Protestaktion: Stoppt das Versandverbot für rezeptpflichtige Medikamente

Diesmal zwar kein Deal, aber es betrifft bestimmt einige von uns!

Die Versandapotheke DocMorris hat eine Protestaktion gegen das geplante Verbot vom Versandhandel für rezeptpflichtigen Medikamenten gestartet. Da ich denke, dass einige von euch diesen Service benutzen, wollte ich euch mal darauf aufmerksam machen.

Auf protestaktion.versandapotheken-kein-verbot.de könnt ihr bei der Aktion mitmachen. Es wird eine Postkarte mit eurem Namen an den CSU/CDU-Bundestagsabgeordneten von eurem Wahlkreis gesendet. Ihr müsst eure Adresse angeben.

Worum geht es? Die Apothekerverbände und Apothekenkammern behaupten: Weil EU-ausländische Versandapotheken Boni bei rezeptpflichtigen Medikamenten anbieten dürfen, seien die Apotheken bedroht. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe plant deshalb, den Versand von rezeptpflichtigen Medikamenten zu verbieten.

Folgen des Verbots Patienten könnten dann nicht mehr wählen, wo sie rezeptpflichtige Arzneimittel kaufen möchten. Sie müssten sie ausschließlich in einer niedergelassenen Apotheke besorgen, zu den vorgegebenen Öffnungszeiten. Ein Verbot hätte vor allem Nachteile für Patienten auf dem Land, die weit weg von der nächsten Apotheke wohnen. Besonders hier würde die Versorgung schlechter werden. Außerdem gibt es seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes bei vielen Apotheken einen Rabatt von 2,50 pro rezeptpflichtigen Medikament.

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DealDoktor

Ganz frisch: Das ist Ricardos allererster User Deal!
Wer lieb ist und helfen mag, darf gerne Feedback und Verbesserungsvorschläge in den Kommentaren abgeben.

Rotzi

19.02.2017, 19:04 Antworten Zitieren #

Ist ja alles schön und gut. Aber als Nebeneffekt erhalte ich dann Werbemittel der CDU/CSU?

„Es wird eine Postkarte mit eurem Namen an den CSU/CDU-Bundestagsabgeordneten von eurem Wahlkreis gesendet. Ihr müsst eure Adresse angeben.“

Danke, aber nein.

chs

19.02.2017, 19:05 Antworten Zitieren #

Wird Dealdoctor jetzt als Werbeplattform für jeden Unsinn genutzt?

Babsbabs

19.02.2017, 19:11 Antworten Zitieren #

In Deutschland ist die Zuzahlung oft höher, als wenn man sich das Medikament ohne Kassenleistung/Rezept im Ausland als Selbstzahler kauft.

steveband

19.02.2017, 19:12 Antworten Zitieren #

Es geht um freien Online Handel. Gute Aktion gegen die Apothekerlobby!

Tlna

19.02.2017, 19:14 Antworten Zitieren #

Postkarte eben angesendet finde die Aktion echt Klasse!

19.02.2017, 19:15 Antworten Zitieren #

Nichts ist teurer als bei Örtlichen Apotheken, keine Sparangebote garnichts nur teuer Uvb.Preisgestaltung wird voll ausgeschöpft , bei Doc Morris wird immer schriftlich mitgeteilt Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, mit priv. eingekauften Tabl. Wechselwirkungen auch, kann man immer wieder nachlesen, bin sehr zufrieden mit D. M.

KlofreundDante

19.02.2017, 19:16 Antworten Zitieren #

Mir ist das wurscht. Habe genug Apotheken um die Ecke. Die paar Euros mehr darf der örtliche Apotheker gerne vereinnahmen.

Pflanze5001

19.02.2017, 19:17 Antworten Zitieren #

@KlofreundDante: Diese ,,paar Euros“ machen auf die Masse gesehen viiiiiiiieeeeel Geld aus!

