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3DMakerPro Turtle: 3D-Scanner mit Wechseloptik und eigenem 2K-Display

Zum Deal

3DMakerPro trennt beim Turtle die Recheneinheit vom Scan-Kopf: Ein eigenständiges Bediengerät mit Touchscreen nimmt per Magnethalterung eines von drei Optikmodulen auf, die sich in Genauigkeit und Reichweite unterscheiden.

Zum Marktstart bekommt ihr das Einsteiger-Bundle aus Bediengerät und mittlerem Modul mit dem Code für 1.229€ im 3DMakerPro-Shop

Technische Daten

  • Messverfahren: strukturiertes Blaulicht, 2,3-Megapixel-Sensor, 24-Bit-Farberfassung
  • S-Modul: Genauigkeit 0,01mm, Arbeitsabstand 180 bis 280mm, Objekte ab etwa 10mm
  • M-Modul: Genauigkeit 0,03mm, Arbeitsabstand 200 bis 400mm, Objekte bis etwa 1.500mm
  • L-Modul: Genauigkeit 0,05mm, Arbeitsabstand 500 bis 950mm, Objekte bis etwa 2.000mm
  • Bediengerät: 6,4-Zoll-AMOLED-Touchscreen mit 2K-Auflösung, Achtkern-Prozessor mit 2GHz, 16GB Arbeitsspeicher, 256GB Speicher
  • Akku: 10.000mAh, rund 2 Stunden Betrieb ohne Kabel
  • Erfassungsrate: 10 Bilder pro Sekunde im mobilen Betrieb, bis zu 30 Bilder pro Sekunde per USB-C am Rechner
  • Ausgabeformate: OBJ, STL, PLY und ASC über die kostenlose Software JMStudio
  • Preise mit Code: Starter Kit 1.229€, Desktop Studio 1.549€, Large-Format 1.549€, Complete Set 1.949€
  • Einzelteile: Wechselmodul 425€, Bediengerät ohne Modul 959€

Welches Modul für welche Objektgröße?

Die drei Module unterscheiden sich vor allem im Arbeitsabstand, und daraus ergibt sich ihr jeweiliger Einsatzbereich. Das S-Modul arbeitet mit 180 bis 280 Millimetern am dichtesten am Objekt und erreicht dabei die höchste Genauigkeit von 0,01 Millimetern, was es für Schmuck, Zahntechnik und feine Gravuren qualifiziert. Das M-Modul deckt mit 200 bis 400 Millimetern Abstand den breitesten Alltagsbereich ab und schafft Objekte bis rund anderthalb Meter, etwa Figuren, Werkzeuge oder Motorbauteile. Für Möbelstücke und Karosserieteile bis zwei Meter greift ihr zum L-Modul, das aus 500 bis 950 Millimetern Entfernung erfasst und dafür mit 0,05 Millimetern die gröbste Genauigkeit der drei mitbringt. Beim Wechsel lädt das Gerät laut Hersteller automatisch das zugehörige Kalibrierprofil, ihr müsst also nicht jedes Mal von Hand nachkalibrieren.

Rechenleistung wandert ins Bediengerät

Statt euren Laptop an den Scanner zu hängen, verarbeitet der Turtle die Daten im Bediengerät selbst. Verbaut sind dafür ein Achtkern-Prozessor mit 2GHz, 16GB Arbeitsspeicher und 256GB interner Speicher, dazu ein 6,4 Zoll großer AMOLED-Bildschirm mit 2K-Auflösung, auf dem ihr den entstehenden Scan direkt mitverfolgt.

Der fest verbaute Akku mit 10.000mAh hält dabei etwa zwei Stunden durch. Diese Freiheit kostet allerdings Tempo: Ohne Kabel erfasst der Scanner 10 Bilder pro Sekunde, am Rechner per USB-C sind es bis zu 30. Wer große Flächen zügig abfahren will, wird also weiterhin zum Kabel greifen.

