steuerliche Auswirkungen von Gutscheinen

Hallo,

gibt es Erfahrungen, ob man die erworbenen Amazon- oder BestChoice-Gutscheine auf dealdoktor.de in einer Steuererklärung angeben muss? Im Jahr dürfte ein Arbeitnehmer ja maximal 410 Euro an Nebeneinkünften verdienen ohne eine Erklärung abzugeben. Was ist wenn man durch Gutscheine oder Cahbacks mehr verdient?

fairtools

29.06.2019, 07:29 #

Woher soll das Finanzamt wissen, dass Du hier Gutscheine erhalten hast? Du bist hier doch lediglich mit einer Mailanschrift angemeldet und auch die Gutscheine sind nicht auf Namen oder Anschrift ausgestellt.

Aber ja, ehrliche Menschen können selbstverständlich diese Einnahmen bei der Einkommensteuererklärung angeben und versteuern.

    Jesaja123

    29.11.2020, 13:59 #

    @fairtools: Top Antwort! Grüße von Werner Schule Erdel aus dem Familienduell! 😀 hahaha Das Argument mit der Mailadresse hat mich überzeugt!

dman

29.06.2019, 07:45 #

Sind das letztendlich nicht einfach nur Rabatte die man erhält?

Cheep

29.06.2019, 07:50 #

Schau mal hier rein, ich glaube nicht, dass diese Gutscheine als Nebeneinkünfte gezählt werden
https://www.vlh.de/arbeiten-pendeln/beruf/was-sind-nebeneinkuenfte.html
Bin zwar nicht vom Fach, aber ich glaube, die kannst du ruhigen Gewissens aus der Steuererklärung raus lassen.

fairtools

29.06.2019, 10:16 #

@dman:

Es kommt sicherlich darauf an, auf welche Art und Weise die Gutscheine erworben wurden.

Durch meine regelmäßige Aktivität und Mitarbeit auf Internetseiten könnte man es als Entlohnung durch Gutscheine ansehen.

Bei Abschluss von Verträgen jedoch wieder als Reduzierung des Beitrages, oder Rabatt bei Einkäufen.

Deshalb wird sich hier wohl auch das Finanzamt nicht einmischen, ausser hier prahlt jemand öffentlich mit seinen Verdiensten rum.

timo1994

29.06.2019, 10:26 #

@fairtools: so sehe ich das auch 😊

deal-hobo

29.06.2019, 10:46 #

Danke für die Antworten!

@Cheep Ist würde ich sagen noch in der Grauzone. Es wurde wohl noch nicht recht definiert. Vielleicht betrachtet man Gutscheine aus dem Netz noch als Neuland. 🙂

@fairtools Stimmt. Das Finanzamt bekommt von meinen Aktivitäten im Netz nichts mit, da diese Seite hier oder andere Gutscheinanbieter nicht verpflichtet sind es ans Finanzamt zu melden. Bei Banken wird schon wegen der Kapitalertragssteuer ab dem ersten Cent Zinsen ans Amt gemeldet.
Bei diesen Summen hier wird sich wohl kaum ein Finanzbeamter per Hand abmühen Steuersündern auf die Spur zukommen. Das lohnt einfach nicht.

Für Gutscheine, die der Arbeitgeber an seine Mitarbeiter ausgibt sind die Regelungen klarer. Hier gibt es Freigrenzen: Maximal 44 Euro pro Monat an Sachzuwendungen und maximal 40 Euro für einen persönlichen Anlass.

Cheep

29.06.2019, 11:02 #

@deal-hobo: achso, das Neuland, ich vergaß 🤦‍♀️😂😂

__Gelöschter_Nutzer__

29.06.2019, 13:27 #

Irgendwie fühle ich mich auf den Arm genommen 🤔

riboy

29.06.2019, 15:10 #

@deal-hobo: ist es nicht 44 Euro pro woche?

Malgus

30.06.2019, 16:21 #

Es handelt sich, auch bei Gutscheinen, um Nebeneinkünfte, die prinzipiell steuerpflichtig sind. Für geringfügige und unregelmäßige Nebeneinkünfte gilt jedoch ein Freibetrag von (afaik) 410€ im Jahr. Bei Einnahmen über diese Grenze müssen sie vollständig in der Steuererklärung angegeben werden. Bei einigen der Gutscheine könnte es sich um Rabatte handeln, das ist jedoch teilweise strittig. Quellen dazu finden sich bei Google unter dem Thema steuer Gutscheine (marktforschung) beispielsweise. Dabei die Seiten, bei denen es um berufliche Gutscheine geht ignorieren, das ist nicht anwendbar

Cheep

01.07.2019, 15:02 #

@deal-hobo: der von dir gepostete Link verweist auf Sachzuwendungen vom Arbeitgeber. Da du nicht beim @DealDoktor angestellt bist, dürfte das hier für Gutscheine nicht zutreffen…

Cheep

01.07.2019, 15:03 #

Rechtssicher kann diese Frage aber im Prinzip nur ein Steuerberater beantworten…

    deal-hobo

    01.07.2019, 17:12 #

    @Cheep:
    An das hatte ich auch eher gedacht. Vereine der Lohnsteuerhilfe gibt es ja in fast jeder Stadt. Bei der nächsten Einkommenssteuererklärung frag ich das vielleicht mal an.

Cheep

01.07.2019, 15:15 #

Oder das Finanzamt, aber da würde ich eher nicht nachfragen. Von wegen schlafende Hunde wecken… 😁

Cheep

01.07.2019, 17:34 #

@deal-hobo: guter Plan 👍

unrealmirakulix

01.07.2019, 20:41 #

@DealDoktor:
Wie steht ihr dazu?

fairtools

02.07.2019, 11:24 #

Hier wird es auch noch einmal gut erklärt:

https://marktforschung-portal.de/bezahlte-umfragen-versteuern/

Cheep

02.07.2019, 11:35 #

@fairtools: sehr aufschlussreich!

DealDoktor (Benji)

04.07.2019, 18:19 #

Hallo, @deal-hobo!

Ich kann darauf nur eine Antwort geben: Bitte wende dich an einen Steuerberater/in. Was Rechtssicherheit angeht, kann diese/r Aussagen treffen.

Liebe Grüße
Der Doc

    deal-hobo

    05.07.2019, 16:27 #

    @DealDoktor:
    Denke auch, dass Steuerexperten mehr dazu sagen können. Bei der Einkommensteuererklärung 2019 werde ich vielleicht mal die paar Kröten für einen Lohnsteuerhilfeverein in die Hand nehmen und mich beraten lassen. Bis dahin kommen vielleicht auch noch ein paar andere Fragen dazu.

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