BGH-Urteil: Eventim Print@Home Gebühr zurückfordern

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Ich dachte mal ich weiße euch alle mal auf ein brandaktuelles Urteil des BGHs hin: Auch ich ärgere mich schon seit Jahren über die 2,50€ Gebühr, die von Eventim für das sogenannte Print@Home für eine nicht vorhandene Serviceleistung erhoben wird.

Die Verbraucherzentrale ist dagegen nun entsprechend in mehreren Instanzen gerichtlich vorgegangen und hat nach abschließendem Urteil vor dem Bundesgerichtshof Recht bekommen. Die Gebühr ist unzulässig, da für Eventim weder Porto- noch Materialkosten anfallen und muss gemäß BGH-Urteil zurückgezahlt werden. Die Kunden können sich deshalb ab jetzt die nicht rechtmäßig erhobene Gebühr in Höhe von 2,50€ pro Ticketkauf rückwirkend für bis zu 3 Jahre (also bis für Events in 2015) zurückfordern.

Im Deallink habe ich eine entsprechende Vorlage der Verbaucherzentrale verlinkt. Für Leute die regelmäßig Konzertkarten oder andere Events über Eventim gebucht haben kommt da mit Sicherheit ein bisschen was zusammen

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flofree

25.08.2018, 12:41 Zitieren #

Na das ist doch mal was. Wobei denen bestimmt wieder was neues einfällt.

Luther988

25.08.2018, 12:52 Zitieren #

@flofree: Da kannst du dir aber sicher sein! 😅 😡^^ Die holen sich schon das Geld woanders durch eine Gebühr wieder, die Eierhälse 😐

caffery

25.08.2018, 13:25 Zitieren #

Jau, um Wortneuschöpfungen sind die alle nicht verlegen. Mein absoluter Favorit war:
Nachdem der BGH 2014 "Bearbeitungsgebühen" für Verbraucherkredite untersagt hatte, wurde die Targobank extrem kreativ und taufte ihre Bearbeitungsgebühren in das Wortmonster "einmaliger laufzeitunabhängiger Individualbeitrag" um. Es dauerte 2,5 Jahre bis ihnen auch dieses Wortkonstrukt höchstrichterlich untersagt wurde, Bis dahin haben weitere unzählige Leute den Mist bezahlt. Klar – auch das konnte/kann zurückgefordert werden aber das machen ja (leider) die wenigsten auch wirklich bevor der Anspruch verjährt ist.

nurso

25.08.2018, 13:25 Zitieren #

aber das lohnt sich ja nur für fälle in denen man mehr als einmal dort tickets bestellt hat.

den brief müsste man doch als einschreiben senden, da ich mir vorstellen könnte, dass alle normalen briefe wie zufällig alle nicht angekommen sind.. also sind schonmal kosten da die man gegenrechnen muss

    caffery

    25.08.2018, 13:30 Zitieren #

    @nurso:
    Du "musst" sowas nicht mit Einschreiben versenden. Ein Fax reicht völlig. Außerdem sind in Wahrheit die wenigsten Firmen so "fies" und leugnen einen normalen Brief erhalten zu haben – schon garnicht wegen 2,50 Euro.

nurso

25.08.2018, 13:27 Zitieren #

fax geht wohl auch

__Gelöschter_Nutzer__

25.08.2018, 13:40 Zitieren #

Eine E-Mail mit dem PDF im Anhang an:
info@eventim.de
mit der freundlichen Bitte um Eingangsbestätigung dürfte genügen.

frosch

25.08.2018, 14:05 Zitieren #

Könntest du den Deal-link bitte nochmal überprüfen? Da kommt leider nichts.

Danke für den Hinweis, ist nämlich für einige im Bekanntenkreis interessant.

