Preiserhöhung Telekom ab 1. Mai 2017 + Alternativen

Das Jahr 2017 begann für Millionen Kunden der Telekom mit einer schlechten Nachricht. Der rosa Riese will ab dem 1. Mai 2017 die Preise für seine Festnetzanschlüsse erhöhen. Die Telekom begründet diesen Schritt mit wachsenden Kosten im Bereich Kundendienst. Was ihr dagegen unternehmen könnt, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Wer ist betroffen und wie hoch ist die Preiserhöhung?

Aktuell hat die Telekom noch ca. 30 Millionen Festnetz-Kunden. Davon sind 2 Millionen von der Preiserhöhung betroffen. Es handelt sich dabei um alle Verträge, die nach 2008 abgeschlossen wurden und die nicht an einen Internet-Anschluss gekoppelt sind. Konkret sieht das so aus:
  • Call Start: 19,95€ (alt) 20,95€ (neu)
  • Call Basic: 29,95€ (alt) 30,95€ (neu)
  • Call Comfort: 37,95€ (alt) 38,95€ (neu)

Die Preiserhöhung beträgt 1€ pro Monat.

Von der Preiserhöhung verschont bleiben (vorerst) alle Kunden, die einen Festnetzanschluss mit Zugang zum Internet gebucht haben.
Alle betroffenen Kunden werden von der Telekom individuell angeschrieben und über die bevorstehende Tariferhöhung informiert. Aufgrund dieser Erhöhung habt ihr ein Sonderkündigungsrecht und könnt euren Vertrag kündigen, auch wenn das Laufzeitende noch nicht erreicht ist.

Was könnt ihr tun?

In der Praxis habt ihr 3 Möglichkeiten:

Die erste und bequemste besteht darin, gar nichts zu tun und auf das Schreiben der Telekom nicht zu reagieren. Wenn kein Widerspruch erfolgt, wird die Telekom eure Verträge automatisch anpassen und die Tariferhöhung tritt ab dem 1. Mai 2017 in Kraft.

Als zweite Möglichkeit könnt ihr euren Tarif wechseln und einen Telekom-Tarif mit Internet wählen. Dadurch seid ihr von der Preiserhöhung nicht betroffen. Allerdings müsst ihr euch darauf einstellen, trotzdem mehr zu bezahlen, weil diese Tarife im Allgemeinen teurer sind als solche, bei denen ihr ausschließlich telefonieren könnt.

Die dritte und letzte Möglichkeit besteht darin, euren bestehenden Vertrag zu kündigen. Was ihr dabei zu beachten habt, erfahrt ihr im nächsten Abschnitt.

Falls ihr wechseln möchtet, macht auf jeden Fall einen Vergleich mit unserem Vergleichsrechner. Heutzutage sind DSL- und Festnetz-Angebote meist in einem Paket kombininert, soo dass ihr ggf. sogar zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnt

Wie vermeidet ihr Probleme bei der Kündigung?

Bei diesem Thema kommt es darauf an, ob ihr zu einem neuen Anbieter wechseln wollt oder euren Festnetzanschluss komplett kündigen wollt.

Kündigung bei der Telekom

Theoretisch ist es seit Oktober 2016 möglich, Verträge auch online zu kündigen, da für die Wirksamkeit der Kündigung die Textform (nicht mehr ausschließlich die Schriftform) genügt – dies gilt aber eigentlich nur für Verträge, die auch nach Oktober 2016 geschlossen wurden. In der Praxis hat sich zudem gezeigt, dass es immer noch am sichersten ist, die Kündigung in Form eines Einschreibens mit Rückschein zu senden. Ein beliebter Trick vieler Anbieter besteht nämlich darin, einen gewöhnlichen Brief oder ein einfaches Einschreiben einfach zu ignorieren und so zu tun, als ob die Kündigung niemals ausgesprochen wurde. Bei einem Einschreiben mit Rückschein habt ihr jedoch den Nachweis, dass die Kündigung tatsächlich zugestellt wurde.

Etwas anders sieht das aus, wenn ihr zu einem anderen (und in der Regel günstigeren Anbieter) wechseln wollt. In diesem Fall solltet ihr den Vertrag mit der Telekom auf keinen Fall selbst kündigen, sondern alles dem neuen Anbieter überlassen. Er wird alle notwendigen Schritte veranlassen und euch von der Telekom übernehmen. Erkundigt euch auch, ob es möglich ist, eure alte Rufnummer mitzunehmen. Wenn ihr selbstständig kündigt, kann es passieren, dass ihr plötzlich ohne Telefonanschluss dasteht.

Gibt es Alternativen zum Festnetzanschluss?

Ja, schon seit einiger Zeit gibt es Mobilfunktarife mit Allnet Flatrate, die deutlich günstiger sind als die Tarife der Telekom. Mit einer Allnet Flatrate könnt ihr unbegrenzt ins deutsche Festnetz und in alle deutschen Mobilfunknetze telefonieren. Dazu kommt noch Zugang zum mobilen Internet und manchmal eine SMS Flat. Solche Angebote gibt es als Vertrag, in der Regel mit einem neuen Smartphone oder als Prepaid Tarife ohne Vertragsbindung. Sie machen einen Festnetzanschluss überflüssig.

Wie findet ihr einen neuen Anbieter?

Reine Festnetzangebnote für die Telefonie gibt es fast nicht mehr, fast immer sind diese mit Internet (DSL) kombiniert. In unserem Vergleichsrechner könnt ihr den für euch günstigsten Tarif suchen und die verschiedensten Angebote miteinander vergleichen. Für Neukunden gibt es oft interessante Angebote und Rabatte oder Sonderaktionen. Der Wechsel zum neuen Anbieter kann fast immer online durchgeführt werden und benötigt nur minimalen Aufwand.

Zusammenfassung

Ab dem 1. Mai 2017 steigen für Millionen Kunden der Telekom die Gebühren. Das müsst ihr nicht einfach hinnehmen. Die Preiserhöhung gibt euch ein Sonderkündigungsrecht. Selbst wenn das Laufzeitende eures Vertrags noch nicht erreicht ist, könnt ihr einen neuen Tarif wählen oder zu einem neuen Anbieter wechseln. Dabei könnt ihr bei teilweise viel Geld sparen.

twitter @SeX

03.06.2017, 13:42 Antworten Zitieren #

was wären die Fristen gewesen für das Sonderkündigungsrecht gewesen?

Für eine Bekannte war ich von TelekomUnzulänglichkeiten betroffen bei der Unstellung auf T+DSL.

Beide Vertragsbestandteile hatten dann 3 Tage nicht funktioniert. Ohne Feiertag wäre es wahrscheinlich kürzer gewesen.
Bei 1&1 kenne ich es so, dass der Techniker nach der Umstellung den Anschluss pruft.
Der telekom Techniker rief nur an. Ist umgestellt, wenn es nicht funktioniert → Störungshotlein anrufen

Der Techniker + das Verkaufscallcenter hatte auch nicht gesagt, dass der Anschluss erst um 21Uhr automatisch ungeschaltet wird

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