NEU Probleme Rücktritt Kaufvertrag von TV

Probleme Rücktritt Kaufvertrag von TV 

Hallo liebe Forengemeinde. 
Ich habe derzeit ein Problem das mich stark belastet und bitte um eure Hilfe. Es geht um einen defekten Fernseher der vom Händler nicht zurückgenommen werden will. 
Ich fange dann mal direkt an: 

Am 15.05.2013 habe ich mir einen Smart-TV für 1800 Euro der Marke – bei dem Elektrofachhandel „A“ gekauft. 

Am 01.07.2014 zeigten sich am Gerät erste Fehler. Der Fernseher schaltete sich sporadisch, ohne ersichtlichen Grund ab. Die HD+ Karte wurde nicht mehr erkannt (HD+ Karte wurde danach auf verschiedenen Geräten getestet. Dort wurde sie ohne Probleme erkannt). 
Die Status-LED lies sich nicht mehr wie gewohnt programmieren. Diese leuchtete obwohl sie im Menü ausgestellt wurde. Die gespeicherte Sendersortierung löschte sich nach jedem sporadischem Ausschalten. Die installierten Apps löschten sich nach jedem sporadischem Ausschalten. 

Am 03.07.2014 kontaktierte meine Freundin den Händler „A“ um das Problem zu schildern. Anschließend veranlasste „A“ einen Reparatur-Auftrag. 

Am 04.07.2014 wurde der Reparatur-Auftrag erstellt. Die Reparatur übernahm die Firma „B“ welche eng mit „A“ kooperiert. 

Am 11.07.2014 kamen zwei Techniker der Firma „B“ zu uns nach Hause. 
Denen schilderte ich das Problem mit dem Gerät. Daraufhin wurde der Fernseher vor Ort repariert. Dazu wurde das Mainboard ausgetauscht. Ein kurzer Probelauf nach der Reparatur zeigte dass die Fehler behoben sind. 

Am 17.07.2014 traten alle oben genannten Fehler am Gerät wieder auf mit dem Unterschied dass sich die Status-LED nun nicht mehr anschalten ließ. 

Am 18.07.2014 kontaktierte ich den Händler um auf die wiederkehrenden Fehler aufmerksam zu machen. 

Am 19.07.2014 wurde daraufhin ein weiterer Reparatur-Auftrag von „A“ erstellt der an die Firma „B“ übertragen wurde. 

Am 08.08.2014 kamen nochmals zwei Techniker der Firma „B“ zu uns nach Hause. Denen schilderte ich wieder die Probleme mit dem Gerät. Ich zeigte den beiden Technikern vor Ort das Problem mit der Status-LED. Die anderen Fehler konnte ich ihnen leider nicht Zeigen da die anderen Fehler immer sporadisch auftreten und es die Techniker eilig hatten. Von dem Problem mit der Status-LED wussten die beiden also schon mal Bescheid. Die Techniker nahmen das Gerät dann mit um es in der Firma zu prüfen. 

Am 16.08.2014 erhielt ich den Fernseher wieder zurück. Dieser wurde mir von den Technikern der Firma „B“ nach Hause geliefert. Die beiden Techniker bauten den Fernseher auf und schalteten ihn kurz an. Mir wurde erklärt dass kein Fehler gefunden wurde und der Fernseher im Probelauf ohne Probleme funktioniert hat. Kurz darauf verließen sie die Wohnung. Sofort richtete ich den Fernseher neu ein um zu prüfen ob alles funktioniert. Leider musste ich feststellen dass das Problem mit der Status-LED immer noch besteht. Außerdem stellte ich fest dass sich der Rahmen unten am Gerät anfing zu lösen. In den nachfolgenden Tagen kehrten auch die anderen Probleme zurück. Das Gerät schaltete sich selbstständig aus und die HD+ Karte wurde nicht erkannt. Sender waren nicht mehr auf dem gespeichertem Platz und die installierten Apps verschwanden nach jedem selbstständigen Ausschalten. Ich gehe davon aus dass sich der Fernseher bei jedem sporadischem Ausschalten auf Werkseinstellungen zurücksetzt. Die vorhandenen Fehler führte ich meiner Familie vor damit diese die Fehler bestätigen können. 