__Gelöschter_Nutzer__

25.08.2018, 15:47 Zitieren #

@frosch: Benutzer einfach den Link, der hier in den Kommentaren steht.

marcda

25.08.2018, 15:56 Zitieren #

Der verlinkte Seite ist nicht existent

Jule192

25.08.2018, 16:53 Zitieren #

Das ist doch mal eine gute Nachricht. ☺

Horus03

25.08.2018, 17:17 Zitieren #

Da hole ich mir das Geld auch wieder.
Kannste glauben! 😉

filie54

25.08.2018, 18:12 Zitieren #

Blöd ist nur wenn man Karten gekauft hat ohne sich zu registrieren.Da fehlt mir völlig der Überblick.

cleverclaus

25.08.2018, 18:12 Zitieren #

Guter Hinweis. Habe einige Male bei denen bestellt, bei allen Konzerten wurde dabei allerdings das Print/Home nicht als Option angeboten. Hätte ich sonst ausgewählt. Der Kartenversand war teurer, aber was will man machen? Jetzt werden sie die VK sicher noch mal etwas erhöhen.

mydoc

25.08.2018, 18:21 Zitieren #

Lasst ihr das mit dem Logo der Verbraucherzentrale usw. drin?

What.Zid.Tooya

25.08.2018, 19:06 Zitieren #

Man bekommt doch eh nicht die Gebühr zurück. Ist bei vielen Unternehmen so. Bsp. O2. Machen seit Jahren immer wieder Dinge die dem Kunden Geld kosten, bzw. treiben Unrecht Gebühren ein. Ein Gericht verbietet das denen, aber das Geld kriegt man nicht zurück.
In dem Fall finde ich sich wegen 2,50€ sich so einen Streß zu machen lohnt sich nicht. Selbst bei Flugverspätungen wo es um richtig viel geld Entschädigung geht muss man ewig hinterher rennen. Da würde ich es eher machen.

    caffery

    25.08.2018, 19:38 Zitieren #

    @What.Zid.Tooya: Man bekommt doch eh nicht die Gebühr zurück.

    Ich bin mir realtiv sicher, dass Du da falsch liegst – die Unternehmen aber auf genau so eine Denke spekulieren. Ich gehe davon aus, dass sie in diesem Fall einen schwülstigen Textbaustein-Brief verschicken werden in dem sie sinngemäß sagen, dass sie es eigentlich nicht zurückzahlen müssten aber es "aus Kulanz" dennoch tun und das Geld rausrücken. So läuft das meistens bei solchen Urteilen und solchen Beträgen. Wenns bei Banken oder Versicherungen um großere Summen geht wird sich trotz eindeutiger Rechtsprechung häufig mit kreativen Ausreden zunächst geweigert zu zahlen. In der Hoffnung, dass die Leute dann einfach aufgeben. Aber für sowas gibts dann ja Ombudsstellen.

gerda11

25.08.2018, 19:41 Zitieren #

Endlich mal wieder was für den Kunden. Ist ja selten genug, wenn man so ab und an übervorteilt wird.

handyfreak

25.08.2018, 22:04 Zitieren #

Gilt das auch für andere Anbieter?
(Z.B. ADticket oder Elbphilharmonietickets.de)

    caffery

    25.08.2018, 22:14 Zitieren #

    @handyfreak:
    In dem Verfahren ging es gegen Eventim. Das Urteil hat aber grundsätzlichen Charakter, weswegen es jeden Anbieter betreffen sollte der für das Ausdrucken des Tickets am eigenen Rechner eine Gebühr verlangt (hat).

Freaky1986

25.08.2018, 22:14 Zitieren #

Richtig so!

eLRitmo

26.08.2018, 11:41 Zitieren #

Danke für den Hinweis

bd13781

26.08.2018, 14:45 Zitieren #

Selbst die Gebühren/Versandkosten für das Zuschicken der Karten haben mich immer schon geärgert (glaube 5-6€, das Ganze unversichert als normaler Brief). Bestelle bei Eventim deshalb eigentlich immer nur, wenn ich einen 5€- oder einen der selteneren 10€-Gutscheine bekomme. 2.50€ für Print@Home waren einfach nur die konsequente Fortführung der dreisten Abzocke, bin gespannt, was die selbst ausdruckbaren Tickets dann demnächst kosten werden.

bd7159

27.08.2018, 09:11 Zitieren #

Coole Sache! 👍🏻 richtig so

Fjara

27.08.2018, 09:58 Zitieren #

Der Link (auch in den Kommentaren) funktioniert tatäschlich nicht.

ddgs

27.08.2018, 23:29 Zitieren #

Wie viele haben noch die Rechnungen…

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