Der Blick in die Mediatheken zum Wochenende

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Ich habe für Euch mal wieder in den Mediatheken gewühlt und hoffe, dass für jeden was dabei ist.

Wie immer könnt Ihr die Filme streamen. Fast alle Filme lassen sich per MediathekView (https://mediathekview.de/) oder mit dem JDownloader 2 (http://jdownloader.org/jdownloader2) herunterladen.

Diese Filme und Doku sind natürlich nur eine kleine Auswahl. Selbstverständlich liefern die Mediatheken noch eine weit größere Auswahl. Aber vielleicht habe ich Euch ein paar Anregungen gegeben.

Brecht (2-Teiler), Laufzeit: 1:30:29 bzw. 1:30:57, FSK 12, Arte, Drama, Geschichte, Verfügbarkeit: 5 Tage

Teil 1: Die Liebe dauert oder dauert nicht

Link: https://www.arte.tv/de/videos/067770-001-A/brecht-1-2/

„Er will alles, und am liebsten auf einmal. Bertolt Brecht zeigt schon in jungen Jahren auch als Schriftsteller ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Der erste Teil des TV-Zweiteilers zeigt Brecht in jungen Jahren, während des Ersten Weltkrieges, der Weimarer Republik, bis hin zur Machtergreifung der Nationalsozialisten. – Hochkarätig besetztes Dokudrama (2018) von Heinrich Breloer

„In diesem kleinen unscheinbaren Menschen dort, da schlägt das Herz unserer Zeit.“ Diese Einschätzung Bertolt Brechts stammt von dessen Zeitgenossen und Freund, dem Theaterautor Arnolt Bronnen, und beschreibt sehr eindrücklich die Anziehungskraft, die von dem deutschen Dramatiker ausgegangen sein muss. Gleich zu Beginn des ersten Teils des TV-Zweiteilers sorgt der jugendliche Brecht zur Zeit des Ersten Weltkriegs für Aufruhr, indem er in einem Schulaufsatz die Ehrung des Heldentods im Krieg zur „Zweckpropaganda“ ernennt. Nur knapp entrinnt er danach dem Schulverweis und damit der Einberufung an die Front. Schnell wird klar, dass sich der Dramatiker bereits in jungen Jahren zu Höherem berufen fühlt und für sich das Selbstverständnis eines Dichters und Denkers in der Tradition von Goethe und Schiller beansprucht. Schon wenige Jahre später wird in der Theaterwelt seine Selbsteinschätzung mit dem Erfolg von „Trommeln in der Nacht“ an den Münchner Kammerspielen bestätigt. Aber auch gegenüber der Damenwelt kommen ihm seine Selbstsicherheit und Redegewandtheit zugute. Auf dem Weg zum Erfolg bleibt sein Privatleben bis zum Schluss turbulent. Denn bei Brecht dauert die Liebe oder dauert nicht …“

Teil 2: Das Einfache, das schwer zu machen ist

Link: https://www.arte.tv/de/videos/067770-002-A/brecht-2-2/

Brecht – von den einen geliebt von den anderen boykottiert. Der zweite Teil von Heinrich Breloers Doku-Fiktion (2018) über den deutschen Dramatiker befasst sich mit den Jahren nach seiner Rückkehr aus dem Exil nach Ostberlin. Vom DDR Regime wird er wegen seiner nicht linientreuen Inszenierungen argwöhnisch beäugt, in der BRD wird er als „Parteigänger“ streng kritisiert.