Am 20.08.2014 kontaktierte ich dann wieder den Händler und erklärte ihm dass ich den Fernseher sofort zurück bringe da alle vorherigen Fehler wieder auftreten und sich der Rahmen vom Gerät löst. Des weiteren fragte ich wie es sein kann dass die Reparaturfirma keinen Fehler gefunden hat wenn diese immer noch bestehen. Ich machte vor Ort deutlich dass ich von dem Kaufvertrag zurücktreten möchte. Das Gerät ist voll mit Fehlern die anscheinend nicht behoben werden können. Auf so ein Gerät kann ich verzichten. Mir wurde dann gesagt dass das Gerät erst zum Hersteller geschickt werden muss. Der Hersteller müsse überprüfen ob eine Rückgabe rechtens ist. Zu dem Zeitpunkt war ich leider noch ahnungslos und willigte ein. Der Fernseher wurde von „A“ daraufhin angeblich zum Hersteller geschickt. Wie sich im Nachhinein herausstellte wurde der Fernseher nicht an den Hersteller übergeben sondern er wurde wieder zu der Firma „B“ geschickt. 

Zuhause informierte ich mich im Internet dann erst mal über die Rechtslage in solch einem Fall und ließ mich in den darauffolgenden Tagen im Internet beraten. 

Am 30.08.2014 schrieb ich dem Händler dann einen „Rücktritt vom Kaufvertrag“ den ich „A“ dann per Fax zukommen ließ. Der Fernseher ist zu diesem Zeitpunkt nicht in meinem Besitz sondern immer noch bei „A“ bzw. bei „B“ 

Am 04.09.2014 erhielt ich, oder besser gesagt meine Freundin dann ein Schreiben von der Rechtsabteilung der Firma „A“ mit dem Hinweis das die Rückgabe nicht stattgegeben wird. Unter anderem weil der Rücktritt nicht im Namen meiner Freundin erfolgte. Dazu bitte die Anlage einsehen. Der Fernseher ist zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht bei mir zuhause. 

Am 06.09.2014 rief ich bei dem Händler an und fragte wo mein Fernseher denn nun sei. Dieser befinde sich derzeit noch in Reparatur bei der Firma „B“. 

Soooo…. Smile 
jetzt habe ich zu dem ganzen Fall natürlich noch ein paar Fragen. 

– Habe ich seit der ersten Reparatur (Mainboard getauscht) wieder volle zwei Jahre Gewährleistung/Garantie? 

-Bei der zweiten Reparatur wurde ja angeblich kein Fehler am Gerät gefunden. Die Fehler sind aber definitiv immer noch vorhanden gewesen. Habe ich dadurch alleine schon kein Recht auf Rücktritt des Kaufvertrages? 

-Der Händler besteht auf die Beweisumkehrlast. Wie kann ich beweisen dass die anfänglich waren und nicht durch äußere Wirkung entstanden sind ohne einen teuren Gutachter zu beauftragen. Dazu: 

Die Verbraucherzentrale steht auf dem Standpunkt: Das man als Beweis “nichts Unmögliches” (Jürgen Schröder, Verbraucherzentrale NRW) fordern darf. 
Es müsse ausreichen, wenn man “durch eine Sichtprüfung glaubhaft machen kann, dass kein Eigenverschulden vorliegt” (J. Schröder, VZ NRW). Dann könne man daraus “schließen, der Fehler müsse “anfänglich” vorhanden gewesen sein” (J. Schröder, VZ NRW). 

-Ich habe die Vermutung dass das Gerät derzeit wieder einmal geprüft wird und alle Fehler nachträglich behoben werden so dass der Händler jegliche Schuld von sich weißt. Wie kann ich dagegen vorgehen? Lohnt es sich bei dem Fall gerichtlich vorzugehen? 