Wo der Scanner an Grenzen stößt

Ein KI-gestütztes Tracking soll bei ausreichend strukturierten Objekten das Aufkleben von Referenzmarkern überflüssig machen und einen unterbrochenen Scan anhand bereits erfasster Geometrie wieder aufnehmen. Der Sensor erfasst laut Hersteller rund 76 Prozent mehr Bildpunkte als die bisherigen Modelle der Reihe, wovon vor allem feine Oberflächenstrukturen profitieren sollen. Am Messverfahren selbst ändert das jedoch nichts: Strukturiertes Blaulicht kommt mit Chrom, Glas und stark spiegelnden Flächen grundsätzlich nicht zurecht. Für solche Werkstücke braucht ihr weiterhin ein mattierendes Scanspray, das ihr nach dem Scan wieder entfernen müsst. Dunkle, matte Oberflächen soll der Turtle dagegen sauber erfassen.

Welches Bundle passt zu welchem Bedarf?

Alle vier Zusammenstellungen enthalten das Bediengerät, unterscheiden sich also nur in den mitgelieferten Modulen. Das Starter Kit für 1.229€ bringt das M-Modul mit und deckt damit den größten Teil typischer Werkstattaufgaben ab. Desktop Studio und Large-Format kosten jeweils 1.549€ und ergänzen das M-Modul um das feine S- beziehungsweise das großformatige L-Modul, je nachdem in welche Richtung ihr erweitern wollt. Das Complete Set mit allen drei Modulen liegt bei 1.949€. Nachrüsten bleibt möglich, kostet mit 425€ je Modul aber etwas mehr als der direkte Griff zum größeren Bundle.

Vergleich

3DMakerPro führt mit Moose, Toucan und Seal bereits mehrere Handscanner im Programm, die jeweils auf einen festen Einsatzbereich ausgelegt sind. Wer damit sowohl Kleinteile als auch große Werkstücke erfassen wollte, musste bislang mehrere Geräte anschaffen und jedes einzeln bedienen. Der Turtle verlagert diese Entscheidung vom Kauf in den Arbeitsalltag: Ihr wechselt das Modul statt das Gerät. Gegenüber kabelgebundenen Scannern anderer Hersteller kommt die eigenständige Bedienung ohne Rechner hinzu, die allerdings mit der reduzierten Erfassungsrate erkauft wird.

Stärken & Schwächen

  • Stärken:
  • Ein Gerät deckt über Wechselmodule drei Größenklassen ab
  • Vollständig eigenständiger Betrieb ohne angeschlossenen Rechner
  • 16GB Arbeitsspeicher und Achtkern-Prozessor direkt im Bediengerät
  • Automatisches Kalibrierprofil beim Modulwechsel
  • Markerfreies Scannen bei strukturierten Objekten
  • Schwächen:
  • Erfassungsrate sinkt ohne Kabel von 30 auf 10 Bilder pro Sekunde
  • Akkulaufzeit von rund zwei Stunden begrenzt längere Sitzungen
  • Spiegelnde und gläserne Oberflächen erfordern weiterhin Mattierungsspray
  • Einzeln nachgekaufte Module sind vergleichsweise teuer

Der Turtle beantwortet eine Frage, die sich beim Scannerkauf sonst früh und endgültig stellt: Ihr müsst euch nicht vorab auf eine Objektgröße festlegen, sondern erweitert das System, wenn der Bedarf da ist. Für Werkstätten und Maker, die regelmäßig zwischen Kleinteilen und großen Werkstücken springen, ergibt das mehr Sinn als zwei nebeneinander liegende Spezialgeräte. Der Einstiegspreis bleibt trotz Rabattcode deutlich im vierstelligen Bereich und richtet sich klar an den professionellen Einsatz.

Ob das Zusammenspiel aus Bediengerät und Wechseloptik im Dauerbetrieb hält, was das Konzept verspricht, müssen die ersten Auslieferungen zeigen.

Ich hab selbst noch keinen 3D-Scanner, aber ich freue mich darauf, dass sie in Zukunft erschwinglicher werden. 

Euer Doc

 

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DealDoktor (Mike)

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