19.02.2017, 19:24 Antworten Zitieren #

@steveband: Danke, hast vollkommen Recht,,, Apothekenlobby,,,

KlofreundDante

19.02.2017, 19:25 Antworten Zitieren #

@Pflanze5001: Ich kann nicht überall sparen. Manchmal muss man auch einfach den „Normalpreis“ bezahlen. Sonst spart man sich krank und verrückt. So ähnlich wie die Fanmiler, die den Absprung nicht geschafft haben. 😉

Pflanze5001

19.02.2017, 19:28 Antworten Zitieren #

@KlofreundDante: Ja,mag sein,aber es muss einen freien Onlinehandel geben,das hat der EUGH doch entschieden!
Deutschland gehts nur ums Geld.

KlofreundDante

19.02.2017, 19:30 Antworten Zitieren #

@Pflanze5001: Das ist nicht gänzlich an mir vorbeigegangen. 😉

Pflanze5001

19.02.2017, 19:34 Antworten Zitieren #

@Pflanze5001: Ok 🙂

Rotzi

19.02.2017, 19:37 Antworten Zitieren #

Freier Onlinehandel ist was gutes und muss auch gewährt werden. Was mich hier an dieser Aktion stört, dass ich meine Adresse an eine Partei schicken soll. Unabhängig welche das wäre.
Das sieht für mich nach Wahlkampf aus. Eigennutz des Bundestagsabgeordneten….

Wanderkater

19.02.2017, 19:48 Antworten Zitieren #

Stimmt das mit der Partei ist schon etwas seltsam.
Man hätte für so eine Aktion auch eine unabhängige Petitionsplattform nutzen können.

19.02.2017, 20:06 Antworten Zitieren #

Apropo Mehrwertsteuer Arzneien 19% warum nicht ermäßigt, geht dem Staat nur um schröpfen, sind anscheinend keine Lebensmittel (7%)

TJay

19.02.2017, 21:27 Antworten Zitieren #

Merkel wird bei der nächsten Wahl sowieso abgewählt, also erledigt sich dieses Verbot von selber:-)

    checker87

    19.02.2017, 22:29 Antworten Zitieren #

    @TJay:
    wer soll sie den bitte ablösen? Der hype um Ex-Alki Schulzi wird schon bald vorbei sein!

Blume55

19.02.2017, 21:28 Antworten Zitieren #

@TJay: Sicher?

TJay

19.02.2017, 21:35 Antworten Zitieren #

SPD soll CDU überholt haben hieß es vor ein Paar Tagen. Aber es war von mir nur als Scherz gedacht. Natürlich könnten die das Gesetz noch vor der Wahl durchbringen.

allor06

19.02.2017, 22:14 Antworten Zitieren #

habe gern mitgemacht und gleich meine familie mit.
man sollte sowas eigentlich gleich teilen und je mehr mitmachen, desto besser ist.

danke an den threadersteller

steveband

19.02.2017, 22:15 Antworten Zitieren #

@KlofreundDante: Und warum nur die Apotheken? Dann müssen wir den gesamten Onlinehandel einschränken ? Oder sind die armen Apotheker was besonderes?

checker87

19.02.2017, 22:26 Antworten Zitieren #

die Aktion ist doch für den allerwertesten!

Pflanze5001

19.02.2017, 22:35 Antworten Zitieren #

@checker87: Warte mal ab,der Boomerang kommt… xD

Ken

20.02.2017, 10:02 Antworten Zitieren #

Hoffentlich wirds verboten! Iwann sollte es auch mal reichen.. Wenn ich ein Rezept bekomme, brauch ich das Medikament sofort.. Also hol ich ins der Apotheke.. Was macht ihr denn wenn die Apotheke bei euch zu macht? Weil zu viele Online bestellen?

0alex0

20.02.2017, 11:01 Antworten Zitieren #

@Ken: Sollen die örtlichen Apotheken ihre preise senken, dann wird keiner online bestellen – so einfach ist die Lösung. Aber die kriegen ihr Hals nicht voll – das ist das Problem, nicht nur in Apos, sondern genauso auch in sonstigem Handel.