Ich bin über jede Hilfe und Information zu diesem Fall sehr dankbar. 

Liebe Grüße Dominik 

Anlage: 

 
http://s7.directupload.net/images/140906/k6wyr7ny.jpg

http://s1.directupload.net/images/140906/qbjh9un2.jpg

freee

07.09.2014, 17:55 Antworten Zitieren #

kann dur da weiter auch nicht helfen.
Wäre aber interessant zu wissen wer A und B ist, um solche Händler in Zukunft zu meiden.

MenikoBlue

07.09.2014, 18:34 Antworten Zitieren #

Naja wenn ich A und B hier Preis gebe dann könnten die mich eventuell rechtlich begangen.

Chris

08.09.2014, 11:59 Antworten Zitieren #

Du hast doch den Tausch des mainboard, nicht wieder volle 2 Jahre Gewährleistung auf den Fernseher sondern nur auf das ausgetauschte Teil. Aber für den Zeitraum wo dein TV dir nicht zur Verfügung statt ist die Gewährleistung gehemmt. Diese Tage oder Wochen werden hintendran gerechnet.
Nach 3maliger Sachmängelbehebung kann man vom Kaufvertrag zurück treten. Im BGB so ab § 600ff geht es los.

DealDoktor

08.09.2014, 18:47 Antworten Zitieren #

Hallo Dominik,

das ist in der Tat ein sehr verzwickter Fall – und da ich kein Anwalt bin und somit rechtlicher Laie, kann ich hierzu zwar nach bestem Wissen Hilfe geben, aber leider nichts 100%ig Verbindliches.

Chris hat aber schon mal einen sehr guten Tipp gegeben mit BGB § 600 ff:
http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/BJNR001950896.html#BJNR001950896BJNG005302377

u.a. auch interessant: § 634 Rechte des Bestellers bei Mängeln.

Darüber hinaus hast du ja sowieso 24 Monate gesetzliche Gewährleistung beim Händler – wobei diese oft nur tatsächlichen 6 Monate entsprechen, da man nach 6 Monaten beweisen muss, dass der Schaden schon von Anfang an da war (und das ist schwer und dementsprechend kulanzbhängig).
In den ersten 6 Monaten ist es anders herum, da muss der Händler beweisen, dass das Gerät fehlerfrei bei Auslieferung war, und da viele Schäden erst bei Gebrauch bzw. nach Lieferung auftreten, ist der Vorteil bei tatsächlichen Schäden hier beim Kunden.
Also: 6 Monate Gewährleistung beim Händler hast du sowieso.

Darüber hinaus gibt es die Herstellergarantie – diese ist freiwillig und hat nichts mit dem Händler, sondern wie der Name schon sagt, mit dem Hersteller zu tun. Oft bekommt man sowieso 24 Monate Herstellergarantie, aber das ist ja ein anderes Thema.

So oder so befürchte ich, dass ich dir da nicht bis ins letzte helfen kann, da würde ich echt mal einen Anwalt fragen – vor allem, weil ich nicht weiß, ob der Händler innerhalb der ersten 6 Monate auf die Beweisumkehrlast bestehen kann, das meines Wissens er in den ersten 6 Monaten eben in der Bringschuld ist, und nicht du. Somit würde ich zumindest den Gang zum Anwalt empfehlen, und dieser sollte dir dann sagen können, ob sich der weiterführende Gang zum Gericht lohnt.

Ich hoffe, dass ich dir zumindest ein klein wenig helfen konnte und wünsche dir viel Erfolg bei der Klärung dieser Angelegenheit…

Viele Grüße,
dein Doc

Christian

13.09.2014, 08:21 Antworten Zitieren #

Welche Fernseher-Marke ist es denn? Kannst du die wenigstens verraten?

MenikoBlue

14.09.2014, 12:02 Antworten Zitieren #

Is ein LG. Ich habe die Faxen langsam dicke mit dem Hersteller. Monitor von LG gibt jetzt auch den Geist auf. Letzte Woche ist er zwei Jahre alt geworden.

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