„Das Einfache, das schwer zu machen ist“, so beschreibt Brecht in seinem Stück „Die Mutter“ den Kommunismus. Im zweiten Teil der Doku-Fiktion erleben wir den deutschen Dramatiker nach seiner Rückkehr aus dem Exil als Regisseur am Berliner Ensemble, voller Witz und Einfälle. Er ist zunächst Gastregisseur am Deutschen Theater, wo er mittels seiner Arbeit auch die „Knechtseligkeit“ und den Untertanengeist der Deutschen als Ursache des Faschismus untersucht. Seine Frau Helene Weigel ist dort nicht nur Schauspielerin, sondern übernimmt auch die organisatorische Verantwortung. Die interviewten Zeitzeugen sind sich einig: Ohne sie hätte es das Ensemble so nicht gegeben. Auch weil der unbequeme Autor Brecht, der sich nicht an die Vorgaben der Kulturpolitik hält, von den Entscheidungsträgern der DDR kritisch beobachtet wird. Ein Wendepunkt für den Künstler werden die Tage um den 17. Juni 1953. Ein Aufstand von Arbeitern in einem Arbeiterstaat ist ein Widerspruch, der nach den Regeln des Marxismus nicht vorkommen dürfte. Weshalb dieser vonseiten der Regierung mit Gewalt niedergeschlagen wird. Noch am gleichen Tag versendet Brecht mehrere Solidaritätsbekundungen, darunter auch eine an den stellvertretenden Ministerpräsidenten Walter Ulbricht. Ein aus dem Kontext gelöster Ausschnitt dieses Briefs wird wenige Tage später in der Zeitung veröffentlicht und diskreditiert Brecht nachhaltig. Im Westen boykottieren daraufhin mehrere Bühnen Brechts Werke. Im Osten kommt es nicht zu der von dem Dramatiker erhofften „großen Aussprache“ mit den Arbeitern. Dennoch glaubt Brecht weiterhin, die Menschen mit seinen Werken erreichen zu können, und kämpf für seine Vision eines neuen, in die Wirklichkeit eingreifenden Theaters …

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Fraktus – Das letzte Kapitel der Musikgeschichte, Laufzeit: 1:27:29, FSK 12, ARD, Komödie, Drama, Verfügbarkeit: 2 Tage

Link: https://www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL25kci5kZS9mYzg2MGYyNS1mYjRjLTRkYzYtOWZlZC02ODdiOWMzMTUwYjQ

„Fraktus (Heinz Strunk, Rocko Schamoni, Jacques Palminger) waren in den 80er-Jahren die Erfinder des deutschen Techno. Doch was macht das Trio heute? Musikproduzent Roger Dettner (Devid Striesow) hat sich auf die Fahne geschrieben, die Band 25 Jahre später zu einem Comeback zu überreden.

Auch bei Prime Video verfügbar“

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Parfum (Staffel 1), Laufzeit: 52-67 Minuten, FSK 16, ZDFneo, Drama, Thriller, Verfügbarkeit: 4 Tage

Ab 22 Uhr oder mit Altersverifikation nach ZDF-Login verfügbar

Die Ermittlungen zum Mord an der rothaarigen Sängerin K führen Profilerin Nadja Simon (Friederike Becht) in die Vergangenheit von fünf ehemaligen Internatsschülern. Die damalige Jugendclique verbindet seit mehr als zwanzig Jahren ein Geheimnis, das nun droht, aufgedeckt zu werden. Mit dabei: August Diehl und Wotan Wilke Möhring.

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Dead End (Staffel 1), Laufzeit: 42-46 Minuten, FSK 12, ZDFNeo, Drama, Thriller, Verfügbarkeit: 4 Monate

Eigentlich wollte die Forensikerin Emma (Antje Traue) nur den 75. Geburtstag ihres Vaters (Michael Gwisdek) feiern. Doch in ihrer verschlafenen Heimatstadt gibt es plötzlich einen Toten nach dem anderen. Und einige sind keines natürlichen Todes gestorben – so wie von Emmas Vater Peter, dem örtlichen Leichenbeschauer, irrtümlich festgestellt. Weil der immer schusseliger wird und Emma zu allem Überfluss menschliche Knochen in seinem Kühlschrank findet, ist sie nicht nur als Tochter, sondern auch als kompetente Kollegin gefragt.

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Hinweis: Dieser Film wurde Euch die Woche hier schon vorgestellt. Ich möchte den nur wiederholen, falls jemand den Deal übersehen hat.

Die Welle, Laufzeit: 1:39:58, FSK 12, Arte, Drama, Verfügbarkeit: 3 Tage

Link: https://www.arte.tv/de/videos/051661-000-A/die-welle/

Im Rahmen einer Projektwoche zum Thema Staatsformen startet Gymnasiallehrer Rainer Wenger mit seinem Kurs einen pädagogischen Selbstversuch namens Autokratie. Doch das Experiment nimmt gewaltige Ausmaße an und läuft aus dem Ruder … – Dem Drehbuch von Dennis Gansels Film (2008, mit Jürgen Vogel) liegt ein 1967 an einer kalifornischen Schule durchgeführtes Experiment zugrunde.