0alex0

20.02.2017, 11:02 Antworten Zitieren #

@Ken: Sollen die örtlichen Apotheken ihre Preise senken, dann wird keiner online bestellen – so einfach ist die Lösung. Aber die kriegen ja ihr Hals nicht voll – das ist das Problem, nicht nur in Apos, sondern genauso auch in sonstigem Handel.

    zeni

    20.02.2017, 14:02 Antworten Zitieren #

    @0alex0:
    Tja, dann haben wir bald nur noch nicht ausgebildete Paketepacker, die Mindestlohn (wenn überhaupt) bekommen. Oder die Pakete kommen aus dem Ausland und wir haben noch mehr Arbeitslose. Dazu führt nämlich der onlinesparwahn irgendwann. Fachkräfte und Ladenmiete kosten nunmal ein paar Euro mehr.

Pflanze5001

20.02.2017, 11:29 Antworten Zitieren #

@0alex0: Du hast vollkommen Recht!

Rotzi

20.02.2017, 11:37 Antworten Zitieren #

@0alex0: Nein, so einfach ist die Lösung nicht. Es gibt eine Preisbindung für Medikamente an die sich die Apotheken halten müssen. Außerdem gibt es da noch andere Vorgaben an die sich Apotheken zu halten haben. Dazu kommt dann noch Personal-und Mietkosten usw. Also nicht immer sind die Apotheker an allen Schuld.

Rotzi

20.02.2017, 11:40 Antworten Zitieren #

Und was ist mit deiner Notdienst Apotheke vor Ort?

Labertasche

20.02.2017, 11:48 Antworten Zitieren #

Irgendwie wird mir hier die Diskussion zu einseitig geführt.
Das eine Vorortapotheke höhere Kosten hat, dürfte klar sein. Auch das wir zuviele, speziell in Ballungsräumen haben, auch. Quintessenz eines völlig liberalisierten Handels wäre aber der Einbruch der flächenmäßigen Versorgung, die häufig von der Dauer Ermordung leben. Ich sehe die Gefahr, daß gerade Menschen, die nicht in Ballungsräumen wohnen, im Fall einer akuten Behandlungsnotwendigkeit zukünftig schlechter und später an ihre Medikamente kommen. Wenn der Arzt mir Penicillin verschreibt, ich am A… der Welt wohne und keine Apotheke vor Ort ist bin ich in selbigen genießen.
Klar, die dauermedikamentierten Patienten, wissen, wann sie was und wieviel brauchen, das könnte unser Gesundheitssystem preiswerter machen. Und auch die auch so böse Pharmalobby bremsen.
Wie sooft, ich kann mir keine Meinung bilden.

Rotzi

20.02.2017, 11:48 Antworten Zitieren #

Wenn diese Preisbindung wegfallen würde, könnten auch einheimische Apotheken ganz andere Preise machen und der Wettbewerb wäre offen.

Labertasche

20.02.2017, 11:51 Antworten Zitieren #

Manchmal ist die Textvervollständigung ein Fluch. Es sollte natürlich Dauerverordnung heißen, und genießen meinte gekniffen.

Kurt

20.02.2017, 13:05 Antworten Zitieren #

Bin seit Jahren chronisch krank und beziehe meine Dauermedikation von Doc Morris. Das ist wegen des Bonus von Vorteil, auch wegen der schr. Beratung etwa in Form des Aufzeigens von Wechselwirkungen u.a. (In einer Apotheke vor Ort ist das nicht gegeben. Rezeptaushändigung – kassieren – Ware ausgeben – das war’s) Ich wohne auf dem Land, fernab einer Apotheke, bin nicht mobil und müsste immer jemanden behelligen, meine Medikamente abzuholen. Versandapotheken liefern zusammen mit der Post, direkt zu meiner Wohnung. Bequemer geht nicht.
Der Wegfall dieser angenehmen Zustellung würde der CDU (Gröhe) angelastet, da diese Partei offensichtlich der Apothekerlobby hörig ist und nicht Hunderttausenden von Wählern aus dem Volk.

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