiesbaden unter dem Aktenzeichen 10 IN 416/26 angeordnet. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Dr. Peter G. Theile aus Wiesbaden bestellt.

Muss ich jetzt sofort meine Forderung (mein Guthaben) anmelden?
Nein, aktuell noch nicht! Bisher wurde nur die vorläufige Verwaltung angeordnet. Erst wenn das Insolvenzverfahren offiziell vom Amtsgericht eröffnet wird (was oft einige Wochen oder Monate dauert), gibt es eine Frist, um Forderungen beim Insolvenzverwalter zur sogenannten Insolvenztabelle anzumelden.

Bekommt ihr euer beantragtes Guthaben noch ausgezahlt?
Aktuell sind alle Zahlungen eingefroren. Bei einem Eröffnen des Insolvenzverfahrens verbleibt voraussichtlich nur die Option einer Insolvenzquote, was eine vollständige Auszahlung sehr unwahrscheinlich macht.

Was passiert mit meinen hochgeladenen Daten?
Smhaggle hat aus den Kassenbons massiv Konsumdaten gezogen. Diese Datensätze sowie eure Kontoinformationen fallen nun in die Insolvenzmasse. Zur Sicherheit solltet ihr Screenshots von eurem aktuellen Profil und Guthabenstand machen und die App im Anschluss löschen. Prüft sicherheitshalber auch in eurem Online-Banking, ob dem Unternehmen Lastschriftmandate erteilt wurden, und widerruft diese gegebenenfalls.

Solltet ihr eure Daten oder euren Account löschen?
Da die Server und die App weitgehend offline oder eingeschränkt sind, ist ein Zugriff auf die Profileinstellungen nicht mehr möglich. Sensible Daten sollten bei solchen Diensten grundsätzlich nicht mehr hinterlegt werden.

Funktioniert das Einscannen von Kassenbons noch?
Nein, die Kernfunktionen der App wurden eingestellt bzw. verarbeiten keine neuen Bons mehr für Gutschriften.

Lohnt es sich, mein angespartes Cashback später anzumelden?
In der Regel leider nein. Die Insolvenzquote (der Anteil, den ihr am Ende ausgezahlt bekommt) liegt bei solchen Verfahren oft nur im ganz niedrigen einstelligen Prozentbereich. Bei einem Guthaben von beispielsweise 15 € bekämest du am Ende eventuell nur wenige Cent heraus. Der Aufwand für Schriftverkehr und Porto ist damit meist höher als das, was ihr zurückbekommt.

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