Der charismatische Lehrer Rainer Wenger soll seiner Klasse während einer Projektwoche das System der Autokratie näherbringen. Von derartigen Themen fühlen sich die Gymnasiasten gelangweilt und lassen deshalb eine wirkliche Reflexion nicht zu. So gibt es für die meisten eine klare Antwort auf die Frage, ob eine Diktatur im heutigen Deutschland noch denkbar wäre: Nein. Daher startet der Lehrer spontan ein Experiment. Unter dem Namen „Die Welle“ gründet er eine Bewegung, die auf den drei Prinzipien Disziplin, Gemeinschaft und Handeln beruht. Zudem führt er eine Art Uniform ein. Diese Ideen sowie der strenge Ton und das straffe Regiment werden mit wachsendem Enthusiasmus aufgenommen, die Schüler beginnen sogar aus eigenem Antrieb, ein Emblem zu entwerfen. Die Vereinigung erhält stetigen Zulauf aus anderen Kursen und verlässt bald den schulischen Rahmen. Das Gemeinschaftsgefühl wächst, man wappnet sich gegen spöttische Außenstehende. Tim, ein vorher nicht respektierter Außenseiter und Anhänger der Bewegung, ernennt sich zu Wengers persönlichem Leibwächter. Andersdenkende werden gnadenlos ausgegrenzt. So ereilt die zuvor beliebte Individualistin und freiheitlich denkende Karo dasselbe Schicksal wie zwei andere Mädchen, die bereits gegen die Uniform protestiert hatten. Sie sieht sich immer stärker werdenden Anfeindungen ausgesetzt. Zunehmend wird sie sich des gigantischen Gefahrenpotenzials bewusst. Als das ganze Unternehmen in Gewaltakte ausufert, beschließt Wenger, ständig bedrängt von Karo und seiner Frau, „Die Welle“ aufzulösen. Doch dies erweist sich als unerwartet schwierig und zieht gravierende Folgen nach sich …

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Leonardo da Vinci – Was erfand er wirklich?, Laufzeit: 0:43:20, ZDF, Forschung & Wissen , Verfügbarkeit: 4 Jahre

Link: https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/leonardo-da-vinci-was-erfand-er-wirklich-100.html

Hat Leonardo da Vinci wirklich so viel erfunden, wie ihm zugeschrieben wird oder hat er bereits bestehende Ideen aufgegriffen und weiterentwickelt? Diese Terra X-Dokumentation geht dem Rätsel um die Person da Vinci in einer Mischung aus 3D-Animationen und reinszenierten Teilen als Dokudrama auf den Grund.

Leonardo hat viele Rätsel aufgegeben. Seine viele Tausend Seiten umfassenden Aufzeichnungen enthalten futuristische Kriegsmaschinen und Flugapparate. Aber ist er wirklich ihr Schöpfer, oder ist seine Leistung eher, dass er die Erfindungen seiner Zeit sammelte?

Gefeiert als brillanter Erfinder

Leonardo da Vinci wird als brillanter Erfinder gefeiert, und viele seiner visionären Entwürfe begegnen uns tagtäglich. Er gilt als der Entwickler des Kugellagers, der Tauchglocke und unzähliger Flugapparate.

Viel Spaß und ein schönes Wochenende Euch allen.

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Lydia1980

23.03.2019, 09:09 Zitieren #

Diesmal nichts für mich dabei. Danke für deine Mühe! Mein Plus folgt gleich

Lydia1980

23.03.2019, 10:44 Zitieren #

@Leseratten: ganz bestimmt. Schönes Wochenende

Miroslav

23.03.2019, 10:56 Zitieren #

Brecht werd ich mir nachher mal reinziehen, kam ich gestern nicht dazu. Ein Plus von mir, auch wenn ich selber in den Mediatheken täglich rumwühle:-)

mailshopper

24.03.2019, 02:05 Zitieren #

Und was hat da Vinci nun wirklich erfunden? 😅

Montana

24.03.2019, 02:12 Zitieren #

"RICOLA KRÄUTERZUCKER"😂

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